Samstag, 6. Dezember 2008

Kormoran: Vogelfrei am Bodensee?

Bejagung des Kormoran. In den Jahren nach 1965 war der Bodensee nährstoffreich. Dies wirkte sich sehr positiv auf die Fischereierträge aus. Nachdem sich durch phosphathaltige Wasch- und Düngemittel
bereits Algenteppiche bildeten und der See ökologisch zu kippen drohte, wurden Kläranlagen gebaut.

Der Bodensee ist heute ein nährstoffarmer See. Durch die Erwärmung des Wassers und
vermehrt auftretender Tiefststände des Sees, die sich ebensfalls negativ auf den Fischbestand auswirken, führt dies zu Veränderungen in der Berufsfischerei.
Leider werden auch mit der Bejagung des Kormoran die Probleme der Berufsfischer nicht zu lösen sein.Vielmehr wird ein Vogel für die Veränderungen einer Berufsgruppe verantwortlich gemacht.

Dazu wird die Bejagung nicht nur mit Stahlschrot sondern auch mit Bleischrot durchgeführt. Dies bedeutet, dass sowohl auch gründelnde Wasservögel Bleischrote aufnehmen können und ebenso qualvoll zu grunde gehen wie durch Schrote, die durch den Beschuss in ihren Körper eindringen.

Doris Märk
Umweltreferentin
Naturfreunde Vorarlberg

Siehe auch:
Angelverein löst Kormoran-Problem mit Köpfchen

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