Donnerstag, 21. September 2017

[ #biodiversität ] Artenschutz: Vorsicht bei Urlaubsmitbringsel

Auch der Kauf von exotischen Souvenirs trägt zur Gefährdung von Arten bei und kann strafbar sein!

Neben dem Lebensraumverlust durch globale Veränderungen wiedem Klimawandel oder regionalen Entwicklungen wie Siedlungs- undStraßenbau, ist der Handel mit bedrohten Arten eine große Gefahr, die massiv zum Artensterben beiträgt. Mit dem Washingtoner Artenschutzübereinkommen (auch CITES genannt), der Artenhandelsverordnung der EU und dem österreichischen Artenhandelsgesetz 2009 wird der Handel mit bedrohten Arten streng kontrolliert bzw. eingeschränkt oder gänzlich verboten.

Die Vielfalt unserer Tier- und Pflanzenwelt ist regionalen und globalen Bedrohungen ausgesetzt. Eine große Gefahr für den Weiterbestand vieler Arten ist der Artenhandel. Viele Reisende wissen gar nicht, dass sie mit der Mitnahme geschützter Tiere und Pflanzen sowie Erzeugnissen daraus gegen Gesetze verstoßen und sich strafbar machen.

Souvenirs aus wildlebenden Tier- und Pflanzenarten, wie etwa ausgestopfte Tiere, Regenstöcke (aus Kakteen), Schalen, Korallen und andere Raritäten, die auf Tier- oder Pflanzenarten basieren, gehören zu den Gegenständen, die in der EU am häufigsten vom Zoll beschlagnahmt werden.

Ratgeber. Jedes Jahr nehmen Touristen Hunderttausende Souvenirs, die aus geschützten Tieren und Pflanzen gefertigt sind, mit nach Hause. In vielen Fällen illegal: Den wenigsten ist bewusst, dass sie sich strafbar machen und hohe Bussen riskieren. Die Versuchung ist gross, gerade bei sich selber eine kleine Ausnahme zu machen und ein Stück Korallenriff vom Tauchgang oder einen Armreifen aus Elfenbein als Ferienerinnerung mitzunehmen. Doch die Summe all dieser Ausnahmen treibt das illegale Geschäft mit gefährdeten Arten voran – einige dieser Arten gar an den Rand der Ausrottung. Der Ratgeber für Souvenirs aus wildlebenden Tier- und Pflanzenarten (PDF-Datei) informiert darüber, für welche Souvenirs aus wildlebenden Tier- und Pflanzenarten eine Genehmigung erforderlich ist, und was Sie am besten nicht kaufen sollten, da der internationale Handel damit verboten ist.

Schutz. Souvenirs aus wildlebenden Tier- und Pflanzenarten mit aus dem Urlaub nach Hause zu bringen, mag ein nettes Andenken sein, aber machen Sie sich bewusst, dass der Handel mit vielen Tier- und Pflanzenarten, sowie ihren Teilen oder Produkten durch CITES und die EG-Verordnungen zum Handel mit wildlebenden Tier- und Pflanzenarten kontrolliert wird. Für die Einfuhr solcher Geschenke und Souvenirs in die EU ist daher entweder eine Genehmigung erforderlich, oder sie ist verboten.


Österreicher Ratgeber "Artenschutz im Urlaub". Urlaub ist immer etwas besonderes! Die schönsten Urlaubsfreuden sind aber schnell verdorben, wenn man im Urlaubsland oder bei der Rückkehr mit seinen Mitbringseln eine unangenehme Überraschung erlebt.

Über 30.000 Arten sind durch strenge Gesetze geschützt. Der unbedachte Kauf von tierischen oder pflanzlichen „Souvenirs“ kann gravierende rechtliche Konsequenzen zur Folge haben: Beschlagnahmung, Geldstrafen (bis zu 40.000 Euro) und in manchen Fällen sogar Freiheitsstrafen von bis zu zwei Jahren.

Die Broschüre, die gemeinsam mit dem Bundesministerium für Finanzen erstellt wurde, enthält eine Reihe von nützlichen Tipps:
  • Beispiele kritischer Produkte "vom Gürtel bis zum Papagei"
  • länderspezifische Bestimmungen für Souvenirs
  • Wissenswertes für die richtige Verzollung
  • weiterführende Informationen
Bedenken Sie: Auch Unwissenheit schützt NICHT vor Strafe!

[ #natur #freunde #umwelt ]⇒

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