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Freitag, 17. Mai 2019

[ zzz Archiv ] Heckipedia - Die kollaborative Heckenenzyklopädie


Heckipedia ist ein Mehr-Autoren-System und das Ergebnis der Bemühungen um artenvielfältige und standortangepasste Hecken.

Wer mit offenen Augen an einer Hecke entlang geht, kann etwa entdecken, dass die eine Heckenrose etwas anders aussieht als ihre Nachbarin oder der Weißdornstrauch anders geformte Blätter hat als der, der 10 Meter weiter weg steht? In alten, naturbelassenen Strauchgruppen und Feldgehölzen findet man sie noch - die unerschöpfliche Vielfalt der Natur.
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 [ #natur #freunde #umwelt ]⇒ 

Freitag, 28. Dezember 2018

[ zzz Archiv ] Lebensräume von Pflanzen und Tieren simulieren


Wie wird die Welt in dreißig oder einhundert Jahren aussehen? Werden wir dann noch das Tagpfauenauge über die Wiese flattern sehen, und stehen dann noch die Fichten am Fuße des Brockens?  

Die Lernsoftware PRONAS zeigt, wie Umweltforscher an solche Fragen herangehen. Anhand von Zukunftsszenarien werden Aussagen bis zum Jahr 2100 getroffen. Diese Szenarien beschreiben „mögliche künftige Welten“ in ihren politischen, ökonomischen, sozialen und ökologischen Dimensionen. Wissenschaftler, Lehrer, Umweltpädagogen und Hochschuldidaktiker haben gemeinsam Lernmaterialien entwickelt.
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[ #natur #freunde #umwelt ]⇒

Mittwoch, 22. März 2017

[ zzz Archiv ] Europas Amphibien und Reptilien sind in Gefahr

In Europa sind ein Fünftel der Reptilien und fast ein Viertel der Amphibien vom Aussterben bedroht. Das haben Studien ergeben, die die Weltnaturschutzunion IUCN im Auftrag der Europäischen Kommission durchgeführt hatte.

Diese Studien enthalten die ersten europäischen Roten Listen für Amphibien und Reptilien und lassen alarmierende Trends bei den Populationszahlen erkennen. Bei mehr als der Hälfte aller europäischen Amphibien (59 Prozent) und bei 42 Prozent der Reptilien gehen die Bestände zurück. Das bedeutet, dass Amphibien und Reptilien sogar noch stärker gefährdet sind als Säugetiere und Vögel in Europa.

Bei 23 Prozent der Amphibien und 21 Prozent der Reptilien ist die Lage so ernst, dass sie in der europäischen Roten Liste als bedroht eingestuft sind. Der größte Druck auf diese zurückgehenden Arten wird durch die Zerstörung ihrer natürlichen Lebensräume durch den Menschen hervorgerufen. Dazu kommen Klimawandel, Umweltverschmutzung und invasive Arten.

Dr. Helen Temple, Mitautorin der Studie, erklärte: "Südeuropa hat besonders reichhaltige Amphibienbestände, doch Klimawandel und andere Bedrohungen üben einen enormen Druck auf ihre Süßwasserlebensräume aus. In ganz Europa werden die natürlichen Lebensräume durch wachsende Bevölkerungszahlen, die Intensivierung der Landwirtschaft, die Zersiedelung der Landschaft und die Umweltverschmutzung immer mehr eingeengt. Das sind schlechte Nachrichten für Amphibien und Reptilien."

Amphibien und Reptilien stärker gefährdet als Säugetiere!

In Europa sind 151 Reptilienarten und 85 Amphibienarten beheimatet, und viele dieser Arten gibt nirgendwo sonst auf der Welt. Sechs Reptilienarten, darunter die Teneriffa-Rieseneidechse ( Gallotia intermedia) und die Äolische Mauereidechse ( Podarcis raffonei), sind als "stark bedroht" eingestuft. Das bedeutet, dass ein äußerst hohes Risiko besteht, dass diese Art in der freien Wildbahn ausstirbt. Elf weitere sind als "bedroht" eingestuft (d. h. es besteht ein sehr hohes Risiko des Aussterbens in der freien Wildbahn) und zehn als "gefährdet" (hohes Risiko des Aussterbens in der freien Wildbahn).

Bei den Amphibien, einer Gruppe, die Frösche, Kröten, Salamander und Molche umfasst, sind zwei Arten als "stark bedroht" eingestuft: der Karpathos-Wasserfrosch ( Pelophylax cerigensis) und der Montseny-Gebirgsmolch ( Calotriton arnoldi), der einzige endemische Molch Spaniens. Fünf weitere, darunter die Apennin-Gelbbauchunke ( Bombina pachypus), sind als "bedroht" und elf als "gefährdet" eingestuft.

Die Amphibien- und Reptilienbestände sind sogar in noch schlechterem Zustand als andere Artengruppen: Bei Säugetieren sind 15 Prozent, bei Vögeln 13 Prozent bedroht. Es sind sicher noch mehr Gruppen in Gefahr, doch nur diese beiden Gruppen wurden nach den Leitlinien der IUCN für die regionale Rote Liste auf europäischer Ebene umfassend bewertet. Die europäischen Roten Listen werden von der IUCN aufgestellt. In ihnen sind die Arten je nach der Gefahr ihres Aussterbens als "stark bedroht", "bedroht" oder "gefährdet" eingestuft.

 [ #natur #freunde #umwelt ]⇒

Montag, 9. Januar 2017

[ zzz Archiv ] Persönlichkeits- und Teamentwicklung im Kinder- und Jugendsport

Im Rahmen des Schwerpunktes Qualitätsoffensive in der Kinder- und Jugendarbeit im Sport stellt das Themenfeld Persönlichkeits- und Teamentwicklung einen besonderen Arbeitsschwerpunkt dar.

Hier arbeitet die Deutsche Sportjugend seit dem Jahre 2001 erfolgreich mit Prof Dr Ralph Sygusch (mittlerweile Universität Nürnberg-Erlangen) und seinem Team, hier insbesondere mit Christian Herrmann (inzwischen Universität Basel) zusammen.

Eine neue Publikation reiht sich in eine Folge von Publikationen zum gleichen Thema in den Sportarten Gerätturnen, Handball, Fußball und Basketball ein Sie unterscheidet sich aber von den bisherigen Broschüren dadurch, dass sie nicht nur das Gesamtkonzept darstellt und einen kurzen Überblick über die bisher erfolgten Übersetzungen auf einzelnen Sportarten darstellt Darüber hinaus werden die Ergebnisse der PRIMUS-Studie wiedergegeben.

PRIMUS-Studie. Diese Studie hat mit der Überprüfung der Umsetzbarkeit und Wirksamkeit des Ansatzes Persönlichkeits- und Teamentwicklung einen wichtigen Beitrag dazu geleistet, die Akzeptanz des Modells noch zu erhöhen Ohne die Ergebnisse vorweg zu nehmen, kann ich schon jetzt sagen, dass sich der Ansatz insbesondere in den Fragen der Umsetzbarkeit bewährt und damit den „Elchtest“ bestanden hat.

Arbeitshilfe. Die vorliegende Publikation stellt keine klassische Arbeitshilfe dar Sie wendet sich zwar auch an Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, die mit Jugendlichen zusammen den Übungs- und Wettkampfbetrieb gestalten Sie soll aber auch den verantwortlichen Funktionsträger/-innen in den Kinder- und Jugendsportstrukturen eine Entscheidungshilfe zur Weiterentwicklung der Kinder und Jugendarbeit geben Hier bietet der Beleg der Praxistauglichkeit, wie er in dieser Publikation geliefert wird, gute Argumente dafür, das Konzept Persönlichkeits- und Teamentwicklung in der eigenen Sportart umzusetzen. Besonders faszinierend an diesem Konzept ist, dass es nicht nur soziale Ressourcen fördert, sondern auch die sportliche Handlungsfähigkeit stärkt.

Deutsche Sportjugend. Die Deutsche Sportjugend (dsj) ist die Jugendorganisation des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). Sie ist (laut eigenen Angaben) größter freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland. Mitglieder der dsj sind über 9,7 Millionen Menschen im Alter bis 27 Jahre in über 90.000 Sportvereinen, die sich in 16 Landessportjugenden, 54 Jugendorganisationen der Spitzenverbände und 10 Jugendorganisationen der Sportverbände mit besonderer Aufgabenstellung organisieren.


[ #natur #freunde #umwelt ]⇒

Lohnt sich ein Download? Ein schneller Blick auf den Inhalt:
Vorwort Ingo Weiss (Deutsche Sportjugend) 5
1 KONZEPTIDEE UND -ENTWICKLUNG 5
1.1 Grundidee 6
1.2 Von den Anfängen des Rahmenkonzepts über sportartspezifische Transferkonzepte bis zur PRimus-Studie 7
2 HANDREICHUNGEN9
2.1 Persönlichkeits- und Teamentwicklung im Kinder- und Jugendsport.
Ein sportartenorientiertes Rahmenmodell zur Förderung psychosozialer Ressourcen (2005) 9
2.1.1 WAS soll gefördert werden? Auswahl psychosozialer Ressourcen  9
2.1.2 WOHIN soll gefördert werden? Kernziele zur Förderung psychosozialer Ressourcen 11
2.1.3 WIE soll gefördert werden? Methoden zur Förderung psychosozialer Ressourcen 13
2.2 Persönlichkeits- und Teamentwicklung im Gerätturnen (2005) 20
2.3 Persönlichkeits- und Teamentwicklung im Handball (2006) 22
2.4 Persönlichkeits- und Teamentwicklung beim Schwimmen lernen (2006)25
2.5 Spiele mit dem roten Ball – Persönlichkeits- und Teamentwicklung im Kinderbasketball (2007)27
2.6 Persönlichkeits- und Teamentwicklung im Basketball (2009)29
3 PRIMUS – EINE EVALUATIONSSTUDIE IM
HANDBALL UND GERÄTTURNEN 32
3.1 Die Intervention: Persönlichkeits- und Teamentwicklung im
Trainings- und Wettkampfalltag 32
3.1.1 Trainer/-innen und Trainingsgruppen 33
3.1.2 Trainingsplanung.35
3.1.3 Trainingsbegleitende Maßnahmen: Workshops und Newsletter 38
3.2 Die Evaluationsstudie PRimus.42
3.2.1 Fragestellung der PRimus-Studie 42
3.2.2 Anlage der PRimus-Studie 43
3.2.3 Stichprobe der PRimus-Studie.44
4 ERGEBNISSE ZUR UMSETZUNG UND UMSETZBARKEIT DES KONZEPTS 45
4.1 Umsetzung der methodischen Rahmenbedingungen: Trainer/-in und Trainingsgruppe 45
4.2 Umsetzung der methodischen Maßnahmen: Aufgreifen,
Inszenieren und Thematisieren.48
4.2.1 Grad der Umsetzung der methodischen Maßnahmen zum Aufgreifen,
Inszenieren und Thematisieren.48
4 PERSÖNLICHKEITS- & TEAMENTWICKLUNG IM KINDER- UND JUGENDSPORT 2002-2012
Inhalt
4.2.2 Voraussetzungen der Umsetzung 48
4.2.3 Einschätzung der eigenen Fähigkeiten zur Konzeptumsetzung 52
4.3 Umsetzbarkeit des Konzepts aus Sicht der Trainer/-innen als „Expert/-innen für Ressourcenförderung“ 53
4.4 Fazit: Umsetzung und Umsetzbarkeit des Konzepts58
5 ERGEBNISSE ZUR WIRKSAMKEIT DES KONZEPTS 61
5.1 Selbstwirksamkeit und Selbstkonzept 62
5.2 Aufgabenbezogener Gruppenzusammenhalt65
5.3 Kooperationsfähigkeit69
5.4 Fazit: Wirksamkeit des Konzepts 71
6 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK.74
7 PERSÖNLICHKEITS- UND TEAMENTWICKLUNG IM KINDERUND
JUGENDSPORT – WIE GEHT ES WEITER (P LAUTENBACH)77
LITERATURVERZEICHNIS 78

Donnerstag, 2. Dezember 2010

[ #glaziologie ] Silvretta-Gletscher machte 2007 weiter auf schlank: Wieder um 1,3 Meter dünner!

Weltweit schmelzen die Gletscher in hohem Tempo weiter. Wie die Zahlen des World Glacier Monitoring Service an der Universität Zürich für das Jahr 2007 zeigen, ist die Eisdicke der Gletscher um durchschnittlich 67 Zentimeter Wasseräquivalent (w.e.) dünner geworden. In den Alpen haben einzelne Gletscher bis 2.5 Meter w.e. an Dicke verloren. Der Silvretta-Gletscher schmilzt dahin: 2006 ist er um 1273 mm auch 2007 um weitere 1254 mm dünner geworden.

Gletscherlehrpfad macht den Klimawandel erlebbar. Die Folgen der Klimaerwärmung, Rückgang der langfristigen Wasserreserven - Massenverlust des Gletschers, Auftauen des Permafrostes usw. sind im Gelände sicht- und erlebbar und auf den Informationstafeln thematisiert. Die Betrachter erhalten Denkanstösse was sie persönlich zur Reduktion von klimabelastenden Schadstoffen beitragen können. Glaziologie, Alpinismus, Gefahren der Gletscher, Nutzung der Landschaft, alte Saumwege etc. sind weitere Themen der Infotafeln. Die Tafeln sind auf dem rund 4 Kilometer langen Rundweg so verteilt und an Felsblöcke montiert, dass sie nicht stören oder dominant auf die Umgebung wirken. Ein Rundgang auf dem Gletscherlehrpfad, ein einfach begehbarer Bergweg, dauert von der Silvrettahütte aus rund 2 Stunden. Für den Aufstieg von der ab Klosters mit dem Taxi erreichbaren Alp Sardasca zur Silvrettahütte (2341 m) rechnet man ebenfalls mit einer Wanderzeit von 2 Stunden.

Glaziologie. Die neusten, noch vorläufigen Daten von insgesamt mehr als 80 Gletschern bestätigen den globalen Trend der Eisschmelze seit 1980. In diesem Zeitraum haben die Gletscher mit Langzeitmessreihen (30 Gletscher in 9 Gebirgsregionen) durchschnittlich mehr als 11 Meter w.e. an Dicke verloren. Zwischen 1980 und 1999 ist deren Eis durchschnittlich um knapp 30 Zentimeter w.e. pro Jahr geschmolzen. Seit 2000 ist dieser Wert auf rund 70 Zentimeter w.e. pro Jahr angestiegen.

Michael Zemp, Glaziologe und Mitarbeiter des WGMS, erklärt: "Der durchschnittliche Eisverlust im Jahr 2007 war nicht so extrem wie im Jahr 2006, aber es gibt grosse Unterschiede zwischen den Berggebieten. Gletscher in den europäischen Alpen haben bis zu 2.5 Meter Wasseräquivalent Eis verloren, während die Eisdicke von maritimen Gletschern in Skandinavien um einen Meter zugenommen hat. Trotzdem ist 2007 jetzt das sechste Jahr dieses Jahrhunderts, in dem der durchschnittliche Eisverlust der Gletscher mit langen Messreihen einen halben Meter übersteigt. Damit hat sich die Schmelzrate der 1980er- und 1990er-Jahren mehr als verdoppelt."

Für das Beobachtungsjahr 2007 wurden in den europäischen Alpen dramatische Eisverluste registriert so zum Beispiel am Hintereisferner (-1.8 Meter w.e.) oder Sonnblickkess (-2.2 Meter w.e.) in Österreich, am Sarennes (-2.5 Meter w.e.) in Frankreich oder Carèser (-2.8 Meter w.e.) in Italien. Auch in der Schweiz wurden Eisverluste von mehr als einem Meter gemeldet, so am Silvretta (-1.3 Meter w.e.) und am Gries (-1.7 Meter w.e.). In Norwegen konnten einige küstennahe Gletscher Eis zulegen so z.B. der Nigardsbreen (+1.0 Meter w.e.) oder der Ålfotbreen (+1.3 Meter w.e.) während die Inland-Gletscher wie der Hellstugubreen oder Gråsubreen weiter schmolzen (beide -0.7 Meter w.e.).

LINKs:
Preliminary mass balance data for 2006 and 2007
Silvrettagletscher - Wikipedia
Silvretta-Hütte der Naturfreunde Vorarlberg
Silvrettahütte SAC (CH)

Sonntag, 22. August 2010

[ #commons ] Neue Herrenpilze: Pilzsammelverbot richtet sich gegen alle Commons

Der Ausschluss des Menschen aus dem Wald geht mit einem Kulturverlust einher, weil das Wissen, die Erfahrungen und das Lernen in und an der Natur für den einzelnen verloren gehen.

Die umsichtige Nutzung und gleichzeitige Wertschätzung einer Pflanzenart durch die heimische Bevölkerung sorgt dafür, dass auch das Wissen über ihre Reproduktionsbedingungen dort erhalten bleibt. Und es muss auch das Wissen über den Gebrauch erhalten bleiben. Es ist nicht unähnlich dem Politikwissen und der Menschenrechte, die sich erst im Gebrauch reproduzieren und ohne Gebrauch nur totes Recht sind.

Mehr + eSource:
Neue Herrenpilze: Laternser Pilzsammelverbot richtet sich gegen die Waldfreiheit

Montag, 16. August 2010

[ #commons ] Laterns: Kriminalisierung von Pilzsammlern

Die Gemeinde Laterns hat mit Unterstützung der Bezirkshauptmannschaft Feldkirch ein Pilzsammelverbot erlassen.
Sie hat dabei nicht als Behörde ein Verbot erlassen sondern will einfach als "Grundeigentümer" Bürger und Besucher von der Nutzung im Rahmen der Naturschutzverordnung zugelassenen Sammlung von maximal 2 Kilogramm Pilzen ausschließen.

Mehr
bei den Vorarlberger Naturfreunden:
Laterns: Kriminalisierung von Pilzsammlern