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Dienstag, 15. August 2023

[ #pilze ] Der größte und älteste Pilz Europas ist ein Eidgenosse


Ein lebendes und rund 1000 Jahre altes Exemplar des Dunklen Hallimaschs erstreckt sich über rund 500 Meter Breite und 800 Meter Länge.

Pilze sind etwas Besonderes: Sie sind weder Pflanzen noch Tiere, sondern eben Pilze. Noch vor 40 Jahren wurde der Pilz zu den Pflanzen gezählt. Heute gilt er als größtes Lebewesen der Welt. Unter der Erde ist ein riesiges Geflecht von langen Pilzfäden – das ist der eigentliche Pilz, den wir gar nicht sehen können. Diese Fäden wachsen mitten durch alles, wovon der Pilz sich ernähren kann.

Das älteste Lebewesen. Den wahrscheinlich größte Pilz gibt es in Amerika: In Oregon USA gibt es einen Hallimasch, so groß wie 1.200 Fußballfelder. Er hat einen Durchmesser von mehr als fünf Kilometern, reicht neunzig Zentimeter tief in den Boden, wiegt 600 Tonnen und soll schon 2.400 Jahre alt sein. Dieser Riesen-Pilz ist damit nicht nur das größte sondern auch das wahrscheinlich älteste Lebewesen der Erde.

Europa. Der größte Pilz Europas ist ein Eidgenosse. Untersuchungen der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) zeigten, dass ein im Nationalpark in der Nähe des Ofenpasses lebendes Exemplar des Dunklen Hallimaschs sich über rund 500 Meter Breite und 800 Meter Länge erstreckt – das entspricht einem Gebiet von etwa 35 Hektaren - und ist zudem mehr als 1000 Jahre alt.

Armillaria ostoyae. Der Dunkle Hallimasch (Armillaria ostoyae) ist ein holzbewohnender Pilz aus der Gattung der Hallimasche. Er kommt im Frühsommer bis Spätherbst vor. Er besiedelt sowohl lebende als auch tote Nadelbäume. Der Hallimasch lebt aber weitgehend versteckt im Boden und besteht aus einem riesigen Geflecht von teilweise sehr dicken Fäden, die sich wie Wurzeln durch den Boden arbeiten. Die sichtbaren Pilz-Fruchtkörper oberhalb der Erde sind also Teil eines riesigen unterirdischen Organismus. Der in der Nähe des Ofenpasses entdeckte Pilz ist zudem mehr als 1000 Jahre alt.

Heil im Arsch. Vorsicht: Der Dunkle Hallimasch ist bei rohem Verzehr giftig. Bei richtiger Zubereitung schmeckt er leicht harzig mit den Folgen, dass es leicht im Rachen kratzt und die Speichelproduktion anregt. Seinen Namen verdankt der Pilz übrigens genau dem Umstand, dass er, wenn man ihn roh verspeist, den Stuhlgang beschleunigt: das Wort Hallimasch kommt von "Heil im Arsch".


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[ #pilze ] Wiener Pilze-Information - Ein kleines Online-Lexikon für Pilzsammler



Die Pilzseiten des Marktamtes der Stadt Wien stellen eine "kleine Auswahl" der am häufigsten in Österreich vorkommenden Pilze dar und dienen der reinen Information.

Die Beschreibungen auf den Seiten können eine Beurteilung durch geschulte Begutachtung nicht ersetzen.
Service. Dies ist nur der Hinweis auf einen Beitrag eines hier verlinkten Weblogs, einer Website oder eines Downloads. Mehr erfährt man, wenn man den untenstehenden Links folgt! Nütze auch den Link „[Google Search] ⇒ “. Er liefert allenfalls einen aktuelleren Link im Falle einer Verwaisung und/oder auch zusätzliche oder aktuellere Infos!

 

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[ #biologie ] Historisches zu "Pilze in Vorarlberg"



The New York Botanical Garden (New York, NY) - Mitglied der Biodiversity Heritage Library hat das Werk "Die Pilze (Fungi) von Tirol, Vorarlberg und Liechtenstein (1905)" - Magnus, P. (Paul), 1844-1914 in ihrem Bestand und ist dieses Biodiversity-Dokument von ihr digitalisiert worden. 

Das Werk ist online lesbar und kostenlos zum Herunterladen.
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Dienstag, 16. August 2022

[ #pilze ] Speisepilze sammeln und richtig zubereiten



Das Sammeln von Speisepilzen begeistert immer mehr Naturfreunde. Damit dieses Vergnügen ungetrübt bleibt, sind einige wichtige Hinweise zu beachten.

Die Inatura - das Dokumentationszentrum über die Natur Vorarlbergs in Dornbirn - hat einen Verhaltenskatalog mit Ratschlägen für Natur, Umwelt und Gesundheit im Umgang mit Pilzen und dem Sammeln online gestellt. Der knappe Ratgeber ist allemal berücksichtigenswert:

Gesetzliche Grundlagen

* In Vorarlberg ist das Sammeln von Pilzen in der Zeit zwischen 8:00 und 17:00 Uhr täglich gestattet.
* Pro Person und Tag dürfen maximal 2 kg Pilze gesammelt werden.
* Es dürfen ausschließlich Pilze gesammelt werden, die eindeutig als Speisepilze erkannt wurden.

Verhalten im Wald

* Nicht in großen Gruppen ganze Waldbereiche durchkämmen, die im Boden wachsenden Pilzfäden (Mycelien) können dadurch Schaden nehmen.
* Übermäßigen Lärm vermeiden, um die Wildtiere nicht zu beunruhigen.
* Keine Abfälle entsorgen, der Wald ist so zu verlassen, wie er vorgefunden wurde.

Pilze aufsammeln

* Nur Pilze entnehmen, die zuvor bereits mit einiger Sicherheit als Speisepilz erkannt wurden.
* Unbekannte Pilze und Giftpilze dürfen nicht gesammelt werden.
* Pilze vorsichtig aus dem Boden drehen oder mit Messer abschneiden. Keine Löcher im Waldboden hinterlassen.
* Die Pilze vor Ort auf Beschaffenheit und Madenbefall prüfen und sofort reinigen.

Transport des Sammelgutes

* Pilze nur in luftigen Körben transportieren. In Plastiktaschen unter Luftverschluss werden die besten Speisepilze in kurzer Zeit ungeniessbar.
* Pilze rasch an einen kühlen Ort bringen, nicht im überhitzten Auto liegenlassen.

Zubereitung der Pilze

* Die meisten Pilze sind roh giftig, also niemals rohe Pilze essen.
* Die Pilze klein schneiden, das Aroma entfaltet sich so am besten.
* Die Pilze 10 Minuten bei mehr als 80 Grad garen, damit sie bekömmlich werden.
* Nicht Unmengen von Pilzen auf einmal essen, denn sie sind schwer verdaulich.
* Zur Zubereitung und Konservierung von Pilzen ist einiges Fachwissen nötig, gute Pilz-Kochbücher liefern wertvolle Tipps dazu.

Was tun bei Verdacht auf Pilzvergiftung

* Ruhe bewahren!
* Pilzabfälle, Mahlzeitreste oder auch Erbrochenes sicherstellen.
* Möglichst rasch Arzt konsultieren oder Krankenhaus aufsuchen.
* Nicht versuchen, durch Trinken von Milch oder anderem ein Erbrechen zu bewirken.
* Ohne ärztlichen Rat keine Medikamente einnehmen.

Pilzberatung

* Die inatura hat einen kostenlosen Beratungsservice für Pilze eingerichtet.
* Beratungspilze sind keine Speisepilze, daher immer separat aufbewahren.
* Zur Beratung nur Pilze bringen, bei denen man selbst schon eine Erstbestimmung durchgeführt hat.
* Der Pilzberater benötigt 3-4 vollständige Exemplare einer Art zur exakten Bestimmung (nicht abschneiden!)
* Persönliche Pilzberatungen werden ausschließlich nach Terminvereinbarung durchgeführt!
* Telefonisch können keine Pilzberatungen durchgeführt werden.


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Sonntag, 31. Juli 2022

[ #pilze ] Datenbank der Pilze Österreichs: fast 8000 Arten


Die Online-Version der Datenbank bietet die Möglichkeit, die Verbreitungsbilder der über 7.700 Pilztaxa einzusehen und den aktuellenDatenstand mit über 370.000 Fundmeldungen abzurufen, die von über 12.000 verschiedenen Fundorten in ganz Österreich stammen.

Wo und zu welcher Jahreszeit sind bestimmte Pilzarten zu finden? Wer sich in Österreichs Wäldern auf Pilzsuche macht, kann sich ab sofort im Internet nützliche Tipps dafür holen: die neue Datenbank der Pilze Österreichs liefert alle wichtigen Informationen zu diesem Thema.

Irmgard Greilhuber vom Department für Botanische Systematik und Evolutionsforschung, Wolfgang Dämon, Projektleiter der Österreichischen Mykologischen Gesellschaft (ÖMG) und Anton Hausknecht (ÖMG) haben die Online-Datenbank der Pilze Österreichs entwickelt.

8.000 Pilzarten sind hierzulande bekannt und in der neu erstellten Datenbank der Pilze Österreichs erfasst. Diese liefert alle aktuellen Verbreitungskarten und Verbreitungsdaten zu österreichischen Pilzen. Wer genaue Informationen zu den Fundorten bestimmter Pilzarten sucht, kann die Fundpunkte auf der Karte anklicken und erhält auf diese Weise genaue Informationen zu den einzelnen Nachweisen.

Das Projekt "Datenbank der Pilze Österreichs" hat zum Ziel, das Vorkommen und die Verbreitung der Pilze in Österreich umfassend zu dokumentieren und die verfügbaren Daten darzustellen und auszuwerten. Das Projekt ist eine von der Österreichischen Mykologischen Gesellschaft koordinierte, österreichweite Kooperation zahlreicher Mykologen, Pilzfreunde und Institutionen, die Verbreitungsdaten von Pilzen erheben bzw. Sammlungen von Pilzbelegen halten.

Die Online-Version der Datenbank bietet die Möglichkeit, die Verbreitungsbilder der über 8.000 Pilztaxa einzusehen und den aktuellen Datenstand mit über 500.000 Fundmeldungen abzurufen, die von über 15.000 verschiedenen Fundorten in ganz Österreich stammen. Jeder Datensatz beinhaltet neben möglichst exakten Orts- und Zeitangaben wichtige Informationen zu Lebensraum und Substrat der Pilznachweise, zur Bestimmung und wissenschaftlichen Dokumentation der Pilzfunde sowie zur Herkunft und Quelle der gespeicherten Daten, das sind derzeit insgesamt über 10 Millionen Einzeldaten.


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