Dienstag, 28. Februar 2017

[ #rheintal ] Rheintalkarten online

Für das St. Galler und das Vorarlberger Rheintal als einen gemeinsamen Lebensraum sind etliche grenzüberschreitende Karten online.

Die Landkarte des Vorarlberger Rheintals hat sich im 20. Jahrhundert stark verändert: Aus den verstreuten Dörfern und kleinen Städten der 60er Jahre ist ein fast geschlossenes Siedlungsband von Feldkirch bis Bregenz geworden.
Vorarlberger-Bloghaus-Service. Dies ist nur der Hinweis auf einen Beitrag eines hier verlinkten Weblogs, einer Website oder eines Downloads. Mehr erfährt man, wenn man den untenstehenden Links folgt! Nütze auch den Link „[Google Search] ⇒ “. Er liefert allenfalls einen aktuelleren Link im Falle einer Verwaisung und/oder auch zusätzliche oder aktuellere Infos!

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Montag, 27. Februar 2017

[ #biodiversität ] Rote Liste Gefässpflanzen der Schweiz

Die Rote Liste der Gefässpflanzen der Schweiz, welche die Blütenpflanzen, Farne, Bärlappe und Schachtelhalme umfassen, wurde von Info Flora gemäss den Richtlinien der IUCN nach 14 Jahren revidiert und ersetzt damit die Ausgabe 2002. Die Ergebnisse der Schweiz sind hier in Österreich wohl vergleichbar.

Von den 2613 bewerteten Arten und Unterarten (Taxa) gelten 725 (28%) als gefährdet oder ausgestorben und zusätzlich 415 (16%) als potenziell gefährdet. Im Vergleich zur Evaluation vor 14 Jahren ist der Rote Liste-Anteil zwar leicht gesunken, aber der Rote Liste-Index hat sich verschlechtert.

Die Gründe dafür liegen in der Zunahme an verschwundenen Arten und in der starken Zunahme der potenziell gefährdeten Arten. Bei etwa 20% der Taxa hat sich die Einstufung verändert. Die Lebensräume mit den höchsten Anteilen gefährdeter Arten sind die Gewässer, Ufer, Moore, Trockenwiesen, Äcker und Weinberge.

Schlimm erscheint das Ausmass der Gefährdung der Pflanzenarten in Gewässern, Ufern und Mooren, in Trockenwiesen tieferer Lagen sowie in Äckern und Weinbergen. Am geringsten ist demgegenüber der Gefährdungsanteil in Wäldern, alpinen Lebensräumen und in Fettwiesen, was ein deutlicher Hinweis darauf ist, dass an erster Stelle der Lebensraumverlust, respektive die Abnahme der Lebensraumqualität für den Artenrückgang bei den Gefässpflanzen verantwortlich ist. Die Hauptgründe dafür sind die Intensivierung oder die Nutzungsaufgabe in der Landwirtschaft, die fortschreitende Zersiedelung und der Verlust der Lebensraumdynamik. Der Fortbestand vieler Arten und Populationen ist heute von Artenförderungsmassnahmen abhängig. «Die letzten ihrer Art» werden sogar in Erhaltungskulturen von Botanischen Gärten erforscht und vermehrt, um wiederangesiedelt zu werden.

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Abstracts 5
Vorwort 7
Zusammenfassung 8
1 Einleitung 9
1.1 Grundlage und Verwendungszweck 9
1.2 Entwicklung der Roten Listen Gefässpflanzen 1982 bis heute 10
1.3 Auswahl der Taxa 11
1.4 Geografische Abdeckung 16
2 Zustand der Gefässpflanzen in der Schweiz 17
2.1 Übersicht über die Einstufungen 17
2.2 Gefährdung nach Lebensräumen 20
2.2.1 Oberflächengewässer und Quellen 22
2.2.2 Ufer von Still- und Fliessgewässern 24
2.2.3 Moore 26
2.2.4 Fels und Schutt 28
2.2.5 Trockenwiesen und -weiden der tieferen Lagen 30
2.2.6 Fettwiesen und -weiden der tieferen Lagen 31
2.2.7 Gebirgsrasen 32
2.2.8 Krautsäume und Staudenfluren 33
2.2.9 Gebüsche, Hecken, Waldränder 34
2.2.10 Wälder 36
2.2.11 Ruderalfluren 37
2.2.12 Äcker und Weinberge 38
3 Interpretation und Diskussion der Roten Liste 40
3.1 Vergleich mit der Roten Liste 2002 40
3.1.1 Vergleich aus Sicht der einzelnen Gefährdungskategorien 40
3.1.2 Interpretation der Statusveränderungen 44
3.2 Hinweise zur Verwendung der Roten Liste der Gefässpflanzen 50
4 Empfehlungen für Massnahmen 54
4.1 Offene Gewässer und Quellen 55
4.2 Ufer von Still- und Fliessgewässern 57
4.3 Moore 59
4.4 Fels und Schutt 60
4.5 Trockenwiesen und -weiden der tieferen Lagen 61
4.6 Fettwiesen und -weiden der tieferen Lagen 63
4.7 Gebirgsrasen 64
4.8 Krautsäume und Staudenfluren 66
4.9 Gebüsche, Hecken und Waldränder 67
4.10 Wälder 69
4.11 Ruderalfluren 70
4.12 Äcker und Weinberge 71
Anhang 73
A1 Die Roten Listen der IUCN 73
A2 Vorgehen bei der Erstellung der Roten Liste 2016 85
A3 Liste aller beurteilten Taxa 95
A4 Nicht mehr beurteilte Taxa 166
A5 Dank 170
Literatur 175
Verzeichnisse 177

[ #wildnis ] Wildnis in Österreich?

Herausforderungen für Gesellschaft, Naturschutz und Naturraummanagement in Zeiten des Klimawandels

Ursprüngliche Natur, unberührte Wälder oder Grünräume frei von menschlichen Eingriffen sind in Österreich selten geworden. Österreichweit  gibt es derzeit nur ein einziges Wildnisgebiet bei Dürrenstein in Niederösterreich, womit  lediglich 0,03 Prozent der Staatsfläche als Wildnisgebiet ausgewiesen sind. Im Vorfeld der 3. Internationalen Wildnistage im Nationalpark Kalkalpen von 13.-15. September 2012 veröffentlichen der WWF und die Österreichischen Bundesforste (ÖBf) ihre jüngste gemeinsame Studie unter dem Titel „Wildnis in Österreich? Herausforderungen für Gesellschaft, Naturschutz und Naturraummanagement in Zeiten des Klimawandels“. Im Fokus stehen Österreichs Wildnisgebiete und ihre Bedeutung für unsere Gesellschaft. Basis der Studie ist eine Befragung unter ExpertInnen aus den Bereichen Forstwirtschaft, Forschung und Naturschutz.

Die Studie zeigt, dass Österreich großes Potenzial für Wildnisgebiete aufweist. Das Hauptpotenzial sehen die befragten ExpertInnen im Alpenraum, insbesondere in den Nördlichen Kalkalpen, in Tirol und im Hochschwabgebiet. Großes Potential erkennen die ExpertInnen aber auch bei den Wildnisentwicklungsgebieten, jenen Gebieten, von denen sich der Mensch mit jeglicher Nutzung zurückzieht und Natur wieder Natur sein darf. Genannt wurde hier der alpine Raum, aber auch Flusslandschaften und Auen wie die Donau-Auen bei Wien, sowie aus der Nutzung genommene Flächen wie  Truppenübungsplätze oder große zusammenhängende Naturflächen. Wildnis als Naturschutzkonzept gewinnt auf europäischer Ebene immer mehr an Bedeutung und wird in Zukunft auch in Österreich eine gewichtige Rolle spielen.

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Zusammenfassung 4
Summary  5
Vorwort 7
1 Einleitung 8
1.1 Was ist Wildnis?  8
1.2 Entwicklung der Wildnisidee in Nordamerika 8
1.3 Die kurze Geschichte der Wildnisidee in Europa  11
2 Material und Methoden  14
3 Ergebnisse und Diskussion 15
3.1 Wozu Wildnis?  15
3.2 Wildnis in Europa  19
3.2.1 Schutz und dauerhafte Sicherung von Wildnisgebieten  22
3.2.2 Sekundäre Wildnisgebiete – „Verwilderung“ –
Renaturierung ehemals genutzter Flächen  24
3.3 Wildnis in Österreich  26
3.3.1 Potenzialflächen für Wildnis in Österreich  29
3.4 Wildnis und Gesellschaft  31
3.5 Wildnis und Management 37
3.5.1 Neobiota in Wildnisgebieten  41
3.5.2 Umgang mit Naturgefahren, Tourismus und
„Schwammerl-Suchern“ 43
3.6 Wildnis und Klimawandel 45
3.7 Wildnis und Biodiversität 48
4 Ausblick  55
5 Literatur  57
6 Anhang 63
TeilnehmerInnenliste des Workshops im April 2011  63
Abbildungsverzeichnis 63
Verzeichnis der Textboxen 65

[ #vögel ] Rote Liste der Schweizer Brutvögel (2010)

Die Rote Liste Brutvögel wurde gemäss den Richtlinien der IUCN nach zehn Jahren von der berühmten Schweizerischen Vogelwarte Sempach revidiert. 

Sie ersetzt die 2001 erschienene Liste der gefährdeten Brutvogelarten der Schweiz (Keller et al. 2001), die ebenfalls bereits nach den Kriterien der IUCN erstellt wurde. Nach wie vor sind knapp 40 Prozent der Arten auf der Roten Liste aufgeführt.Die Zahl der potenziell gefährdeten Arten ist mit 16 Prozent gegenüber 12 Prozent gestiegen.

Ausgestorben. Zwar gibt es auch Positives zu vermelden: Dank des erfolgreichen Wiedereinbürgerungsprogramms konnte der Bartgeier von der Liste der ausgestorbenen Arten gestrichen werden. Doch mussten zwei Arten neu als in der Schweiz ausgestorben taxiert werden, nämlich Raubwürger und Orpheusgrasmücke.

Die neue Rote Liste zeigt den Handlungsbedarf deutlich auf. Die Förderungder Biodiversität muss in allen Politikbereichen stärkeres Gewicht erhalten, und es braucht zusätzliche Anstrengungen der zuständigen Stellen um die negative Entwicklung zu stoppen, damit die Bilanz bei der nächsten Revisionder Roten Liste der Brutvögel besser abschneidet.

Rote Listen versus Prioritäre Arten. Der Begriff der Roten Listen ist heute nicht nur bei Fachleuten, sondern auch in der Bevölkerung allgemein bekannt. Rote Listen sind Warnsignale für den Zustand der Natur und eines der Instrumente für die Beurteilung von Lebensräumen. Rote Listen können zudem auch verwendet werden, um den Erfolg von Schutzmassnahmen zu überprüfen. Wenn es gelingt, die Zahl der Arten auf der Roten Liste zu reduzieren, ist ein wichtiger Schritt zur nachhaltigen Entwicklung getan.

Statt kleinräumiger Roter Listen setzt sich in der Schweiz nun auch der Begriff "Prioritärer Arten" im Naturschutzgedanken immer häufiger durch. Denn es wäre wohl falsch, mit Schutzmassnahmen zuzuwarten, bis eine Art auf der Roten Liste steht, denn es ist grundsätzlich Aufgabe des Naturschutzes, zu verhindern, dass Arten erst auf die Rote Liste gesetzt werden müssen. Bei allen Arten mit rückläufigen Beständen muss damit frühzeitig abgeklärt werden, worauf der Rückgang zurückzuführen ist, damit ein Handlungsbedarf rechtzeitig erkannt wird. Massnahmen zum Schutz oder zur Förderung von Arten sind im Allgemeinen erfolgversprechender, wenn sie frühzeitig ergriffen werden,als wenn zugewartet wird, bis die Art auf der Roten Liste erscheint.

Für Artenförderungsprogramme stehen deshalb nicht nur die stark gefährdeten Arten im Vordergrund.

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Inhalt
Abstracts 5
Vorwort 7
Zusammenfassung 8
Summary 9
1 Einleitung 10
2 Empfehlungen 11
3 Ergebnisse: Einstufung der Arten 13
3.1 Übersicht 13
3.2 In der Schweiz ausgestorben (RE) 16
3.3 Vom Aussterben bedroht (CR) 17
3.4 Stark gefährdet (EN) 18
3.5 Verletzlich (VU) 19
3.6 Potenziell gefährdet (NT) 20
3.7 Nicht gefährdet (LC) 21
4 Artenliste mit Gefährdungskategorien 22
5 Interpretation und Diskussion der Roten Liste 30
5.1 Vergleich mit der vorherigen Roten Liste 30
5.1.1 Übersicht 30
5.1.2 Arten mit Veränderungen 33
5.2 Diskussion 36
Anhang 38
A1 Die Roten Listen der IUCN 38
A2 Vorgehen bei der Erstellung der Roten Liste der Brutvögel 2010 45
A3 Dank 52
Literatur 53

Sonntag, 26. Februar 2017

[ #nutzpflanzen ] Nordmann-Tanne

Die meisten Weihnachtsbäume sind türkischstämmig. Sie kommen zwar mit den Lastwagen aus dem Norden, die Samen werden hingegen aus dem Kaukasus dorthin geflogen.

Nomen est omen. Die heute beliebteste Weihnachtsbaumart ist die Nordmanntanne. Sie wird vorzugsweise im Norden angepflanzt, wo sie die idealen Boden und Klimaverhältnisse vorfindet. Aber nicht deshalb heißt sie so, obwohl Nordman umgangssprachlich für Wikinger steht und in Norwegen der Namen in seiner Verwendung etwa dem deutschen "Mustermann" entspricht.

Benannt ist sie nämlich nach dem finnischen Botaniker Alexander von Nordmann (1803-1866), der sie im Kaukasus "entdeckt" hat. Er untersuchte die Flora und die Fauna Südrusslands und des Balkans und ist der Erstbeschreiber zahlreicher Arten.

Die Nordmann-Tanne (Abies nordmanniana), standardsprachlich Nordmanntanne, auch Nordmanns Tanne und Kaukasus-Tanne genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Tannen (Abies) in der Familie der Kieferngewächse (Pinaceae). 
Originärer Waldbestand an
Nordmanntannen in der nördlichen
Türkei (Region Schwarzes Meer)

Weihnachtsbaum. Wie der Nikolaus kommt also auch unser liebster Weinachstbaum ebenfalls aus der Türkei. Der Tannenbaum kommt nämlich im westlichen Kaukasus und in der Nordosttürkei vor. Im West-Kaukasus ist er ein wichtiges Element der Bergwälder, alte Bäume können über 50 Meter hoch werden und wachsen zusammen mit der Kaukasus-Fichte (Picea orientalis) und der Orient-Buche (Fagus orientalis). Als Pfahlwurzer ist er ein stabilisierendes Element in den dortigen Mischwäldern. Aufgrund des vergleichsweise kleinen originären Verbreitungsgebietes hat die Nordmann-Tanne in ihrer Heimat keine große wirtschaftliche Bedeutung. Ihr Holz wird allenfalls zur Herstellung von Zellstoff und Papier verwendet. Auch bei uns wird sie forstlich so gut wie nicht genutzt. Gelegentlich kann man sie als Parkbaum finden.

Das Saatgut stammt also aus dem Kaukasus, dem Ursprungsgebiet der Nordmanntanne. Es wird mit dem Flugzeug eingeflogen und damit es schneller keimt wird ihm ein Winter vorgetäuscht. Das ist bei zehn Millionen Christbäumen welche Dänemark heute aus seinen Plantagen jährlich exportiert auch notwendig, denn der Baum braucht mindestens acht bis zehn Jahre bis er eine verkaufsreife Höhe erreicht. Es müssen daher die Setzlinge ein Dezenium vor dem Verkauf gesetzt und gepflegt und gezogen werden.

Fichte oder Tanne. Zwar spricht man in unserem Weihnachtsliedgut immer vom Tannenbaum, wiewohl der historische Weihnachtsbaum keine Tanne sondern eine Fichte ist. Fichten und Tannen lassen sich leicht unterscheiden, die Zapfen der Tannen stehen aufrecht und verlieren ihre Samenschuppen einzeln, sodass an den Bäumen die Spindel stehen bleibt. Fichten lassen hingegen ihre Zapfen als Ganzes abfallen, sodass es sich bei den "Tannenzapfen", die wir beim Wandern finden, immer um Zapfen der Fichten handelt. Die Weißtanne ist als selten gewordene Art nur noch wenig als Weihnachtsbaum verwendet.

Vielerorts - wohl von Konsumenten im urbanen Raum - wird die Nordmanntanne auch mit der Weißtanne verwechselt. Optisch ist die Nordmanntanne am dichten Nadelbild zu erkennen, das alle Zweige bis in die Spitzen umschließt. Auch der symmetrische Wuchs und die dunkelgrüne Farbe kennzeichnen diese Baumart. Dazu kann man ihn auch fühlen: Die weichen Nadeln stechen nicht.

Damit ist auch schon einer der wichtigsten Gründe dafür genannt, dass die Nordmantanne zum liebsten Christbaum geworden ist. Dazu kommen weitere Vorzüge: Der regelmäßige Wuchs, die dichte Verzweigung, die kräftigen und für den Weihnachtsschmuck tragfähigen Äste, aber vor allem der Umstand, dass er verhältnismäßig spät zu nadeln beginnt. Die modern und zentral beheizten Räume haben gerade deshalb die Fichte als den ursprünglichen Weihnachtsbaum verdrängt.

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[ #alpen ] Das Wasser der Alpen im Klimawandel

Die Alpenflüsse versorgen 170 Millionen Menschen mit Wasser. 

Der Klimawandel wird die Verfügbarkeit von Wasser in den Alpen und darüber hinaus massiv einschränken. Weniger Regen, zunehmende Trockenheit im Sommer und deutlich geringere Schneefälle im Winter sind nur einige der prognostizierten Folgen. Entsprechend werden die Ansprüche an die Nutzung der Ressource Wasser steigen, und die Konkurrenz zwischen den verschiedenen Nutzergruppen wird zunehmen.

Nur noch rund 10 Prozent der Fliessgewässer in den Alpen können als ökologisch intakt bezeichnet werden – sind also weder verschmutzt oder verbaut noch in ihrem Abflussgeschehen gestört. Die ökologische Qualität der Gewässer und ihrer Lebensräume muss deshalb verbessert und nicht weiter verschlechtert werden.

Wir dürfen nicht zulassen, dass unter dem Deckmantel des Klimaschutzes oder der Anpassung an den Klimawandel die letzten Flüsse verbaut oder durch übermässige Wasserentnahme belastet werden. Die EU-Wasserrahmenrichtlinie ist – gemeinsam mit weiteren auf den Naturerhalt ausgerichteten Gesetzen wie beispielsweise die Fauna Flora Habitat-Richtlinie oder die Vogelschutzrichtlinie – ein gutes Instrument für einen sorgsamen Umgang mit dem Wasser und für einen Erhalt und eine Verbesserung der Gewässerökosysteme.

CIPRA. Weil die Alpenländer im Umweltschutz zusammenarbeiten wollten, wurde am 5. Mai 1952 in Rottach-Egern am Tegernsee/D die Internationale Alpenschutzkommission CIPRA gegründet. Schon damals forderte die CIPRA einen internationalen Vertrag zur nachhaltigen Entwicklung in den Alpen. 1991 war es soweit: Die Alpenkonvention wurde unterzeichnet. Heute trägt die CIPRA wesentlich dazu bei, dass dieser internationale Vertrag nicht ein Papiertiger geblieben, sondern sein recht abstrakter Gedanke greifbar geworden ist.

Die CIPRA verbindet 60 Jahre nach ihrer Gründung Menschen, Projekte und Organisationen, Naturschutzorganisationen, Alpenvereine, Naturparks oder Initiativen für nachhaltigen Verkehr. über sprachliche, kulturelle, geografische und politische Grenzen hinweg.

Ein Hintergrundbericht.  CIPRA liefert Informationen und Good Practice Beispiele (Kostenloser Download).
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[ #geografie] Kostenloser Orthophoto Dienst von Geoimage Austria

Ein WMS Dienst ist ein genormter Datendienst, welcher Anwendern von Geo-/GIS- Softwareprogrammen den Zugriff auf Geodaten ermöglicht.

Die Land-, forst- und wasserwirtschaftliches Rechenzentrum GmbH (LFRZ) bietet einen öffentlich zugänglichen und kostenlos nutzbaren Orthophoto Darstellungsdienst (WMS) zur nicht kommerziellen Nutzung an. Die zugrunde liegenden Orthophotos wurden in den vergangenen Jahren im Rahmen der "Geoimage Austria(C)" Kooperationsgemeinschaft zwischen Bund und Ländernerstellt. Auf Bundesseite fungiert das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (Lebensministerium) als Stakeholder, welches das LFRZ mit der Gestaltung der Kooperationen mit den Landesregierungen beauftragt hat.

Ziel der Zusammenarbeit ist es, BürgerInnen, insbesondere NutzerInnen im Agrar- und Umweltbereich und der österreichischen Verwaltung qualitativ hochwertige Luftbilder zur Verfügung zu stellen. Das Lebensministerium und die Partner der Geoimage Austria(C) Gemeinschaft verstehen die kostenlose Öffnung des Dienstes als wichtigen Beitrag im Rahmen einer aktiven Geodatenpolitik und erwarten sich wichtige Impulse für eine effiziente Verwaltung, Förderung von Open Source Communities, sowie das Entstehen wertvoller Geodaten Folgeprodukte in den Zielgruppen.

Die Orthophotos bieten eine Bodenauflösung von 1 Meter, werden mit einem Wasserzeichen versehen dargestellt und sind bis zu einem Maßstab von 1:2500 abrufbar. Der Dienst wird vorerst für die Dauer von zwei Jahren zur Verfügung gestellt. Für professionelle AnwenderInnen wird ab sofort ein kommerzieller Orthophoto Dienst mit einer Bodenauflösung von 0,25 Metern, ohne Wasserzeichen und mit garantiertem Service Level angeboten. Alle Informationen zu Geoimage-Austria(C) sind unter www.geoimage.at abrufbar.

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[ #fledermaus ] Rote Liste Fledermäuse der Schweiz

In der Schweiz sind 30 Fledermausarten nachgewiesen. 

Von den 26 bewerteten Arten stehen 58 % (15 Arten) gemäss den von der IUCN vorgeschlagenen Kriterien auf der Roten Liste, und 27 % (7 Arten) sind potenziell gefährdet (NT). Das ist nicht ganz ohne Bedeutung für die hier in unserem Land lebenden Fledermausasarten.

Die Dachstöcke bewohnenden und in reich strukturierten Landschaften jagenden Fledermausarten sind am stärksten gefährdet. Die Gefährdung entsteht meist bei Gebäuderenovationen und Eingriffen in natürliche Lebensräume.

In der breiten Bevölkerung galten die Fledermäuse über Jahrhunderte hinweg als wenig beliebt, und entsprechend litten auch ihr Ansehen und ihre Wahrnehmung. In den letzten Jahrzehnten fand jedoch eine erfreuliche Kehrtwende statt. Die betroffenen Verwaltungen und Berufsgattungen wie auch die meisten Leute erkennen heute den Stellenwert dieser Arten als Bestandteil der Natur sowie ihre ökologische Bedeutung, aber auch ihre Anfälligkeit. Diese erhöhte Aufmerksamkeit und Rücksichtnahme ist dem Schutz der Arten förderlich.

Da sich die Fledermäuse mehrheitlich in nächster Nähe zum Menschen in den Gebäuden von Dörfern und Städten fortpflanzen, ist der verantwortungsvolle Umgang mit diesen Tieren entscheidend für ihr Überleben.

[ #natur #freunde #umwelt ]


Samstag, 25. Februar 2017

[ #gefährdete arten] Schweizer Rote Liste Weichtiere

Eine aktuelle Publikation (2012) zu den gefährdeten Arten unter den Weichtieren in der Schweiz als PDF-Download.

In der Schweiz werden 101 (41 Prozent) der 249 bewerteten Weichtierarten gemäss den IUCN-Kriterien als gefährdet eingestuft. Arten, welche in der Schweiz gefährdet sind, dürfen wohl auch hier geschützt werden.

40 Arten (16 Prozent) werden als potenziell gefährdet geführt. Dabei gelten 40 Prozent der 181 Landschnecken sowie 43 Prozent der 68 Wasserschnecken und Muscheln als bedroht. Am stärksten betroffen sind Arten der Feuchtgebiete sowie der Quellen, der Trockenwiesen und der Übergangsgebiete. Für das Überleben mehrerer der vom Aussterben bedrohten oder der stark bedrohten Arten trägt die Schweiz eine grosse Verantwortung, da sie lokalendemisch in der Schweiz vorkommen.

Die vorliegende revidierte Rote Liste der Weichtiere ersetzt die Erstausgabe (Turner et al. in Duelli 1994). Sie kann als PDF-Datei heruntergeladen werden.

[ #natur #freunde #umwelt ]


Ein schneller Blick auf den Inhalt der Publikation vor dem Download?

Abstracts 5
Vorwort 7
Zusammenfassung 8

1 Einleitung 9

2 Empfehlungen für Massnahmen 11
2.1 Gewässer 12
2.2 Feuchtgebiete und Nasswiesen 18
2.3 Fels, Schutt, Geröll, Gruben 19
2.4 Wiesen, Weiden 21
2.5 Wälder 24
2.6 Bauten und Ruderalflächen 26
2.7 Empfehlung für mehr Forschung 28

3 Synthese: Zustand der Weichtiere 29
3.1 Gefährdung der Landschnecken und
Wasserschnecken und Muscheln (Weichtiere) 29
3.2 Gefährdung nach Lebensraum 30

4 Artenlisten mit Gefährdungskategorien 44
4.1 Rote Liste der Landschnecken 45
4.2 Rote Liste der Wassermollusken 48

5 Einstufung der Landschnecken 50
5.1 Übersicht 50
5.2 In der Schweiz ausgestorben (RE) 51
5.3 Vom Aussterben bedroht (CR) 52
5.4 Stark gefährdet (EN) 60
5.5 Verletzlich (VU) 74
5.6 Potenziell gefährdet (NT) 86
5.7 Nicht gefährdet (LC) 92
5.8 Ungenügende Datengrundlage (DD) 93
5.9 Nicht beurteilt (NE) 97

6 Interpretation und Diskussion
der Roten Liste Landschnecken 100
6.1 Die Artengruppe in der Schweiz 100
6.2 Vergleich mit der Roten Liste von 1994 100
6.3 Mögliche Einflüsse des Klimawandels 103

7 Einstufung der Wassermollusken 105
7.1 Übersicht 105
7.2 In der Schweiz ausgestorben (RE) 106
7.3 Vom Aussterben bedroht (CR) 106
7.4 Stark gefährdet (EN) 108
7.5 Verletzlich (VU) 112
7.6 Potenziell gefährdet (NT) 115
7.7 Nicht gefährdet (LC) 116
7.8 Ungenügende Datengrundlage (DD) 117
7.9 Nicht beurteilt (NE) 118

8 Interpretation und Diskussion
der Roten Liste Wassermollusken 120
8.1 Die Artengruppe in der Schweiz 120
8.2 Vergleich mit der Roten Liste von 1994 120
8.3 Mögliche Einflüsse des Klimawandels 122

Anhang 124
A1 Nomenklatur und Taxonomie 124
A2 Vorgehen bei der Erstellung der Roten Liste
der Weichtiere 127
A3 Die Roten Listen der IUCN 135
A4 Dank 143

Literatur 145

Freitag, 24. Februar 2017

[ #naturbeobachtung ] Wasser:Lebens:Räume "Moore und Moorwälder"

Moore gehören zu den vielfältigsten Le­bensräumen Mitteleuropas. 

Verantwort­lich dafür ist das mannigfaltige Wechselspiel zwischen Wasser und Land. Im Verlauf von Jahrtausenden entstanden durch Verlan­dung, Versumpfung und Überflutung ganz unterschiedliche Moortypen.

An die speziellen Verhältnisse in solchen „amphibischen“ Lebensräumen sind nur wenige Lebewesen angepasst. Viele dieser Spezialisten kommen nur in Mooren vor und zählen heute aufgrund des Verschwindens der Feuchtlebensräume zu den gefährdeten Arten.

Für den Menschen waren Moore lange Zeit vor allem ein Hindernis. Auf den sumpfigen Stellen konnten keine Siedlun­gen angelegt werden und auch zur landwirtschaftlichen Nutzung waren Moore kaum geeignet. So wurden die „Sümpfe“ nach und nach trockengelegt – ein Eingriff in unsere Landschaft der bis in die Gegenwart nachwirkt.

Heute werden entwässerte Moore im Rahmen von Natur­schutzprojekten wieder vernässt. Nach erfolgreicher Revitalisierung sind sie wieder fähig, Kohlenstoff und Wasser in großen Mengen zu speichern und tragen dazu bei, Siedlungsräume vor Hochwasser zu schützen und und den Klima­wandel abzuschwächen.

[ #natur #freunde #umwelt ]⇒

Ein schneller Blick auf den Inhalt vor dem Download:
Moore und Moorwälder –
Verstehen, Erleben, Schützen 4
Moore
… verstehen  5
… erleben  10
… schützen  12

Moorwälder
… verstehen  15
… erleben  19
… schützen  20
Zu Gast in der Natur – Darauf gebe ich Acht! 22

[ #naturbeobachtung ] Wasser:Lebens:Räume - "Gletscher, Karst und Bergwälder"

Die  Publikation "Gletscher, Karst und Bergwälder – Verstehen, Erleben, Schützen" bietet spannend aufbereitete Informationen über heimische, von Wasser geprägte sensible Gebirgsökosysteme und motiviert zu einem nachhaltigen Naturerleben.

Positive Beispiele aus der Praxis zeigen, wie ein verantwortungsbewusster Aufenthalt in der Natur möglich ist und geben gleichzeitig Tipps, wie die Gebirgslebensräume – Gletscher, Karst und Bergwälder – erlebt und geschützt werden können.

Naturerleben spielt in Österreich dank seiner Vielfalt an naturnahen Landschaftsräumen eine große Rolle. Gerade Gewässerlebensräume üben eine besondere Anziehungskraft auf uns aus, wobei ein rücksichtsvoller Umgang mit der Natur in diesen sensiblen Gebieten besonders wichtig ist.

Ziel des Projekts Wasser: Wege ist es, über die Besonderheiten von Gewässern und wassernahen Lebensräumen mit ihrer Tier- und Pflanzenwelt aufmerksam zu machen und zu einem verantwortungsbewussten Freizeitverhalten anzuregen. Christian Baumgartner, Generalsekretär der Naturfreunde Internationale: „Im Blickpunkt des Projekts steht die Sensibilisierung von Öffentlichkeit und Politik für die Bedeutung von wassernahen Lebensräumen, deren Schutz und nachhaltige Nutzung. Die Vermittlung der Besonderheiten der charakteristischen Tier- und Pflanzenwelt stellt eine wichtige Voraussetzung für den Naturschutz dar, den die Naturfreunde gemeinsam mit den Bundesforsten im Rahmen des Projekts fördern.

Von eisigen Wasserwelten und farbenfrohen Käfern. Die Vermittlung von Besonderheiten der charakteristischen Tier- und Pflanzenwelt stellt eine wichtige Voraussetzung für den Naturschutz dar, den die Naturfreunde und die Bundesforste gemeinsam mit dem Projekt Wasser:Wege fördern. Die Publikation "Gletscher, Karst und Bergwälder – Verstehen, Erleben, Schützen" bietet spannend aufbereitete Informationen über heimische, von Wasser geprägte sensible Gebirgsökosysteme und motiviert zu einem nachhaltigen Naturerleben. Positive Beispiele aus der Praxis zeigen, wie ein verantwortungsbewusster Aufenthalt in der Natur möglich ist und geben gleichzeitig Tipps, wie die Gebirgslebensräume – Gletscher, Karst und Bergwälder – erlebt und geschützt werden können. Die Broschüre kann angefordert werden und steht hier unter "Link" zum kostenlosen Download online.

Die Broschüre kann angefordert werden und steht zum kostenlosen Download online.

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Gletscher, Karst und Bergwälder – Verstehen, Erleben, Schützen

Gletscher …
… verstehen 5
… erleben 6
… schützen 8
Karst …
… verstehen 10
… erleben 12
… schützen12
Bergwälder
… verstehen 14
… erleben 18
… schützen 19
Zu Gast in der Natur –
Darauf gebe ich Acht! 20

    [ #pflanzen ] Kleines Handbuch der Gemüsekunde

    Anbauhinweise, Inhaltsstoffe und deren Wirkung, Verarbeitung und Lagerung von Gemüse.

    Dieses kostenlose (und ausgedruckt auch handliche) eBook versucht, zu jeder Kultur auf "GemüseSelbstErnte-Flächen" eine Warenkunde zusammenzustellen. So findet man auf einen Blick alles zu einer Gemüseart: von Anbauhinweisen über Inhaltsstoffe des Gemüses und deren Wirkung bis hin zur Verarbeitung und Lagerung.
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    [ #natur #freunde #umwelt ]