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Europas Amphibien und Reptilien sind in Gefahr

In Europa sind ein Fünftel der Reptilien und fast ein Viertel der Amphibien vom Aussterben bedroht. Das haben jüngste Studien ergeben, die die Weltnaturschutzunion IUCN im Auftrag der Europäischen Kommission durchgeführt hat.

Diese Studien, die am Internationalen Tag der Artenvielfalt vorgelegt werden sollen, enthalten die ersten europäischen Roten Listen für Amphibien und Reptilien und lassen alarmierende Trends bei den Populationszahlen erkennen. Bei mehr als der Hälfte aller europäischen Amphibien (59 %) und bei 42 % der Reptilien gehen die Bestände zurück. Das bedeutet, dass Amphibien und Reptilien sogar noch stärker gefährdet sind als Säugetiere und Vögel in Europa. Bei 23 % der Amphibien und 21 % der Reptilien ist die Lage so ernst, dass sie in der europäischen Roten Liste als bedroht eingestuft sind. Der größte Druck auf diese zurückgehenden Arten wird durch die Zerstörung ihrer natürlichen Lebensräume durch den Menschen hervorgerufen. Dazu kommen Klimawandel, Umweltverschmutzung und invasive Arten.

Dr. Helen Temple, Mitautorin der Studie, erklärte: "Südeuropa hat besonders reichhaltige Amphibienbestände, doch Klimawandel und andere Bedrohungen üben einen enormen Druck auf ihre Süßwasserlebensräume aus. In ganz Europa werden die natürlichen Lebensräume durch wachsende Bevölkerungszahlen, die Intensivierung der Landwirtschaft, die Zersiedelung der Landschaft und die Umweltverschmutzung immer mehr eingeengt. Das sind schlechte Nachrichten für Amphibien und Reptilien."

Amphibien und Reptilien stärker gefährdet als Säugetiere!

In Europa sind 151 Reptilienarten und 85 Amphibienarten beheimatet, und viele dieser Arten gibt nirgendwo sonst auf der Welt. Sechs Reptilienarten, darunter die Teneriffa-Rieseneidechse ( Gallotia intermedia) und die Äolische Mauereidechse ( Podarcis raffonei), sind als "stark bedroht" eingestuft. Das bedeutet, dass ein äußerst hohes Risiko besteht, dass diese Art in der freien Wildbahn ausstirbt. Elf weitere sind als "bedroht" eingestuft (d. h. es besteht ein sehr hohes Risiko des Aussterbens in der freien Wildbahn) und zehn als "gefährdet" (hohes Risiko des Aussterbens in der freien Wildbahn).

Bei den Amphibien, einer Gruppe, die Frösche, Kröten, Salamander und Molche umfasst, sind zwei Arten als "stark bedroht" eingestuft: der Karpathos-Wasserfrosch ( Pelophylax cerigensis) und der Montseny-Gebirgsmolch ( Calotriton arnoldi), der einzige endemische Molch Spaniens. Fünf weitere, darunter die Apennin-Gelbbauchunke ( Bombina pachypus), sind als "bedroht" und elf als "gefährdet" eingestuft.

Die Amphibien- und Reptilienbestände sind sogar in noch schlechterem Zustand als andere Artengruppen: Bei Säugetieren sind 15 %, bei Vögeln 13 % bedroht. Es sind sicher noch mehr Gruppen in Gefahr, doch nur diese beiden Gruppen wurden nach den Leitlinien der IUCN für die regionale Rote Liste auf europäischer Ebene umfassend bewertet. Die europäischen Roten Listen werden von der IUCN aufgestellt. In ihnen sind die Arten je nach der Gefahr ihres Aussterbens als "stark bedroht", "bedroht" oder "gefährdet" eingestuft.


LINKs:
Die europäische Rote Liste

Regionalbüro Europa der IUCN
Die Website der EU- Kommission zum Thema Natur und Artenvielfalt
Amphibien und Reptilien in Vorarlberg
Lexikon bedrohter Pflanzen- und Tierarten

Online-Nachschlagewerk: Die bunte Welt der Alpenblumen


Edelweiß, Enzian, Alpenrose, Arnika ... Frühling und Sommer in den Bergen erleben, den Duft der Bergblumen, die herrliche Natur der Alpen ...

Die bunte Welt der Alpenblumen“ erlaubt die Bestimmung der Alpenblumen nach Blütenmonat und Blütenfarbe und erklärt anhand von Skizzen wichtige Begriffe. Interaktiv werden die natürlichen Höhenstufen gezeigt. In einem Spiel können die Namen der Alpenblumen erlernt werden. Als Besonderheit gibt es für (fast) jede Blume eine kleine Geschichte über Kultur, Natur, Mystik, Biologie usw. erzählt. Die schönen Blumenbilder können für Privatzwecke heruntergeladen werden.

Die Website soll die Augen auf den Wanderungen durch die Natur- und Kulturlandschaft der Alpentäler öffnen und die Artenvielfalt und Farbenpracht, die auf naturbelassenen und landwirtschaftlich nicht intensiv genutzten Wiesen und Flächen bis hinauf ins Hochgebirge zu finden ist zeigen.

LINKs:
Die bunte Welt der Alpenblumen

Die EU-Vogelschutzrichtlinie


Die Vogelschutzrichtlinie ist die älteste (am 2. April 2009 wird sie 30 Jahre alt!) und eine der wichtigsten Naturschutzvorschriften in der Europäischen Union und bietet einen umfassenden Schutz für alle in der Gemeinschaft natürlich vorkommenden wildlebenden Vogelarten. Sie war eine Reaktion auf die wachsende Sorge über die abnehmenden Vogelpopulationen in Europa, welche auf Umweltverschmutzung und das Wegfallen von Lebensräumen sowie auf nicht nachhaltige Aktivitäten zurückgeht. Darüber hinaus verdankt die Richtlinie ihre Entstehung der Tatsache, dass die wildlebenden Vögel, von denen viele Zugvögel sind, ein gemeinsames Erbe der Mitgliedstaaten darstellen und deren effektiver Schutz eine internationale Zusammenarbeit erfordert.

LINK:
EU-Vogelschutzrichtlinie, deutsch, pdf, 103 S., 25.7.2008

Silvretta-Gletscher machte 2007 weiter auf schlank: Wieder um 1,3 Meter dünner!


Weltweit schmelzen die Gletscher in hohem Tempo weiter. Wie die neuesten Zahlen des World Glacier Monitoring Service an der Universität Zürich für das Jahr 2007 zeigen, ist die Eisdicke der Gletscher um durchschnittlich 67 Zentimeter Wasseräquivalent (w.e.) dünner geworden. In den Alpen haben einzelne Gletscher bis 2.5 Meter w.e. an Dicke verloren. Der Silvretta-Gletscher schmilzt dahin: 2006 ist er um 1273 mm auch 2007 um weitere 1254 mm dünner geworden.

Gletscherlehrpfad macht den Klimawandel erlebbar. Die Folgen der Klimaerwärmung, Rückgang der langfristigen Wasserreserven - Massenverlust des Gletschers, Auftauen des Permafrostes usw. sind im Gelände sicht- und erlebbar und auf den Informationstafeln thematisiert. Die Betrachter erhalten Denkanstösse was sie persönlich zur Reduktion von klimabelastenden Schadstoffen beitragen können. Glaziologie, Alpinismus, Gefahren der Gletscher, Nutzung der Landschaft, alte Saumwege etc. sind weitere Themen der Infotafeln. Die Tafeln sind auf dem rund 4 Kilometer langen Rundweg so verteilt und an Felsblöcke montiert, dass sie nicht stören oder dominant auf die Umgebung wirken. Ein Rundgang auf dem Gletscherlehrpfad, ein einfach begehbarer Bergweg, dauert von der Silvrettahütte aus rund 2 Stunden. Für den Aufstieg von der ab Klosters mit dem Taxi erreichbaren Alp Sardasca zur Silvrettahütte (2341 m) rechnet man ebenfalls mit einer Wanderzeit von 2 Stunden.

Glaziologie. Die neusten, noch vorläufigen Daten von insgesamt mehr als 80 Gletschern bestätigen den globalen Trend der Eisschmelze seit 1980. In diesem Zeitraum haben die Gletscher mit Langzeitmessreihen (30 Gletscher in 9 Gebirgsregionen) durchschnittlich mehr als 11 Meter w.e. an Dicke verloren. Zwischen 1980 und 1999 ist deren Eis durchschnittlich um knapp 30 Zentimeter w.e. pro Jahr geschmolzen. Seit 2000 ist dieser Wert auf rund 70 Zentimeter w.e. pro Jahr angestiegen.

Michael Zemp, Glaziologe und Mitarbeiter des WGMS, erklärt: "Der durchschnittliche Eisverlust im Jahr 2007 war nicht so extrem wie im Jahr 2006, aber es gibt grosse Unterschiede zwischen den Berggebieten. Gletscher in den europäischen Alpen haben bis zu 2.5 Meter Wasseräquivalent Eis verloren, während die Eisdicke von maritimen Gletschern in Skandinavien um einen Meter zugenommen hat. Trotzdem ist 2007 jetzt das sechste Jahr dieses Jahrhunderts, in dem der durchschnittliche Eisverlust der Gletscher mit langen Messreihen einen halben Meter übersteigt. Damit hat sich die Schmelzrate der 1980er- und 1990er-Jahren mehr als verdoppelt."


Für das Beobachtungsjahr 2007 wurden in den europäischen Alpen dramatische Eisverluste registriert so zum Beispiel am Hintereisferner (-1.8 Meter w.e.) oder Sonnblickkess (-2.2 Meter w.e.) in Österreich, am Sarennes (-2.5 Meter w.e.) in Frankreich oder Carèser (-2.8 Meter w.e.) in Italien. Auch in der Schweiz wurden Eisverluste von mehr als einem Meter gemeldet, so am Silvretta (-1.3 Meter w.e.) und am Gries (-1.7 Meter w.e.). In Norwegen konnten einige küstennahe Gletscher Eis zulegen so z.B. der Nigardsbreen (+1.0 Meter w.e.) oder der Ålfotbreen (+1.3 Meter w.e.) während die Inland-Gletscher wie der Hellstugubreen oder Gråsubreen weiter schmolzen (beide -0.7 Meter w.e.).


LINKs:

Preliminary mass balance data for 2006 and 2007

Silvrettagletscher - Wikipedia
Silvretta-Hütte der Naturfreunde Vorarlberg
Silvrettahütte SAC (CH)

Flottenversuch: Elektrisches Landrad


Symbolbild Aldi-Pedelec um 699 €

Die Vorarlberger Radverkehrsstrategie wird derzeit noch ausgearbeitet und im Mai 2009 soll das Projekt präsentiert werden. Nach dem Verkehrskonzept 2006 sollte der Radverkehrsanteil gesteigert werden, und zwar von 14 auf 17% (vom Modal Split). Dazu sei aber eine Steigerung um 21 Prozent der Wege, die mit Fahrrad zurückgelegt werden können, notwendig sein. Der Fokus richtet sich im Verkehrskonzept naturgemäß auf den Alltagsradverkehr. Im Freizeitverkehr sieht man das Fahrrad bereits gut etabliert.

Kairos - ein gemeinnütziges wissenschaftliches Institut das auf Wirkungsforschung und Entwicklung spezialisiert ist, will dazu in einem Flottenversuch mit 500 elektrisch unterstützten Fahrrädern untersuchen, welches Potential diese Fahrzeuge dafür haben.

Eine eigene, limitierte Edition eines elektrisch unterstützten Fahrrads soll im Laufe des Jahres 2009 gemeinsam mit 20 Vorarlberger Fahrradfachhändlern Privatpersonen und auch Großkunden zu einem "attraktiven Preis" (1250 Euro heißt es) angeboten werden. Im Gegenzug verpflichten sich die Kunden dazu, für eine Datenerhebung in den Jahren 2009 und 2010 zur Verfügung zu stehen. Damit sollen aussagekräfte Daten gewonnen werden, wie gut sich elektrisch unterstützte Fahrräder eignen, einen Beitrag zum Ziel des Verkehrskonzeptes zu leisten.

LINKs:
Kairos - Projekt Landrad
Erste Präsentation der Radverkehrsstrategie
Pedelec – Wikipedia

EISVOGEL - Der Vogel des Jahres 2009


Der deutsche Naturschutzbund (NABU) und der Landesbund für Vogelschutz (LBV) haben den Eisvogel zum „Vogel des Jahres 2009” gekürt. Der Eisvogel war bereits 1973 Jahresvogel. „Die Entscheidung, den Eisvogel nach 36 Jahren erneut zum Symboltier für das Jahr 2009 zu wählen, ist bewusst gefallen. Die damaligen Forderungen haben nicht an Aktualität verloren: Der Eisvogel braucht sauberes Wasser, naturnahe Bäche, Flüsse und Seen sowie artenreiche Talauen. Nur dort findet er seine Nahrung, überwiegend Kleinfische, und natürliche Steilwände für die Anlage seiner Brutröhren.

Als der Eisvogel 1973 zum ersten Mal Vogel des Jahres war, waren seine Bestände und Brutplätze wegen wasserbaulicher Maßnahmen, wachsender Wasserverschmutzung sowie Störungen durch Erholungssuchende stark zurückgegangen. Durch wirkungsvolle Abwasserreinigung hat sich die Qualität unserer Gewässer inzwischen erheblich verbessert.

Auch die EU-Wasserrahmenrichtlinie setzte neue Impulse für den Gewässerschutz. Der Abwärtstrend des Eisvogels konnte so zwar gestoppt werden, jedoch hat sich der Bestand lediglich auf einem niedrigen Niveau stabilisiert. Heute gibt es in ganz Deutschland etwa 5.600 bis 8.000 Brutpaare.

Doch ist der Eisvogel nirgends häufig. Denn wo Bäche und Flüsse in ein Korsett aus Stein und Beton gezwängt worden sind und Stauwehre wandernden Fischarten den Weg versperren, findet der Eisvogel weder genügend Nahrung noch ausreichend Brutmöglichkeiten. Das Umweltbundesamt stuft derzeit nur zehn Prozent der deutschen Fließgewässer als naturnah ein. Trotz mancher Verbesserungen zählt die naturnahe Umgestaltung vieler Gewässer daher zu den vorrangigen Aufgaben des Natur- und Umweltschutzes. Eine Gewässerpolitik für naturnahe Flüsse, die dem Eisvogel nützt, ist auch ein wirkungsvoller Hochwasserschutz und kommt der Natur und den Menschen, die an Flüssen leben, zugute.

Österreich: Gefährdung und Schutz (inkl. Rote-Liste Status). Der Eisvogel gilt nach der Roten Liste gefährdeter Tiere Österreichs (2005) als gefährdet. Nach starken Rückgängen durch Flussregulierungen ist die Bestandssituation derzeit offenbar recht stabil, auf allerdings niedrigem Niveau. Der Eisvogel ist weiterhin durch die Vernichtung seines Lebensraums bedrängt: Es gibt kaum noch unverbaute Flüsse und auch Bäche wurden in der Vergangenheit begradigt und in Betonbetten verlegt, Uferbewuchs wurde gerodet, Tümpel zugeschüttet und Feuchtgebiete trocken gelegt.

Der Vogel, der wegen seiner Schönheit und Farbenpracht gern als „fliegender Edelstein“ bezeichnet wird, steht für lebendige Flüsse und Auen. Woher der Name des spatzengroßen Eisvogels stammt, ist strittig. Manche leiten ihn vom althochdeutschen „eisan“ für „schillern“ oder „glänzen“ ab. Die Bezeichnung „Schillervogel“ passt zum flirrenden Farbenspiel.

LINKs:
Geschützte Vögel - Eisvogel (Info Salzburger Landesregierung)
Mehr zum Vogel des Jahres 2009
NABU - Podcast: Der Vogel des Jahres 2009

Medienpraktikum bei Umweltworkcamps

Im Rahmen der Umweltworkcamps werden seit 2006 Medienpraktika (Pressearbeit und Dokumentation) für junge Menschen im Alter von 18 bis 30 Jahren ausgeschrieben und durchgeführt.


Aktuell: Beim Internationalen Umweltworkcamp Bangs-Matschels von 18. - 24. Juli 2009 sind 2 Plätze für die Absolvierung des Medienpraktikums "PULS" vorhanden.
P.U.L.S. (Praxis. Umwelt. Leben. Sommer.) ist ein Praktikum bei einem Umweltworkcamp der Naturfreundejugend Österreich in Zusammenarbeit mit dem FORUM Umweltbildung und der Alpenvereinsjugend Österreich.



Internationale Umweltworkcamps der Naturfreundejugend 2009

Auch im kommenden Sommer veranstaltet die Naturfreundejugend wieder Umweltworkcamps.
Mitmachen können Jugendliche von 16 bis 30 Jahren, die gerne in der Natur
arbeiten, aktiv zum Umweltschutz beitragen und dabei neue Kontakte knüpfen
wollen.

Umweltworkcamp in Oberösterreich: Dachsteincamp
(Wiesberghaus)
Im Welterbegebiet Dachstein widmen wir uns auch diesen Sommer
wieder der Pflege und dem Ausbau der alpinen Infrastruktur. Schwerpunkt ist der
„Natura-Trail“: Hier müssen bestehende Wanderwege saniert und neu markiert
werden. Das alpine Ausbildungszentrum „Wiesberghaus“ dient dabei als Stützpunkt.
Als Freizeitgestaltung wird den TeilnehmerInnen Wandern, Klettern und
Naturkundliches angeboten.

Termin: 2009
Ort: Wiesberghaus, Dachstein
Information und Anmeldung: Naturfreundejugend OÖ, Siegfried Lehner,
0732/667410, naturfreunde.oeko@aon.at

Umweltworkcamp in Vorarlberg:
Erhaltung der Artenvielfalt (Bangs-Matschels)
Im Natura 2000 Gebiet
Bangs-Matschels stehen folgende Aktivitäten auf dem Programm: Laichplätze
schaffen für Gelbbauchunken, Hirschkäferlarven ansiedeln, Jäten der
Spießbachmündung und der Illmündung, Neophyten entfernen, naturkundliche
Exkursion mit Georg Willi, Treffen mit den Landwirten und Waldbesitzern,
Gespräche über die extensive Bewirtschaftung zur Erhaltung der Artenvielfalt …
Da ein geplantes Flusskraftwerk den Wasserhaushalt beeinflussen könnte, richten
wir besondere Aufmerksamkeit auf dieses Gebiet.

Termin: 18.-24. Juli
2009
Ort: Zeltlagerplatz beim Witzicamp
Information und Anmeldung:
Naturfreundejugend Vorarlberg, Doris Märk, 0664/3528431, doris.maerk@aon.at

Umweltworkcamp in Tirol: Wasserkraft und Steinschlag-Schutz
(Voldertalhütte)
Mit diesem Umweltworkcamp unterstützen wir die Ortsgruppe
Hall und die Hüttenpächter der Voldertalhütte bei Instandsetzungsarbeiten. Um
verstärkt erneuerbare Energieformen nutzen zu können, wollen wir das bestehende
Klein-Wasserkraftwerk sanieren. Du kannst dich einbringen beim Reinigen des
Wassersammelbehälters und bei Grabarbeiten für die elektrische Leitung zur
Kraftwerk-Hütte. Ein weiteres Ziel ist der Ausbau des
Gefahrensituations-Managements mit dem Sachverständigen des Landes Tirol. Unser
aktiver Beitrag sind Vorarbeiten für einen Steinschlag-Schutzzaun und präventive
forstliche Maßnahmen. Belohnt wird unser Fleiß mit Ausflügen in der
unmittelbaren Umgebung: Wir erkunden das Voldertal, das gerne als das „Kanada
Tirols“ bezeichnet wird.

Termin: 19.-24. Juli 2009
Ort:
Vordertalhütte
Information und Anmeldung: Naturfreundejugend Tirol,
Hanspeter Gärntner, 0512/584144-3, hanspeter.gaertner@naturfreunde.at

Umweltworkcamp in Wien: Rundwanderweg Lainzer Tiergarten
Ein Teilstück des Rundweges um den Lainzer Tiergarten soll innerhalb der
Projektwoche saniert werden, um ihn wieder attraktiv für wanderfreudige
BesucherInnen zu machen.

Termin: 2009
Ort: Lainzer Tiergarten, Wien
13
Information und Anmeldung: Naturfreundejugend Wien, Lea Riedl,
0664/8779914,
lea.riedl@naturfreundejugend.at

Information und Anmeldung: Naturfreundejugend Österreich Stadtplatz 55, 4600 Wels, Tel. 07242/30910 jugend@naturfreunde.at, www.naturfreundejugend.at



MEDIENPRAKTIKUM "P.U.L.S."

P.U.L.S. – Praxis. Umwelt. Leben. Sommer. – ein Praktikum bei Umweltworkcamps der Naturfreundejugend Österreich in Zusammenarbeit mit dem FORUM Umweltbildung und der Alpenvereinsjugend Österreich.

Zertifiziert durch das Lebensministerium. Im Rahmen eines Umweltworkcamps, das je eine Woche dauert, können Jugendliche im Alter von 17 bis 30 Jahren ein P.U.L.S.-Praktikum absolvieren. Die TeilnehmerInnen wählen zwischen zwei Praktikumsbereichen: Pressearbeit oder Erstellen einer Dokumentation. Aufgabe der P.U.L.S.-PraktikantInnen ist es, ihr Umweltworkcamp für die regionalen Medien aufzubereiten bzw. eine Dokumentation in Text und Bild (gedruckt oder digital) anzufertigen. Die Jugendlichen, die bei P.U.L.S. mitmachen wollen, werden bei einem Starterworkshop auf ihre Aufgabe vorbereitet und durch eigene Coaches betreut. Vor Ort arbeiten die P.U.L.S.-PraktikantInnen am Umweltworkcamp mit und sind zusätzlich für die Medienarbeit verantwortlich.

Schwerpunkte. Das Praktikum umfasst folgende Schwerpunkte:

• zweitägiger Starterworkshop zur Erarbeitung von Grundlagen des
Projektmanagements, der Öffentlichkeitsarbeit und Projektdokumentation
• Konzeption und Vorbereitung der Pressearbeit bzw. Dokumentation für ein
einwöchiges Umweltworkcamp
• aktive Mitarbeit am Umweltworkcamp und
Absolvierung der zusätzlichen Praxisaufgabe (Pressearbeit bzw. Dokumentation):
Recherche bei den Camp-Verantwortlichen und TeilnehmerInnen, Erstellen von
Pressetexten und Bildmaterial, Kontaktierung und Betreuung von JournalistInnen
• Dokumentation und Reflexion des Praktikums durch Führen eines
Projekttagebuches und Erstellen einer Pressedokumentation
• Teilnahme an der
halbtägigen Abschlussveranstaltung, Zertifikat-Vergabe

Termine
Starterworkshop I 18./19. April 2009 in Obernberg am Brenner
Starterworkshop II 16./17. Mai 2009 in Salzburg
Starterworkshop III 6./7. Juni 2009 in St. Pölten
Abschlussworkshop: 10. Oktober 2009 in Salzburg

Vorteile für die TeilnehmerInnen
Jugendliche, die sich an P.U.L.S. beteiligen und die Anforderungen (Teilnahme am Starterworkshop, Praktikum, Dokumentation, Teilnahme am Abschlussworkshop) erfüllen, erhalten ein Zertifikat, das vom Umweltminister unterzeichnet ist. Dieses anerkannte Zertifikat kann den TeilnehmerInnen am weiteren Berufs- und Bildungsweg wertvolle Dienste leisten.

Kosten
Die Kosten für Coaching, Ausbildung, Unterkunft und Verpflegung übernimmt der Verein. Die TeilnehmerInnen und PraktikantInnen an Umweltworkcamps bekommen kein Entgelt und haben bei freier Kost und Logis lediglich die Kosten für die An- und Abreise selbst zu tragen. Materialkosten werden gegen Vorlage der Belege ersetzt.

Information und Anmeldung:
Naturfreundejugend Österreich
Stadtplatz 55, 4600 Wels, Tel. 07242/30910
jugend@naturfreunde.at, www.naturfreundejugend.at

Ohne Wasser geht nichts!

Im Internet finden sich immer wieder tolle kostenlose Angebote zur Umweltbeobachtung. Hier: multimediale Materialien zum Thema Wasser: Wasserverbrauch - Wasser sparen - Grundwasser - Quellen - Wasserkreislauf - Wasser reinigen (Experimente) - Wasserverschmutzung - Kläranlage - Arbeitsblätter für Schule, Freizeit und Umweltforscher-

Wasserverbrauch schätzen
Schätze deinen täglichen Wasserverbrauch. Anhand sieben typischer Situationen sollen die Kinder den Wasserverbrauch im Haushalt schätzen. Das Programm bewertet die Schätzung und zeigt anschließend die tatsächlichen Werte an. Wer schätzt am besten?

Wasser sparen
Die Schätzaufgabe macht klar: Unser Wasserverbrauch ist enorm. In Gruppen überlegen die Kinder, wie man Wasser einsparen könnte. Sie vergleichen ihre Vorschläge mit den vom Programm gemachten Vorschlägen.

Grundwasser
Eine Animation macht deutlich, wie Grundwasser entsteht.

Grundwasser - Test
Beim "Grundwasser-Test" kann man zeigen, ob man den Vorgang der Grundwasserbildung verstanden hat.

Quellen
Eine Animation zeigt, wie Quellen entstehen.

Texte verfassen
Anhand einer Grafik soll die Entstehung von Grundwasser beschrieben werden. Wer Hilfe braucht, kann sich Stichwörter anzeigen lassen. Das Arbeitsergebnis wird samt Grafik anschließend als Arbeitsblatt für den Sachunterrichtsordner ausgedruckt.

Wasserverschmutzung
Grundwasser und Quellwasser müssten eigentlich von Natur aus sauber sein. Warum das nicht immer so ist, wird an Beispielen gezeigt.

Wasser reinigen
Die Kinder der Klasse 3b der Grundschule Weißbach zeigen, wie man verschmutztes Wasser reinigen kann.

Kläranlage
Wie funktioniert eine Kläranlage? Die Kinder der Klasse 3b der Grundschule Weißbach haben eine Kläranlage besucht und erklären die einzelnen Stationen.

Link:
Ohne Wasser geht nichts!

Petition zur Erfassung der Retentionsflächen des Alpenrheins

Vorarlbergs Naturfreundejugend hat am 24. September 2008 eine Petition beim Vorarlberger Landtag eingebracht. Mit ihr wird ersucht die Retentionsflächen des Alpenrheins durch einen Staatsvertrag mit der Schweiz zu sichern. Nun ist eine Stellungnahme des Landeshauptmannes dazu eingegangen, in der dieser "zusammenfassend feststellt", dass "derzeit alle notwendigen Vorabklärungen im Gange" seien, um einen "um einen nachhaltigen Hochwasscherschutz im Rheintal auch für zukünftige Generationen sicherzustellen".





P e t i t i o n


Naturfreundejugend Vorarlberg
Anton-Schneider-Strasse 19
6900 Bregenz
Vorarlberger Landtag
z. h. Herrn Landtagspräsident Gebhard Halder
Landhaus
6901 Bregenz


24. September 2008



Petition zur Erfassung der Retentionsflächen des Alpenrheins

Sehr geehrter Herr Landtagspräsident Gebhard Halder!
Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete des Voralberger Landtags!

Die Naturfreundejugend Vorarlberg möchte hiermit auf den unzureichenden Hochwasserschutz im Zusammenhang mit dem Alpenrhein aufmerksam machen. Durch die Folgen des Klimawandels und den Schlickablagerungen in der Rheinrinne sehen wir den Alpenrhein als eine Gefahr für die Bevölkerung des Rheintals. Da die Erfassung der Retentionsflächen des Alpenrheins erst bis 2012 optimiert werden soll, müssen wir leider feststellen, dass derzeit die Problematik eines Hochwassers völlig unterschätzt wird. Bis 2012 werden viele Gebiete, die als Retentionsflächen freigehalten werden müssen, um die Bevölkerung vor Hochwasser zu schützen, mit gewerblichen Bauten, landwirtschaftlichen Gebäuden und Wohnhäusern verbaut sein.

Da für den Hochwasserschutz des Rheintals eine Neuauflage des Staatvertrages von 1954 zwischen Österreich, der Schweiz und Liechtenstein unumgänglich ist, bitten wir Sie, diesen neuen Staatsvertrag auf Bundesebene als oberste Priorität anzustreben und die Erfassung der Retentionsflächen des Alpenrheins baldmöglichst in Auftrag zu geben, damit in diesen Gebieten keine weiteren Bauwerke entstehen können. Das Hochwasser des Alpenrheins wird seinen Weg suchen, es liegt in ihrer Hand, den Schutz der Bevölkerung zu gewährleisten.


Mit freundlichen Grüßen!

Doris Märk
Naturfreundejugend Vorarlberg


LINK:

Antwort von Präsident Halder und Landeshauptmann Sausgruber, pdf.,


Der Alpenrhein in Daten
Rhein von den Zusammenflüssen von Vorder- und Hinterrhein bis zur Mündung in den Bodensee.

* Länge: 90 Kilometer
* Alter: rund 4.000 Jahre
* Größte Breite: 250 Meter
* Niedrigwasser: 40 m3/Sekunde
* Hochwasser: 3.100 m3/Sekunde
* mittlere Wassermenge: 242 m3/Sekunde
* Einzugsgebiet: 6.119 Quadratkilometer
* Fließgeschwindigkeit: 1-5 m/Sekunde
* Gefälle: 1 bis 2 Promille
* Jahresabflussmenge: 7,6 Milliarden Kubikmeter
* Größter „Wildbach“ Europas
* Anrainer: Schweiz (St. Gallen, Graubünden), Liechtenstein, Österreich (Vorarlberg)

Schmetterling des Jahres 2009


Das Tagpfauenauge ist Schmetterling des Jahres 2009. Der Schmetterling des Jahres wird seit 2003 gekürt. Die Wahl der Naturschutzstiftung des nordrhein-westfälischen BUND-Landesverbandes und des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) fiel auf diese Falterart, weil anhand seines Beispiels die Folgen des Klimawandels sichtbar werden. Denn das Tagpfauenauge bildet wegen der Klimaerwärmung inzwischen regelmäßig eine zweite Generation im Spätsommer aus. Früher kam dies in Deutschland nur in den wärmsten Regionen oder in sehr lang andauernden Sommern vor.

Die Falter überwintern als ausgewachsene Schmetterlinge und sind daher auch im Winter auf Dachböden oder in Kellern zu finden. Schon ab März saugen sie an warmen Tagen Nektar an Weidenkätzchen, Seidelbast oder Huflattich. Ihre Raupen ernähren sich von Brennnesseln. Die Schmetterlinge schlüpfen ab Juli und saugen meistens Nektar an violett blühenden Pflanzen, vor allem an Disteln. In Hausgärten findet man sie gemeinsam mit anderen Faltern häufig am Sommerflieder Buddleja, der deshalb auch „Schmetterlingsstrauch“ genannt wird. Die zweite Generation schlüpft von Spätsommer bis Herbst.

Die großen Augenflecken, die dem Pfauenauge seinen Namen geben, nutzt der Schmetterling als Schutz gegen Fressfeinde. Bei Gefahr klappt er die Flügel ruckartig auseinander und zeigt seine Flügeloberseiten. Dem Fressfeind wird so vorgegaukelt, ein großes Tier blicke ihn an. Im Ruhezustand klappt der Schmetterling seine Flügel zusammen und sieht dann aus wie ein trockenes Blatt.

Pfauenaugen gehören zu den häufigsten Tagschmetterlingen in Deutschland und sind mit Ausnahme des hohen Nordens in ganz Europa und Asien beheimatet. Schmetterlingsliebhaber sollten deshalb in ihrem Garten immer einige Brennnesseln stehen lassen – eine wichtige Futterpflanze auch für viele andere Falter.

LINK:
Tagfalter Klima-Atlas: Zukunft der Schmetterlinge in Österreich