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Dienstag, 15. August 2023

[ #biologie ] Historisches zu "Pilze in Vorarlberg"



The New York Botanical Garden (New York, NY) - Mitglied der Biodiversity Heritage Library hat das Werk "Die Pilze (Fungi) von Tirol, Vorarlberg und Liechtenstein (1905)" - Magnus, P. (Paul), 1844-1914 in ihrem Bestand und ist dieses Biodiversity-Dokument von ihr digitalisiert worden. 

Das Werk ist online lesbar und kostenlos zum Herunterladen.
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[ #pflanzenwelt ] Auwälder in Vorarlberg

 


Auwälder zählen zu den artenreichsten Lebensräumen im Mitteleuropa. 

In Vorarlberg nehmen die verbliebenen Auwaldfragmente noch ca. 2500 ha ein. Es gibt hier zwar keine spektakulären großen Augebiete wie in anderen Ländern, und nur an wenigen Stellen gibt es noch Überflutungen in natürlicher Dynamik. Dennoch sind diese Lebensräume sehr wertvoll; artenreich und attraktiv.
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Donnerstag, 10. August 2023

[ #fische ] Vorarlberger Fisch vor dem Aussterben: Die Nase (Chondrostoma nasus)

Die in Vorarlberg einst häufige Fischart Chondrostoma nasus steht hier vor dem Aussterben. 

Noch vor ein paar Jahrzehnten war die Nase eine der dominierenden Fischarten in unseren Flüssen. Zu den angestammten Lebensräumen gehörte auch der Alpenrhein. Heute ist die Nase eine Rarität und steht in unmittelbarer Gefahr in Vorarlberg auszusterben.
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Mittwoch, 26. Juli 2023

[ #vorarlberg ] St. Christoph am Arlberg: Die Mär von der Bruderschaft


Die Geschichte von Hospiz und Taverne, Kapelle und Bruderschaft, von Brücken, Wegen und Straßen, Säumern, Wirten und anderen Menschen an einem Alpenpass (Ende des 14. bis Mitte des 17. Jahrhunderts) als kostenloses eBook.

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Mittwoch, 14. Juni 2023

[ #tierwelt ] Fledermäuse und deren Vorkommen in Vorarlberg


Online-Materialien zu Fledermäusen und Vorkommen in Vorarlberg.

Die frühesten Berichte über Vorarlberger Fledermäuse stammen aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Der Mönch aus Einsiedeln und Botaniker Thomas Aquinas Bruhin zählte Fundorte für drei Arten (Kleine Hufeisennase, Großes Mausohr, Braunes Langohr) auf und vermutete das Vorkommen von zwei weiteren Arten (Alpen- und Wasserfledermaus). Für unmittelbar angrenzendes Schweizer Gebiet nannte er die Zwerg- und die Breitflügelfledermaus.
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Sonntag, 28. Mai 2023

[ #wanderung ] Die Via Valtellina - Ein historischer Alpenübergang als Weitwanderweg


Was verbindet das Montafon, Davos, das Engadin, das Puschlav und das Veltlin?

Die Via Valtellina verläuft von Tirano, der Hauptstadt des norditalienischen Veltlins, durch das Val Poschiavo (Buschlav) über den Berninapass in Richtung Davos und dann weiter über das Schlappiner Joch ins Montafon, wo Schruns als Umschlagplatz gewissermaßen die Funktion des Zielortes der Via Valtellina einnimmt. Die Route spielte bis in die Zeit nach der Mitte des 19. Jahrhunderts eine wichtige Rolle im grenzüberschreitenden Handelsverkehr. Alte Wegverläufe und daran befindliche Reste früherer Gaststätten erinnern an die einst stark begangenen Pfade.

Beziehungen gab es vermutlich schon in vorgeschichtlicher Zeit über die Pässe hinweg. Im 13. und 14. Jahrhundert siedeln Walser in Davos, Klosters, Schlappin und im Montafon. Sie treffen auf eine romanisch sprechende Bevölkerung, wie Flurnamen zeigen. 1496 wird das Prättigau österreichisch, 1649 kauft es sich los. Die Engadiner am Transitweg vom Maloja- zum Reschenpass pflegen intensiven Kontakt zum Süden und zum Tirol. Ihre direkten Nachbarn jenseits des Berninapasses, die Puschlaver, haben seit je enge Beziehungen zum Veltlin. Die wichtigste Gemeinsamkeit in dieser langen Zeit ist neben der Landwirtschaft der Handel.

Veltliner. Das lebensnotwendigste Importgut war Salz, das aus Hall im Tirol, aus Bayrisch Hall oder aus Venedig (Meersalz) stammte. Neben dem Salz war der Wein das häufigste Einfuhrgut. Er war gleichzeitig Getränk, Zahlungsmittel, Lohnbestandteil und Hausmittel. Er gelangte auf dem Rücken von Saumtieren oder auf Schlitten in schweren Holzgefäßen, den sogenannten "Lägla" nach Norden. Abnehmer waren in erster Linie die Bündner, der Wein gelangte aber auch in die Ostschweiz, nach Vorarlberg und bis nach Deutschland. Hauptexport war das Grossvieh, das auf den Märkten von Lugano, Tirano und dem Vinschgau verkauft wurde, Zuchtvieh und Pferde kamen aus dem Allgäu, Tirol und Montafon.

In einem Gerichtsentscheid des Jahres 1779 soll die Via Valtellina gar als "Hauptstraße" bezeichnet worden sein, war es doch nicht nur eine viel begangene Verbindung zwischen Vorarlberg und Oberitalien sondern auch der kürzeste Weg vom Bodensee zum Comersee und weiter nach Mailand. Das Aufkommen und der Ausbau des Eisenbahnverkehrs im Allgemeinen und die politische Situation des Habsburgerreiches infolge des Verlustes der Lombardei im Speziellen stellten den Fernhandel über die Jöcher ein. Die Bedeutung dieser Routen sollte in der Folge nur mehr lokal gegeben sein.

Die neue Via Valtellina - ein Weitwanderweg. Die ViaValtellina führt auf der einstigen Säumerroute des Veltliner Weins durch drei Länder und drei Sprach- und Kulturregionen zu dessen Ursprung im Veltlin. Vom rauen alpinen Klima bis ins südlich angehauchte Tirano durchquert der Weg alle Vegetationsstufen. Bis in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts lebten die Leute an diesem Weg fast ausschliesslich von der Landwirtschaft, im Veltlin zusätzlich vom Wein. Der nun aufkommende Tourismus sollte das Leben in den Alpen verändern. Er erreichte 1914 einen ersten Höhepunkt. Entscheidend für diese rasante Entwicklung war der Bau der Alpenstrassen und der Alpenbahnen.

Seit den 1950er Jahren gerieten auch die Alpen in den Sog der unaufhaltsamen Mechanisierung. Gewachsene Formen der Bewirtschaftung wie die Maiensässwirtschaft im Puschlav und Veltlin wurden teilweise aufgegeben. Maiensässhütten werden zu Ferienhäusern umgebaut oder zerfallen. Neue Architektur verdrängt traditionelle Bauweisen, im Walsergebiet ebenso wie im Engadin oder im Puschlav. Vom Verkehr geprägte Siedlungsmuster wie die Strassendörfer La Punt oder Pontresina erhalten ein neues Gesicht. Die Mobilität beeinflusst die Sprache. Das Romanische im Oberengadin wird immer mehr vom Deutschen verdrängt.

Sonderdruck Montfort. Dazu ist über die Via Valtelina ein Sonderdruck in der Montfort 2010 erschienen in der die Via Valtellina der historische Alpenübergang als Weitwanderweg skizziert ist. Der Sonderdruck steht als PDF zum Download zur Verfügung. Autor ist Dr. Helmut Tiefenthaler. Der Weitwanderweg Via Valtellina ist nun eine Reise der Gegensätze, des Wandels. Eine Reise durch die Zeit. Auf dem Kulturweg zwischen Schruns und Tirano werden die wichtigsten kulturgeschichtlichen Besonderheiten der einzelnen Wegabschnitte beschrieben. Ergänzt wird der interessante Beitrag durch die Angabe von Gehzeiten, Übernachtungsmöglichkeiten sowie einer Übersichtskarte zum Wegverlauf.

DR. HELMUT TIEFENTHALER geb. 1941, Studium der Geografie, Geschichte und Philosophie, entwickelte bis 2001 im Dienst des Landes das Vorarlberger Wanderwegekonzept und gilt als einer der besten Kenner des Landes. Unter anderem sind als Bücher erschienen: "Wege in die Vergangenheit in Vorarlberg" (2. Auflage 2008), "Wege in die Vergangenheit im Alpenrheintal" (2007), "Vorarlberg - Winterwanderungen" (2. Aufl. 2007) und "Wege in die Natur in Vorarlberg" (2008).


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Donnerstag, 18. Mai 2023

[ #alpen ] Sprechender Dialekt-Atlas des Alpenraums online


Das Elsbethner "Dirndl", die Pinzgau "Mötzn", die Südtiroler "Gitsche" und die Bregenzerwälder "Schmelg". 

Für all diese Dialektausdrücke aus dem Alpenraum gibt es im Hochdeutschen einen einzigen Begriff: Mädchen. Das ist nur ein Beispiel aus dem neuen Dialektatlas, der die Vielfalt der deutschsprachigen Arge-Alp-Länder dokumentiert und im Internet anzuhören ist.
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Donnerstag, 11. Mai 2023

[ #naturschutz ] Geschützte Tiere in Vorarlberg


Darauf sollten auch alle Outdooraktivisten achten: Geschützte Tiere in Vorarlberg nach der Vorarlberger Naturschutzverordnung.

Schutz von Tieren. Alle frei lebende Tiere dürfen nicht absichtlich beunruhigt, verfolgt, gefangen oder getötet werden. Einige Tier.arten sind nach jagdrechtlichen Bestimmungen jagdbar Ihre Brutstätten und Nester dürfen nicht entfernt oder zerstört werden.
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Dienstag, 9. Mai 2023

[ #natursport ] Vorarlberger Wanderwege


Sämtliche der nach dem Vorarlberger Wanderwegekonzept beschilderten Wege sind in eine digitale Wanderkarte eingetragen, die im Internet abrufbar ist.

Das „Ländle“ weist die größte Landschaftsvielfalt auf kleinstem Raum in den Alpen auf. Mediterran anmutende Ufer des Bodensees, sanfte, üppig grüne Voralpenhügel und Sonnenterrassen, imposante Gipfel im Hochgebirge. Vom Bodensee und der Rheintalebene über die Mittelgebirge zu den Hochgebirgen und den Gletschern der Silvretta sind es nur 90 km.
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Freitag, 5. Mai 2023

[ #naturschutz ] Geschützte Pflanzen in Vorarlberg


In Vorarlberg dürfen wild wachsende Pflanzen weder missbräuchlich genutzt, noch mutwillig beschädigt oder vernichtet werden.

Alle Arten folgender Gattungen und Familie sind neben anderen nach der Vorarlberger Naturschutzverordnung vollständig geschützt: Akeleien (Aquilegia), Igelkolben (Sparganium), Orchideen (Orchidaceae), Rohrkolben (Typha), Schwertlilien (Iris), Sonnentau (Drosera), Traubenhyazinthe (Muscari).
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Mittwoch, 26. April 2023

[ #moore ] Krumbacher Moor: Archivierte Klimageschichte über 11000 Jahre



Das Moor ist auch Heimat für zahlreiche bedrohte Arten und Pflanzen.

Moore haben mehr zu bieten als Schlamm und Torf. Neben einer unglaublichen Artenvielfalt und der Schönheit der Landschaft ist das Moor Heimat für zahlreiche bedrohte Arten und Pflanzen. Der Lebensraum Moor ist etwas sehr Spezielles und bietet einer großen Vielfalt an Moorbewohnern einen Platz zum Leben, angefangen bei Moosen über fleischfressende Pflanzen bis zu Schmetterlingen und Fröschen.

Durch seine Eigenschaft Kohlendioxid und Wasser auf unbestimmte Zeit zu binden, leistet es einen wichtigen Beitrag für Klima- und Hochwasserschutz. Außerdem wird die gesundheitsfördernde Wirkung der Moore bereits seit dem frühen Mittelalter genutzt. Im Jahre 2009 hatte die Gemeinde Krumbach im Bregenzerwald das größte zusammenhängende Moor der "öffentlichkeit zugänglich gemacht".

Bildung, Erholung, Tourismus. Mit einem architektonisch sehr gelungenen "Moorraum" und einigen "Moorsitzen", die zum Verweilen während der Wanderung einladen, wurde das Gebiet nun für Naturliebhaber, Wanderer und Touristen erschlossen. Der Moorraum, ein neun mal 3,5 Meter großer Holzkubus, steht am Rande des Moors Salgenreute, der größten zusammenhängenden Moorfläche in Krumbach. Neben einem wunderschönen Ausblick auf das Moor, bietet er auch Informationen zur Ökologie der Torfmoose.

Forschungprojekt Moor Salgenreute. Das Moor Salgenreute ist auch Gegenstand einer wissenschaftlichen Untersuchung. Finanziert durch die inatura in Dornbirn hatte die Universität Innsbruck ein Moorprofil entnommen. Bei einer Probebohrung machte man bereits eine sensationelle Entdeckung. Anders als zuvor angenommen, stieß der Moorbohrer auch nach vier Metern Tiefe noch nicht auf festen Untergrund.

Ein Moor wächst pro Jahr etwa einen Millimeter. Das bedeutet, dass in Salgenreute Informationen zur Natur- und Kulturgeschichte der Region gespeichert sein könnten, die mehr als 4000 Jahre zurückreichen. Und tatsächlich: Die pollenanalytische Untersuchungen an zwei Bohrkernen aus dem Moor Salgenreute bei Krummbach im Vorderen Bregenzer Wald lieferte neue Erkenntnisse über die Vegetations- und Klimageschichte des Alpenraumes im frühen Holozän von ca. 11.500 bis ca. 5.000 Jahre vor heute! Die Basisproben aus dem Ton sind noch dem Spätglazial zuzuordnen. In dieser nur 20 cm mächtigen Schicht ist die spätglaziale Vegetationsentwicklung bis zum Beginn des Holozäns nur generell erfasst.

Mit einer Torfablagerung, die in 295 cm Tiefe um 9.890±40 vor heute (11.300 Jahre kalibiriert, korrigiert von heute zurück) einsetzt, wird die klimatisch noch instabile Phase im Präboreal detailliert aufgeschlüsselt. Dabei wird zum ersten Mal die präboreale Oszillation (ca. 11.100 vor heute) und eine weitere Klimaungunst zwischen 10.800 und 10.500 vor heute erfasst. Anschließend folgt die Massenausbreitung der Hasel und Eichenmischwaldarten entsprechend der mitteleuropäischen Grundsukzession. Kurz nach der Einwanderung und Ausbreitung der Tanne unterbricht eine Lücke das Profil für 3000-4000 Jahre. In den Schichten darüber bildet sich die anthropogene Beeinflussung der Vegetation der letzten Jahrhunderte ab.

Moorführungen. Wissenswertes zu Moorpflanzen, Geologie und Geschichte der Moore erfahren Interessierte nun in allen Krumbacher Mooren. Insgesamt gibt es zwölf Info-Stationen und 14 Moorsitze. Über das Gemeindeamt Krumbach können während des ganzen Jahres Moorführungen gebucht werden. Für das Projekt "moore krumbach" haben 13 Frauen und Männer eine umfassende Ausbildung zum Moorführer absolviert.


Touristische Packages mit Moorbezug. Das Kapital der Gemeinde Krummbach ist die umgebende und teilweise bis ins Zentrum reichende Natur- und Kulturlandschaft. Dieses Kapital galt es in Wert zu setzen, um einerseits die Kulturlandschaft zugänglich zu machen in einer Form, die den Weiterbestand der Moorfragmente in seiner Vielfalt sichert, und andererseits durch ein übergeordnetes Thema allen Aktivitäten zur Unterstützung der Wirtschaft einen Zusammenhang zu geben. Durch die Konzentration auf ein Thema, das aus der Gruppe selbst gewachsen ist, wird die Identität mit dem Heimischen gestärkt und der Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft unterstützt.

Kulinarische und touristische Besonderheiten mit Moorbezug bieten die Krumbacher Gastronomen. Die Krumbacher Stuba, das Restaurant ´s Schulhus, das Hotel Rossbad und der Gasthof Adler haben sich zu den "Moorwirten" zusammengeschlossen. Neben einem saisonalen Moordrink und mindestens einem Gericht mit Moorbezug bieten die Wirte zwischen Juni und September einen Moortag pro Monat an. Unter dem Titel "Moorleben Krumbach" laden sie abwechselnd zu Führungen im Moor und kulinarischen Genüssen ein. Jeweils im Frühjahr und im Herbst widmen sich die vier Wirte eine Woche ganz dem Thema Moore.


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Samstag, 22. April 2023

[ #vorarlberg ] Biotope in der Stadt Dornbirn


Das Dornbirner Berggebiet erstreckt von 399 m (über der Adria) bei der Dornbirner Ach in der Enz bis zu den höchsten Erhebungen des Freschen (2004 m ü.A.) und Sünser Spitz ( 2062 m ü.A.). Es hat somit Anteil an der submontanen, montanen, subalpinen und alpinen Höhenstufe. Die allgemeine Seehöhe der Stadt Dornbirn wird mit 437 m ü. A. angegeben.
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Sonntag, 2. April 2023

[ #gewässer ] Der Schwarze See in Satteins

Von photographed by Michael Schönitzer - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0,
https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4674576

Der See ist durch eine Felssturz entstanden und verdeckt möglicherweise eine Römerstraße

Der Schwarze See befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Gemeindegrenze von Satteins mit den ebenfalls im Bezirk Feldkirch liegenden Gemeinden Göfis und Rankweil. Geschätzt wird der See auf etwa 180 Meter Länge und eine durchschnittliche Breite von etwa 20 Meter. Er nimmt eine Fläche von etwa 0,65 Hektar ein. Ab 2 Meter Wassertiefe besteht er fast nur noch aus dickem Schlamm. Der See ist etwa 4,80 m tief. Die Wasserfläche hat annähernd die Form eines Bumerangs, wobei sich auf der Südseite des Sees eine kleine Insel mit einem einzelnem Baum darauf befindet. Um den See herum führt ein kleiner Spazierweg.


Der Schwarze See liegt auf einer Seehöhe von 553 Meter und entstand vermutlich im Spätmittelalter durch einen Felssturz vom Spiegelstein. Früher war der heutige Boden des Sees also trocken begehbar. Zeuge dieses mittelalterlichen Großereignisses ist die heute noch sichtbare Naturnarbe des Verheitenschrofen.

Römerstraße. Schon Samuel Jenny (1837-1901) will in seinem Werk "Die Römer in Vorarlberg" (1872) Spuren der alten Römerstraße, welche von Göfis über die „Klus“ und dem Sattel am schwarzen See in den Walgau führte, im See festgestellt haben. Bei der geplanten Entfernung des Grundschlamms im Jahr 1981 bzw. 1982 wurden deshalb auch Einwände des Landesmuseums Bregenz laut. Elmar Vonbank befürchtete, dass die oben erwähnte Römerstraße am Grund des Sees in Mitleidenschaft gezogen werden könnte. Da bei den Sanierungsarbeiten des schwarzen Sees keine Strukturen ans Licht kamen, ist daher davon auszugehen, dass sie noch immer unberührt am Grund des Sees ruhen.


Ein Tauchgang des Tauchvereins für Unterwasserarchäologie brachte neue Erkenntnisse: Für die abgestorbenen im Boden noch verwurzelten Baumstämme konnte ein Datierungsspielraum für den Absterbetermin zwischen 1361 bis 1371 errechnet werden. Somit fällt das Naturereignis der Bergsturz vom Spiegelstein, der zum Aufstauen des Sees führte, klimatisch an den Beginn der Übergangsphase von der mittelalterlichen Wärmephase zur “Kleinen Eiszeit”. Der Keimzeitraum liegt, beim rekonstruierten Baumalter der Eiche als Element eines wärmegetönten Laubmischwaldes von rund 330/40 Jahren, um das Jahr 1030 und belegt somit indirekt eine mindestens knapp 1000jährige, befestigte, saumwegähnliche Struktur.

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Sonntag, 26. März 2023

[ #museum ] Stoffels Säge-Mühle Hohenems


Das Freilichtmuseum wurde von 1981 bis 1987 in unermüdlicher Kleinarbeit von Alois Amann errichtet, der selber, wie seine Vorfahren, die beiden Handwerke Sägerei und Müllerei beruflich ausübte.

Eine historische, wasserradangetriebene Säge und Mühle sind in Originalgröße in ihrer ursprünglichen romantischen Umgebung zu sehen und somit der Nachwelt sehr anschaulich erhalten.
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Freitag, 17. März 2023

[ #biotop ] Das Moorgebiet Gasserplatz


Im Rahmen der Bauarbeiten des Ambergtunnels wurde im Gemeindegebiet von Göfis ein Gletschertopf entdeckt.

Das Moorgebiet Gasserplatz befindet sich im Konfluenzbereich des eiszeitlichen Rhein- und Illgietschers und ist von ehemaligen Eisrandlagen der Schlussvereisung (Feldkircher Stadium) umgeben. An dieser Stelle entstand beim lokalen Abschmelzen des Illgletschers bereits im Ältesten Dryas ein kleiner See, der bis zum Beginn des Holozäns existierte und sich mit einer ungestörten Ablagerung von Seekreide (Kalkgyttja) füllte.
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Dienstag, 7. März 2023

[ #tierwelt ] Die Mauereidechse in Vorarlberg


Größere Populationen an Mauereidechsen sind in Frastanz, Feldkirch und Rankweil und auch schon am Rheindamm in Hard beobachtet worden. 

Es kann angenommen werden, dass die Bestände - zumindest um Feldkirch zusammenwachsen, wiewohl sie aus verschiedenen Ursprungsorten stammen. Im Internet findet sich eine schöne und fundierte Darstellung mit reichlichem Bildmaterial über das (allochthone = gebietsfremde) Vorkommen von Mauereidechsen in Vorarlberg (WOLFRAM SCHURIG & JÜRGEN GEBHART Juni 2009).
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[ #berg + #tal ] Der Lünersee


Der Lünersee war schon vor der künstlichen Aufstauung der grösste Hochgebirgssee Österreichs.

Er liegt auf einer Seehöhe von 1.970 m am Fuße der Schesaplana (2 km lang und 1,2 km breit, 139 m tief, Volumen ca. 0,156 km³). Das Gebiet um den See bildet den Talabschluss des Brandnertals, der nur über schmale Steige oder die Lünerseebahn vom Gebiet Schattenlagant aus erreichbar ist. Direkt bei der Bergstation an der Staumauer liegt die Douglasshütte. Die alte Douglas-Hütte verschwand seinerzeit bei der künstlichen Erweiterung und Aufstauung in den Fluten.
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Montag, 6. März 2023

[ #vorarlberg ] Vorarlberg: Stadt - Land - Fluss?


1960/61 legte die Vorarlberger Landesregierung für die Landesverwaltung die Schreibweise von Örtlichkeiten verbindlich fest.

Dieses Verzeichnis von Vorarlberger Orts-, Flur-, Berg- und Gewässernamen hilft häufig auch bei der Arbeit mit historischen Quellen weiter.
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Mittwoch, 1. März 2023

[ #vorarlberg ] Flechtenatlas: Die Flechten Vorarlbergs


Den Flechten Vorarlbergs ist ein eigener Schwerpunktband der Reihe "forschen und entdecken" der inatura gewidmet. 


Das ganze Landesgebiet wurde kartiert – vom Bodenseeufer bis in die hochalpinen Regionen erstreckt sich das Arbeitsgebiet.
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Donnerstag, 23. Februar 2023

[ #geschichte ] Die Höhle als Hölle: Höhlen und Tobel in der volkstümlichen Vorstellungswelt Vorarlbergs

 

Bernhard Mäser, Rappenloch2, CC BY-SA 3.0

Die Begriffe führen wahrscheinlich auf eine gemeinsame Wortwurzel zurück. Beide Orte "(ver)hehlen" etwas.

Wie der Mensch seine natürliche Umwelt wahrnimmt, hängt von seinem Weltbild ab. Je nach Sichtweise schreibt er denselben Gegenständen und Orten unterschiedlichste Bedeutung zu. So besteht schon zwischen Höhlen und der Hölle etymologisch ein enger Zusammenhang.

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