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Donnerstag, 10. August 2023

[ #fische ] Vorarlberger Fisch vor dem Aussterben: Die Nase (Chondrostoma nasus)

Die in Vorarlberg einst häufige Fischart Chondrostoma nasus steht hier vor dem Aussterben. 

Noch vor ein paar Jahrzehnten war die Nase eine der dominierenden Fischarten in unseren Flüssen. Zu den angestammten Lebensräumen gehörte auch der Alpenrhein. Heute ist die Nase eine Rarität und steht in unmittelbarer Gefahr in Vorarlberg auszusterben.
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[ #artenschutz ] Bedrohte Arten: Der Berg- oder Wolltapir

Elissa Berver, Mountain Tapir, CC BY-SA 2.0

Die Vorfahren dieser "lebenen Fossilien"  gab es schon vor 50 Millionen Jahren.

Der Wolltapir lebt in den Anden von Kolumbien, Peru und Ecuador. Weil er eben die hohen, kühlen Bergregionen bewohnt, er "klettert bis in Höhen von 4500 Metern,  hat er als einzige Tapir-Art ein dichtes, wolliges Fell, das ihn vor Kälte und intensiven Sonnenstrahlen (UV-Strahlung) schützt. Sein Fell ist dunkelgrau bis dunkelbraun, nur die Lippen und die Ohrspitzen sind weiß. Daher auch seine Bezeichnung Wolltapir, Bergtapir oder lateinisch: Tapirus pinchaque.

Bergtapir. Der Bergtapir ist nicht nur die einzige Art, welche ein weiches, dichtes Fell besitzt. Er ist auch die kleinste und leider auch die seltenste Tapirart und damit auch am meisten in seiner Existenz bedroht. Es gibt ihn nur in den Bergregionen der Anden. So sehr seine Existenz bedroht ist, so nützlich ist er für die Biodiversität. Die Tiere fördern als Pflanzenfresser die Ausbreitung und Keimfähigkeit zahlreicher Pflanzen deren Samen sie am Ende des Verdauungsprozesses ausscheiden. Auf dem nährstoffreichen Dung des Bergtapirs keimen viele Pflanzen aus seinem speisezettel. Die Jagd ist heute kaum mehr eine Gefährdung und natürliche Feinde sind angesichts seiner Größe eher rar. Sein gefährlichster Gegner ist der Mensch als Zerstörer seines Lebensraumes. So sind zwei der vier Tapirarten, eben der Bergtapir und der Mittelamerikanischen Tapir bedroht (endangered), und die übrigen zwei Arten (Flachlandtapir und Schabrackentapir) als gefährdet (vulnerable) bei der Weltnaturschutzorganiasation ICUN gelistet.


Tapire erscheinen uns aus  Schilderungen, Filmen und dem Zoo als schwerfällige ja stoische Tiere. Sie sind mit einem charakteristischen Rüssel ausgestattet und erinnern uns eher an einen Nasenbären, wir vermuten gar eine Verwandtschaft zum Elefanten. Die Tapire (Tapirus) sind die einzige Gattung innerhalb der gleichnamigen Säugetierfamilie aus der Ordnung der Unpaarhufer (Perissodactyla). Die Genanalysen und die Archäozoologie sagen uns: Die "Kuh" Mittelamerikas ist am ehesten ein Nashorn und stammt von dem legendären Urpferdchen ab.


Urahnen. Das Urpferd lebte auf der nördlichen Halbkugel, war nur rund einen halben Meter groß und hatte an den vorderen Gliedmaßen vier Zehen und an den hinteren drei, die hufartig mit Horn bedeckt waren. Die heutigen Tapire erinnern in ihrem Fußbau an das Urpferd, denn sie haben noch die vier Zehen vorne und drei hinten. Im Verlauf von 50 Millionen Jahren wurden aus dem halbmetergroßen Urpferd zunächst Tapire, Zebras, Esel und Nashörner. Den Urtapiren fehlte noch der typische Rüssel aber seit 25 Millionen Jahren schaut der Tapir eben so aus wie wir ihn heute kennen. Sein kurzer, muskulöser Rüssel - eine Verlängerung von Nase und Oberlippe - sezt dieses sehr flexible Organ vor allem zum Riechen und Tasten ein, natürlich zum Ergreifen und Fassen von Zweigen, Blättern und Früchten. Neben Blättern verzehren sie auch Wasserpflanzen, Knospen, Zweige und Früchte.


Die Nashörner - sie gelten als die "nächsten Verwandten" der Tapire - haben jeweils vorne und hinten drei Zehen. Bei den Pferden sind nur die Mittelzehen als Laufgliedmaßen erhalten geblieben. Die dritte Zehe ist die am stärksten ausgebildete, bzw. bei den Pferden die einzige Zehe, auf denen das Gewicht der Tiere lastet. Die Tiere sind auf ihr Waldleben hin geformt: Der Tapir ist an der Vorderseite "zugespitzt" und an der Hinterseite abgerundet, was das Bewegen in dichten Wäldern erleichtert.

Habitat. Tapire sind dämmerungsaktiv. Tagsüber ziehen sie sich die scheuen Tiere ins Gebüsch und Unterholz zurück. sie können gut schwimmen und gar tauchen. Sie haben zwei durch die Erdgeschichte getrennte Verbreitungsgebiete: Drei Arten leben in Mittel- und Südamerika, wo sie vom südlichen Mexiko bis in das südliche Brasilien und das nördliche Argentinien verbreitet sind. Der Schabrackentapir hingegen lebt in Südostasien, von Myanmar bis zur Malaiischen Halbinsel und auf Sumatra.

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          Dienstag, 8. August 2023

          [ #tiere ] Die Honigbiene



          Weltweit wird die Zahl der Bienenarten auf rund 20.000 geschätzt. Davon sind in Europa etwa 700 Arten heimisch. 

          Online stehen wertvolle interaktive Informationen: "Die Honigbiene - Eine interaktive Lerneinheit" und die "Die Honigbiene" im Lehrerweb.

          Die Honigbienen gehören zur Klasse der Insekten. Man kennt, vor allem in den Tropen, mehrere Millionen Insektenarten. Innerhalb der Insekten stellt man die Honigbienen zu den Hautflüglern (Hymenoptera). Die Westliche Honigbiene (Apis mellifera), auch Europäische Honigbiene genannt, ist eine Vertreterin der Gattung der Honigbienen. Ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet war nur Europa, Afrika und der Nahe Osten. Da sie für die Imkerei große Bedeutung hat, ist sie weltweit verbreitet worden, so beispielsweise bereits im Zuge der Eroberung (Kolonialisierung) anderer Kontinente durch die Europäer.

          Zusammen mit einer Vielzahl von Wildbienen - hierzu gehören z.B. auch die Hummeln - bilden sie die Bienenartigen (Apoidea).

          Zu den eigentlichen Honigbienen (Gattung Apis) gehören nach derzeitigem Stand 9 Arten, von denen acht in Asien leben (z.B. die Riesenhonigbiene Apis dorsata, die Zwerghonigbiene Apis florea oder die östliche Honigbiene Apis cerana). Bei "unserer" Honigbiene Apis mellifera, die inzwischen durch die Imkerei weltweit verbreitet ist, kennen wir wiederum verschiedene Rassen (z.B.Kärntner-Biene oder carnica, Italiener-Biene oder ligustica, Dunkle Biene oder mellifera bzw. nigra) und innerhalb der Rassen verschiedene Zuchtlinien (z.B. Peschetz, Troiseck usw.). In Deutschland wird seit Mitte des Jahrhunderts überwiegend die Carnica-Biene (Apis mellifera carnica) imkerlich gehalten.


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          [ #lehrmittel ] "Bienen und Honig"


          Fertig vorbereitetes Material für Schulen, Kinder- und Jugendarbeit. 

          Wo kommt eigentlich unser Essen her? Für viele Kinder ganz klar: Aus dem Supermarkt. Wo aber unsere Lebensmittel wirklich hergestellt werden, wissen viele Kinder heute gar nicht mehr. Das möchte das InKö-Unterrichtsmaterial gerne ändern helfen.

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          Sonntag, 6. August 2023

          [ #bienen ] Wildbienen in Österreichs Wälder

          Der Wald - ein Wildbienenparadies? Eine Studie, durchgeführt vom Umweltbundesamt, beschäftigt sich mit der Situation der Wildbienen in Österreichs Wäldern.

          „Wälder bieten Wildbienen einen unersetzlichen Lebensraum und lebensnotwendige Nahrungsquellen“, fasst Rudolf Freidhager, Vorstandssprecher der Österreichischen Bundesforste (ÖBf) die wichtigsten Ergebnisse der Studie der ORF-Umweltinitiative MUTTER ERDE und Österreichischen Bundesforste (ÖBf), durchgeführt vom Umweltbundesamt zusammen. „Wildbienen bevorzugen warme und trockene Wälder, Waldränder oder Lichtungen als Nist- und Brutplätze und Nahrungsquellen.“ Hildegard Aichberger, Geschäftsführerin der ORF-Umweltinitiative MUTTER ERDE und Initiatorin des heurigen Themenschwerpunktes „Wildbiene“, fügt hinzu: „Knapp 700 Wildbienenarten leben in Österreich. Mit ihrer Bestäubungsarbeit leisten sie einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt. Mit der Studie wollen wir die Situation und Lebensraumanforderungen der Wildbienen in Österreichs Wäldern erstmals erforschen und damit einen Beitrag zum Erhalt der Wildbienenpopulationen leisten.“

          Baumhöhlen als Nistplätze. „Wildbienen nutzen Baumstrünke, Baumhöhlen oder hohe Wurzelstöcke gerne als Nistplätze“, erläutert Freidhager. Die auf der Roten Liste stehende Holzbiene (xylocopa) etwa verwendet alte Käfergänge im Holz für ihre Bruten oder nagt selbst welche. Die Gänge werden in einzelne Zellen unterteilt, und in jeder dieser Zellen wächst eine Bienenlarve heran, die sich vom eingelagerten Pollen und Nektar ernährt. Auch durch natürliche Einflüsse wie Blitzschlag, Waldbrand, Alter oder Insektenbefall absterbende Bäume bieten den Wildbienen wertvolle Brut- und Nistplätze. So kann ein vom Sturm gebrochener Baum über viele Jahre hinweg Brut- und Lebensraum für Wildbienen sein. „Altes, abgestorbenes Holz lassen wir mancherorts gezielt stehen“, so der Waldexperte. Einige Wildbienen brauchen Totholz auch zur Larvenbildung. „Wildbienen lassen sich gerne in Laubhölzern nieder und besiedeln Eichen, Buchen, Eschen, Ulmen oder Obstbäume.“ Auch Waldränder bieten vielfältige Nistmöglichkeiten. Rund 50 % der Wildbienen nisten am Boden, viele auch in Röhrensystemen wie etwa hohlen Baumlöchern. „Diese Strukturen müssen im Lebensraum der Bienen vorhanden sein“, bestätigt Freidhager.

          Blühende Bäume als Nahrungsquelle. Ergänzend zu Blumenwiesen, die häufig nur wenige Wochen im Jahr blühen, stellen blühende Bäume und Sträucher im Wald eine wichtige Futterquelle für Wildbienen dar. Sie ernähren sich hauptsächlich von Pflanzensäften, insbesondere dem zuckerhältigen Nektar. „Wildbienen fliegen auf blühende Bäume“, unterstreicht Freidhager die Bedeutung bienenfreundlicher Wälder, „Berg- und Spitzahorn, Vogelkirsche, Elsbeere, Lindenarten oder Weiden sind beliebte Nektarquellen“. Auch Hartriegel, Liguster, Kreuz- und Weißdorn, Rosskastanie und Vogelbeeren werden von Wildbienen aufgesucht. Insbesondere die Weiden sind essentielle Nahrungsquellen, da sie bereits im zeitigen Frühjahr Pollen für die Bienenvölker bereitstellen. Sie zählen zu den wertvollsten Bienen-Futterstoffen überhaupt. „Wir fördern gezielt bienenfreundliche Baumarten in unseren Wäldern“, betont Freidhager die Artenvielfalt.

          Der Wald als Wildbienenparadies. „Je natürlicher umso besser“, bringt es Rudolf Freidhager auf den Punkt. „Mit einer naturnahen Waldbewirtschaftung erhalten wir die natürlichen Lebensräume der Wildbienen.“ Das Belassen von Altholzinseln, Höhlenbäumen, alten oder absterbenden Bäumen sichert wertvolle Nist- und Brutplätze. Eine Schlüsselrolle für die Attraktivität als Lebensraum für Wildbienen spielt aber auch das Angebot an Nahrung (Blüten). „Baumarten mit hohem Nektar- bzw. Pollenangebot können gezielt berücksichtigt und gefördert werden. Für die Bienenweiden eignen sich etwa Berg- und Spitzahorn, Vogelkirsche, Elsbeere und Lindenarten. Die Waldränder können durch Weiden, Vogelbeeren, Wildapfel oder Feldahorn ansprechend gestaltet werden“, blickt Freidhager abschließend in eine bienenfreundliche Zukunft.


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          Ein schneller Blick auf den INHALT:

          ZUSAMMENFASSUNG 5
          SUMMARY 6
          1 EINLEITUNG: FOKUS DER STUDIE 7
          2 WISSENSWERTES ZUR BIENE8
          2.1 Lebensweise8
          2.2 Anforderungen an Lebensräume 9
          2.3 Gefährdungen 9
          2.4 Rote Liste 10
          3 WALDÖKOSYSTEME ALS LEBENSRAUM UND
          NAHRUNGSQUELLE12
          3.1 Nistplätze für Bienen 13
          3.2 Nahrungsquellen für Bienen („Trachtpflanzen“) 14
          3.3 Bestäubung im Wald15
          3.4 Barrierewirkung von Wäldern16
          3.5 Waldgesellschaften für Bienen 16
          3.6 Waldhonig 18
          4 BIENENFREUNDLICHE WALDBEWIRTSCHAFTUNG 20
          4.1 Baumartenwahl und Mischung 20
          4.2 Holzernte und Durchforstung – Lücken im Wald 21
          4.3 Belassen von Altholzinseln und Totholz 22
          4.4 Waldränder gestalten 22
          4.5 Schutz von gefährdeten Waldökosystemen 23
          5 LITERATUR 26

          Dienstag, 18. Juli 2023

          [ #artenschutz ] Gefährdet: Der Eisvogel

          Joefrei, Ein Eisvogel im Schwebflug, CC BY-SA 3.0

          Der deutsche Naturschutzbund (NABU) und der Landesbund für Vogelschutz (LBV) hatte den Eisvogel zum „Vogel des Jahres 2009” gekürt. 

          Der Eisvogel war bereits 1973 Jahresvogel. „Die Entscheidung, den Eisvogel nach 36 Jahren erneut zum Symboltier für das Jahr 2009 zu wählen, ist bewusst gefallen. Die damaligen Forderungen haben nicht an Aktualität verloren: Der Eisvogel braucht sauberes Wasser, naturnahe Bäche, Flüsse und Seen sowie artenreiche Talauen. Nur dort findet er seine Nahrung, überwiegend Kleinfische, und natürliche Steilwände für die Anlage seiner Brutröhren."

          Als der Eisvogel 1973 zum ersten Mal Vogel des Jahres war, waren seine Bestände und Brutplätze wegen wasserbaulicher Maßnahmen, wachsender Wasserverschmutzung sowie Störungen durch Erholungssuchende stark zurückgegangen. Durch wirkungsvolle Abwasserreinigung hat sich die Qualität unserer Gewässer inzwischen erheblich verbessert.

          Auch die EU-Wasserrahmenrichtlinie setzte neue Impulse für den Gewässerschutz. Der Abwärtstrend des Eisvogels konnte so zwar gestoppt werden, jedoch hat sich der Bestand lediglich auf einem niedrigen Niveau stabilisiert. Heute gibt es in ganz Deutschland etwa 5.600 bis 8.000 Brutpaare.

          Doch ist der Eisvogel nirgends häufig. Denn wo Bäche und Flüsse in ein Korsett aus Stein und Beton gezwängt worden sind und Stauwehre wandernden Fischarten den Weg versperren, findet der Eisvogel weder genügend Nahrung noch ausreichend Brutmöglichkeiten. Das Umweltbundesamt stuft derzeit nur zehn Prozent der deutschen Fließgewässer als naturnah ein. Trotz mancher Verbesserungen zählt die naturnahe Umgestaltung vieler Gewässer daher zu den vorrangigen Aufgaben des Natur- und Umweltschutzes. Eine Gewässerpolitik für naturnahe Flüsse, die dem Eisvogel nützt, ist auch ein wirkungsvoller Hochwasserschutz und kommt der Natur und den Menschen, die an Flüssen leben, zugute.

          Österreich: Gefährdung und Schutz (inkl. Rote-Liste Status). Der Eisvogel gilt nach der Roten Liste gefährdeter Tiere Österreichs (2005) als gefährdet. In Vorarlberg ist er in der Roten Liste der gefährdeten Brutvögel Vorarlbergs (Kilzer R., Amann G., Kilzer G. 2002) als "vom Aussterben bedroht" erwähnt.

          Nach starken Rückgängen durch Flussregulierungen ist die Bestandssituation derzeit offenbar recht stabil, auf allerdings niedrigem Niveau. Der Eisvogel ist weiterhin durch die Vernichtung seines Lebensraums bedrängt: Es gibt kaum noch unverbaute Flüsse und auch Bäche wurden in der Vergangenheit begradigt und in Betonbetten verlegt, Uferbewuchs wurde gerodet, Tümpel zugeschüttet und Feuchtgebiete trocken gelegt.

          Der Vogel, der wegen seiner Schönheit und Farbenpracht gern als „fliegender Edelstein“ bezeichnet wird, steht für lebendige Flüsse und Auen. Woher der Name des spatzengroßen Eisvogels stammt, ist strittig. Manche leiten ihn vom althochdeutschen „eisan“ für „schillern“ oder „glänzen“ ab. Die Bezeichnung „Schillervogel“ passt zum flirrenden Farbenspiel.


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          Sonntag, 16. Juli 2023

          [ #tiere ] Tierheilkundliches Volkswissen im Großen Walsertal: Meisterwurz und Aderlass


          Eine Diplom-Arbeit leistet eine Dokumentation der Praktiken rund um die Tierheilkunde als Ausdruck des immateriellen, kulturellen Erbes im Großen Walsertal.

          Im Rahmen des Projekts Biocultural Diversity Monitoring im Biosphärenpark Großes Walsertal/Vorarlberg wurde als ein Schwerpunkt das Thema der lokalen Tierheilkunde empirisch erforscht. Ziel der hier zur Rede stehenden Diplomarbeit war es, das lokale Erfahrungswissen von Bäuerinnen und Bauern über die praktische Anwendung von Hausmitteln zur Gesunderhaltung und Krankheitsbehandlung von Nutztieren zu dokumentieren. Auch religiöse Bräuche und Praktiken in Zusammenhang mit der Tierhaltung werden aufgezeigt.
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          Mittwoch, 14. Juni 2023

          [ #tierwelt ] Fledermäuse und deren Vorkommen in Vorarlberg


          Online-Materialien zu Fledermäusen und Vorkommen in Vorarlberg.

          Die frühesten Berichte über Vorarlberger Fledermäuse stammen aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Der Mönch aus Einsiedeln und Botaniker Thomas Aquinas Bruhin zählte Fundorte für drei Arten (Kleine Hufeisennase, Großes Mausohr, Braunes Langohr) auf und vermutete das Vorkommen von zwei weiteren Arten (Alpen- und Wasserfledermaus). Für unmittelbar angrenzendes Schweizer Gebiet nannte er die Zwerg- und die Breitflügelfledermaus.
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          Dienstag, 9. Mai 2023

          [ #bodensee ] Die Bodenseeforelle - Artenschutzprojekt


          Der Alpenrhein ist ein wichtiger Lebensraum zahlreicher Tier- und Pflanzenarten.

          Die Seeforelle gilt als stark gefährdet und steht auf der roten Liste. 2011 wählte der Schweizerische Fischereiverband sie zum Fisch des Jahres, um auf die akute Gefährdung und die grosse und traditionelle Bedeutung der Seeforelle für die Fischerei hinzuweisen. Bisher wurde ein Grossteil der Seeforellen in den Brutanstalten der Bodensee-Uferstaaten erbrütet und in die Zuflüsse ausgesetzt. Ähnlich wie der Lachs kehrt auch die Seeforelle zum Laichen in ihre "alte Heimat" zurück. Ziel dieser Bemühungen ist letztlich, einen sich selbst reproduzierenden Seeforellenbestand zu fördern. Dabei geht es nicht nur um fischereiwirtschaftliche Belange, sondern auch um Erhaltung und Förderung der Biodiversität.
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          Donnerstag, 20. April 2023

          [ #garten ] Ein Garten für Vögel


          Vogel-Lebensräume im Garten gestalten!

          Weltweit verschwinden Lebensräume für Vögel durch Bebauung, Landwirtschaft, , Zersiedelung, Tourismus und neue Verkehrswege. Es gibt viele Überlegungen gegen diesen Lebensraumverlust. Man kann aber auch - manchmal selbst in der Stadt - den Vögeln zusätzlichen Lebensraum bieten: Vogeltränke, Nistkasten und Futterstelle seien hier nur als Beispiele genannt.

          Vögel im Garten. Ein entsprechend gestalteter Garten fördert die Ansiedlung von Singvögeln. Gehölze und Hecken sind eine wichtige Grundlage für den Nestbau. Beerentragende Pflanzen (Sanddorn, Vogelbeere, Hollunder) tragen dazu bei, dass die Singvögel auch in der kalten Jahreszeit eine nachhaltige Nahrungsquelle finden. Viele Wildblumenarten bereichern den Speiseplan von Vögeln. Dazu zählen Johanniskraut, Königskerze, Flockenblume, Färberkamille, Wilde Malve und Wilde Karde. Auch Wiesenmargerite, Wiesensalbei, diverse Disteln, Klette, Beifuß, Löwenzahn, Nachtkerze, Wegerich und Schafgarbe bieten verschiedenen Vögeln einen Lebensraum und Ernährung.

          Vom Nutzen. Manchen Hobbygärtnern sind bedauerlicherweise Wildvögel ein Dorn im Auge, wenn sie Beeren oder Obst stibitzen. Aber die Ernteverluste durch Vögel relativieren sich angesichts des Nutzens, den Hobbygärtner aus der Anwesenheit der gefiederten Gartenbewohner ziehen.

          Vögel bereichern den Garten nämlich nicht nur optisch und akustisch, sie vertilgen vor allem während der Brutzeit auch enorme Mengen an Pflanzenschädlingen. Ihre Jungen brauchen die eiweißreiche Insektennahrung, um schnell zu wachsen und flügge zu werden. Vögel sind also äußerst effiziente biologische Schädlingsbekämpfer, die ihre Arbeit kostenlos und ohne Schadstoffrückstände verrichten. Wo viele Vögel leben, können Insekten wie etwa Blattläuse oder Raupen normalerweise nicht die Oberhand gewinnen.

          Die Wildvogelhilfe bietet auf ihrer Website im Gartenabschnitt über den vogelfreundlichen Garten fast ein Lesebuch:

          Vogelfreundlicher Garten
          > Lebensräume schaffen
          > Geduld ist alles
          > Was Sie vermeiden sollten
          > Teiche und Tümpel
          > Hecken, Sträucher und Gebüsche
          > Reisighaufen
          > Bäume als Brut- und Wohnraum
          > Sichere Bade- und Trinkgelegenheiten
          > Trockenmauern
          > Naturwiesen
          > Kleinlebensräume
          > Komposthaufen
          > Biologischer Pflanzenschutz
          > Scheunen für Eulen
          > Hauskatzen im Garten
          > Vogelfreundliche Balkone
          > Vogelfreundliche Terrassen
          > Dachbegrünung
          > Tödliche Fallen: Stacheldraht und Weidezäune
          > Links und Literaturtipps


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          Freitag, 14. April 2023

          [ #tiere ] Schnecken - Bestimmungsschlüssel

          Es gibt zwar haufenweise "Hausmittel", wie man der Schnecken Herr(!) werden kann, doch wer kennt die sie wirklich? Ein Online-Bestimmungsschlüssel über die wichtigsten einheimischen Land- und Süßwasserschnecken hilft weiter. Mit Gehäuse, ohne Gehäuse, gewundenes Gehäuse, an Land, im Wasser, ...

          Was weiß man schon? Fossile Schnecken sind seit dem frühen Kambrium vor ca. 530 Millionen Jahren bekannt. Schnecken (Gastropoda) bilden eine von acht Tierklassen aus dem Stamm der Weichtiere (Mollusca). Sie sind die artenreichste der acht Klassen und die einzige, die auch außerhalb des Meeres, sowohl im Süßwasser wie auf dem Festland vorkommt. Schnecken leben also nicht nur an Land, sondern auch im Meer und im Süßwasser. Nicht alle Schnecken ernähren sich rein pflanzlich, manche sind Aasfresser und es gibt auch einige Raubschnecken.

          Ökosystem. Selbstverständlich gehören auch Schnecken ins Ökosystem - sie zerkleinern organisches Material und dienen als Futter für Igel, Kröten, Spitzmäuse, Laufkäfer und Blindschleichen. Die heimische "Große Wegschnecke" ernährt sich nur zu 5 % von frischen Pflanzen: Ihre Hauptnahrung bilden welkende Pflanzen, Früchte, Laub, Pilze, Flechten, Knollen, Aas und Kot.

          Schneckologie. Insgesamt zählt man etwa 43.000 Schneckenarten. Die meisten Schnecken sind Zwitter, das heißt, sie besitzen sowohl männliche als auch weibliche Geschlechtsorgane und befruchten sich wechselseitig.


          Für alle 43.000 Schneckenarten wird der Bestimmungsschlüssel wohl nicht ausreichen, aber wenn man den eigenen Garten oder die nähere Umgebung in Augenschein nimmt, wird sich rasch die Anerkennung der Mitmenschen als Schneckologe verschaffen. Beim Smalltalk über den Gartenzaun hinweg wird man allenfalls auch ein anderes Thema damit finden können als des nächsten Nachbars leidigen Familienprobleme.


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          Freitag, 10. März 2023

          [ #biodiversität ] Handbuch: Seltene Nutztierrassen in Österreich


          Das Alpine Steinschaf stammt vom Torfschaf ab und entspricht der ursprünglichen Schafrasse der Alpen.

          Im Verhältnis zu sonstigen Schafen ist das Montafoner Steinschaf kleiner und schlanker, genügsam und extrem widerstandsfähig. Ein guter Futterverwerter in hoher und steiler Lage. Beim Fell kommen verstärkt schwarze bis bräunliche und weiß-schwarz gescheckte Fellfarben vor, eher selten sind ganz weiße Schafe. Beide Geschlechter können behornt oder unbehornt sein.

          Es ist eine vom Aussterben bedrohte Schafrasse und kam nur noch vereinzelt im hintersten Montafon vor. Es wurde durch größere und mastfähigere Rassen verdrängt und kam so auf der Liste der gefährdeten Nutztiere. Ab 1989 wurden typische Tiere angekauft und ein Zuchtbuch zur Vermeidung von Inzucht gegründet. Seither wird die Rasse in ganz Vorarlberg gezüchtet.
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          Sonntag, 26. Februar 2023

          [ #tierwelt ] Lernen im Netz – Unsere Haustiere


          Welche Haus- und Nutztiere gibt es in Deutschland? Wie steht es mit dem Tierschutz und was gibt es Wissenswertes über die tierischen Stars in Film und Fernsehen? Heft 2 der Reihe „Lernen im Netz“
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          Mittwoch, 26. Oktober 2022

          [ #vorarlberg ] Amphibien und Reptilien in Vorarlberg


          Rote Liste gefährdeter Amphibien und Reptilien Vorarlbergs.

          Sechs Reptilien sind in Vorarlberg heimisch: Blindschleiche, Zauneidechse, Bergeidechse, Ringelnatter, Schlingnatter und Kreuzotter. Dazu elf Amphibien: Grasfrosch, Teichfrosch und Kleiner Wasserfrosch, Seefrosch, Laubfrosch, Erdkröte, Gelbbauchunke, Bergmolch, Teichmolch, Kammmolch und Alpensalamander. Eine tolle Website informiert.


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          Sonntag, 4. September 2022

          [ #tiere ] Garten- und Wintervögel - Von Amsel bis Zilpzalp


          Die häufigsten Gartenvogelarten im Porträt

          Am besten achtet man auf mehrere Kennzeichen, um eine Vogelart sicher zu identifizieren: Größe und Gestalt, Färbung des Gefieders, das Verhalten und natürlich der Gesang bieten Anhaltspunkte. Oft ist es zuerst die Stimme, die auf einen Vogel aufmerksam macht, noch bevor wir ihn zu Gesicht bekommen.
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          Sonntag, 9. Januar 2022

          [ #tiere ] Digital online: Brehms Tierleben

          Der Klassiker aller Tierlexika aus der Hand des "Tiermalers mit Worten", der Generationen von Kindern, Schülern und Erwachsenen begeistert hat, steht als Online-Text und digitalisert im Web.

          Alfred Brehm schrieb als freier Schriftsteller Aufsätze und Reiseberichte für populärwissenschaftliche Zeitschriften über zoologische Themen, die er ab 1863 auch in Form einzelner Lieferungen mit einem Umfang von jeweils etwa 48 Seiten beim Bibliographischen Institut veröffentlichte. Der Erfolg brachte ihm 1860 einen Vertrag für eine zehnbändige zoologische Enzyklopädie ein. Die Arbeit daran wurde durch Reisen nach Abessinien, Skandinavien und Sibirien unterbrochen, aber auch bereichert. Die ersten sechs Bände des "Illustrirten Thierlebens" erschienen 1863–1869 im Bibliographischen Institut (Hildburghausen) unter dem Verleger Herrmann Julius Meyer. Sie fanden in weiten Kreisen und im Bildungsbürgertum großen Anklang. Das Werk machte den Autor weltweit bekannt und ist bis heute ein Begriff, auch wenn die Forschung inzwischen weit über Brehms Wissen hinaus gegangen ist.

          Die größte Veränderung in der zweiten Auflage waren wohl die neuen Illustrationen von Gustav Mützel (1839–1893) und Eduard Oscar Schmidt (Entomologe, 1823–1886), von denen Charles Darwin äußerte, sie seien die besten, die er je in einem Werk gesehen habe. Zur Beliebtheit der Thierleben-Bände trugen die Illustrationen erheblich bei, deren spezieller Stil von Robert Kretschmer (1818–1872) geprägt wurde und die zoologische Fachliteratur sehr beeinflusste.

          Alfred Edmund Brehm.
          Alfred Brehm war nicht nur ein abenteuerlustiger Tierforscher, der die Welt von Lappland bis Abessinien, von Sibirien bis in die USA. bereiste, er war zugleich ein begnadeter Schriftsteller, der es verstand, farbenfroh und anschaulich, lebendig und plastisch für ein großes Publikum zu schreiben. Brehm begegnet den Tieren wie seinen Mitmenschen, er verleiht ihnen Charakter, er schildert sie mit Sympathie oder Abneigung, keinesfalls jedoch gleichgültig. Auch wenn die Wissenschaft diese Vermenschlichung als unwissenschaftlich kritisierte, war eben diese Nähe des "Tiermalers in Worten" auch ein Geheimnis des Erfolges und erschloss einer Vielzahl (vermeintliche) Geheimnisse der Natur.

          Alfred Brehm wurde am 2. Februar 1829 in Renthendorf/Thüringen geboren und starb am 11. November 1884 ebendort. Alfred Brehm ist der Sohn des Ornithologen Christian Ludwig Brehm. Er unternahm zahlreiche Reisen nach Afrika, Spanien, Skandinavien und Sibirien. Brehm wurde 1863 Direktor des Hamburger Zoologischen Gartens. Von 1869 bis 1874 leitete er das Berliner Aquarium Unter den Linden/Ecke Schadowstraße. Außer Reisebüchern schrieb er das berühmte mehrbändige Werk "Tierleben".


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          Freitag, 7. Januar 2022

          [ #map ] Digitaler Seevogel-Weltatlas (Marine eAtlas)


          BirdLife International hat den ersten digitalen Seevogel-Weltatlas hergestellt.

          Der digitale Seevogel-Weltatlas soll aufzeigen, welche Meeres- und Küstengebiete aus Sicht des Artenschutzes besonders bedeutsam und schützenswert sind. Der Atlas beschreibt rund 3.000 Gebiete als sogenannte „Important Bird Areas“ (IBAs), die für den Schutz von Vögeln entscheidend sind.

          Im Zeitalter der Offshore-Windparks hat der Vogelschutz an den Küsten besondere Bedeutung. Auch vor diesem Hintergrund hat die Organisation "Bird Life International" den frei im Internet zugänglichen Seevogel-Atlas erstellt. Mit dem Atlas liegen den Regierungen nun erstmals fundierte Vorschläge für „ökologisch oder biologisch wichtige Seegebiete“ vor, die später als nationale oder internationale Schutzgebiete ausgewiesen werden sollen. Nach den Beschlüssen der Staatengemeinschaft sollen bis zum Jahr 2020 zehn Prozent der Meeresfläche unter Schutz gestellt werden. Auch für die Planungen künftiger Windparks auf See oder die Fischerei ist der Atlas richtungsweisend.

          Role-Model. Der Seevogel-Atlas dient auch als Modell für andere mobile und wandernde marine Arten wie Wale, Meeresschildkröten oder Haie und soll künftig zu einem effektiven Schutz der marinen Artenvielfalt und der maritimen Raumplanung beitragen. Er wird regelmäßig aktualisiert und ergänzt.


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          Donnerstag, 16. Dezember 2021

          [ #tiere ] Libellen im Dornbirner Stadtpark


          Insgesamt 23 unterschiedliche Libellenarten konnten zwischen 2010 und 2012 im Areal um den Wassergarten der Inatura in Dornbirn festgestellt und dokumentiert werden. Sie sind mit Ausnahme der durchziehenden Prachtlibellen alle auch fotografisch dokumentiert. 

          Einzelartikel der inatura - Forschung erscheinen digital als PDF-Datei in der Reihe "inatura – Forschung Online". Damit sind die Ergebnisse der Forschungsprojekte jederzeit weltweit abrufbar und werden von Suchmaschinen im Volltext erschlossen. So auch der Beitrag "Libellen am Wassergarten im Dornbirner Stadtpark".

          Obwohl gut zwischen den Halmen versteckt, ist auch ein Weibchen der Sibirischen Winterlibelle (Sympecma paedisca) nicht dem aufmerksamen Blick der inatura Forscher entgangen. Ob sie nur ein verirrter Gast ist, oder sich auch im Wassergarten fortpflanzt, müssen weitere Beobachtungen klären.
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          Mittwoch, 16. Juni 2021

          [ #kids ] Bertuchs Bilderbuch für Kinder - 12 Bände (1780-1830)



          Das „Bilderbuch für Kinder“ wurde zwischen 1790 und 1830 in einer Auflage von 3000 Stück herausgegeben, es enthält insgesamt 1185 kolorierte Bildtafeln mit rund 6000 einzelnen Kupferstichen.

          Ab 1790 veröffentlichte Friedrich Justin Bertuch (1747-1822) seine aufwendig gestalteten Bildtafeln, den letzten Band postum 1830. Die Tafeln erschienen heftweise mit jeweils einer Seite beschreibendem Text. In der ersten Auflage war dieser zweisprachig (deutsch und französisch), spätere Auflagen boten auch Erklärungen in italienischer und englischer Sprache. Das Bilderbuch für Kinder war ein enzyklopädisch angelegtes Sach- und Lehrbuch, das größte Buchprojekt von Friedrich Justin Bertuch, dem erfolgreichen Verlagsunternehmer der Weimarer Klassik.
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          Montag, 14. Juni 2021

          [ #wildtiere ] Die Wölfe kehren zurück


          Über hundert Jahre lang waren Wölfe bei uns verschwunden. Früher – zu Zeiten unserer Ur-Ur-Großeltern – konnte man in unseren Wäldern noch Wolfsrudel sichten. 

          Doch die Tiere wurden gejagt, bis sie ausgerottet waren.

          In der Landwirtschaft hat sich seit der Ausrottung des Wolfes vieles verändert, auch das Wissen um die traditionellen Herdenschutzmethoden ging verloren. Deshalb ist es heute eine wichtige Aufgabe mit Bauern und Schafzüchtern nach Lösungen zu suchen, wie die Herden geschützt werden können. Moderne Methoden wie zum Beispiel Elektrozäune helfen ein Leben mit dem Wolf zu ermöglichen.


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          Inhalt

          Wölfe in Deutschland 4
          Wölfe in Europa 5
          Steckbrief Wolf 6
          Gemeinsam stark 8
          Sprich mit mir! 9
          Der Wolf und seine Verwandten 10
          Wölfe werden erforscht 12
          Schutz vor Wölfen 13
          Das macht der WWF 14
          Eine Zukunft für Wölfe? 15
          Der Kreislauf des Lebens 16
          Legenden, Fabeln, Aberglaube 18
          9 Tipps für Begegnungen mit einem Wolf 19
          Für Spurenleser 20
          Im Wald versteckt 22
          Das Quiz: Wie gut kennst du den Wolf? 24
          Was bedeuten diese Redewendungen? 25
          Das Labyrinth 26