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Samstag, 9. September 2023

[ #nutzpflanzen ] Datenbank zur Zulassung gentechnisch veränderter Pflanzen in der EU


Ohne Zulassung darf in der EU und damit auch in Österreich kein gentechnisch veränderter Organismus (GVO) in Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion verwendet werden: 

Weder gentechnisch verändertes (GV) Saatgut für landwirtschaftliche Nutzpflanzen, noch die GV Lebens- und Futtermittel, die daraus hergestellt werden. Seit 2004 ist in der EU ein überarbeitetes Rechtssystem in Kraft. Es gilt gleichermaßen in allen EU-Mitgliedstaaten.
Vorarlberger-Bloghaus-Service. Dies ist nur der Hinweis auf einen Beitrag eines hier verlinkten Weblogs, einer Website oder eines Downloads. Mehr erfährt man, wenn man den untenstehenden Links folgt! Nütze auch den Link „[Google Search] ⇒ “. Er liefert allenfalls einen aktuelleren Link im Falle einer Verwaisung und/oder auch zusätzliche oder aktuellere Infos!
[ #natur #freunde #umwelt ]⇒

Dienstag, 13. Februar 2018

[ #gentechnik ] Gentechnik versus Biodiversität


Herbizidresistente, gentechnisch veränderte Pflanzen beschleunigen den Biodiversitätsverlust.

Das deutsche Bundesamt für Naturschutz (BfN), das österreichische Umweltbundesamt und das schweizerische Bundesamt für Umwelt (BAFU) haben im Rahmen einer Literaturstudie untersuchen lassen, wie sich der langjährige Anbau herbizidresistenter gentechnisch veränderter Pflanzen (GV) auf die Umwelt auswirkt und die Ergebnisse in einem gemeinsamen Bericht veröffentlicht. Im Rahmen dieser Arbeit wurden Anbaupraktiken von GV-Pflanzen in Übersee und die Auswirkungen ihrer Bewirtschaftung auf die Ackerbegleitflora sowie die biologische Vielfalt analysiert. Solche Kulturen treiben die Intensivierung der Landwirtschaft und damit den Biodiversitätsverlust weiter, so die drei Institutionen.


Eine intensive Landbewirtschaftung und die damit einhergehende Verwendung hoher Mengen an Pflanzenschutzmitteln sind Hauptursachen für den Verlust von Biodiversität. In Nord- und Südamerika werden seit knapp 20 Jahren gentechnisch veränderte Pflanzen mit Resistenzen gegen verschiedene Totalherbizide (z.B. Glyphosat) großflächig angebaut. Die Studie zeigt, dass im Verlauf dieser Zeit der Herbizidverbrauch kontinuierlich ansteigt. Die Folge ist eine deutliche Abnahme der Biodiversität auf und neben den Ackerflächen.

Auswirkungen von herbizidresistenten Nutzpflanzen. Der intensive, langjährige Anbau von herbizidresistenten Pflanzen und der damit verbundene Einsatz von Totalherbiziden führen zum Aufkommen von herbizidresistenten Ackerbeikräutern. Es werden daher zunehmende Mengen von Totalherbiziden, meistens Glyphosat und weitere Herbizide eingesetzt. Die intensive Verwendung von Pflanzenschutzmitteln führt auch zu einem Verlust von Tierarten in landwirtschaftlich genutzten Lebensräumen. Die ExpertInnen gehen davon aus, dass dieser Effekt eine der Ursachen für den Rückgang auch von geschützten Arten, wie z.B. dem Monarchfalter in Amerika, darstellt.

Der umfassende Bericht "Agronomic and environmental aspects of the cultivation of genetically modified herbicide-resistant plants" steht als Download zur Verfügung.



[ #natur #freunde #umwelt ]⇒

Freitag, 3. März 2017

[ #naturschutz ] Naturschutz und Anbau gentechnisch veränderter Organismen

Studie: Risikoszenarien und Umsetzungsstrategien zum Anbau gentechnisch veränderten Organismen im Hinblick auf den Naturschutz

Umwelt- und Naturschutzfragen sind beim Anbau von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) von großer Bedeutung, da immer Unsicherheiten aus der GVO-Risikoabschätzung verbleiben. Unerwartete Umwelteffekte können besonders geschützte Tier- und Pflanzenarten sowie Schutzgebiete beeinflussen bzw. beeinträchtigen. Auch bestehen Schutzverpflichtungen sowohl nach europarechtlichen als auch nach nationalrechtlichen Vorgaben, die bei einem GVOAnbau zu berücksichtigen sind.

Im Fokus der Studie steht die Frage, wie Umwelt- und Naturschutzaspekte beim Anbau von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) berücksichtigt werden können. Dabei steht vor allem das räumliche Konfliktpotenzial zwischen GVO-Anbau und Naturschutz im Vordergrund.

Zwei Fallbeispiele zeigen die Auswirkungen eines potenziellen GVO-Anbaus in bzw. in der Umgebung von naturschutzrechtlich geschützten Gebieten. Das erste behandelt den Anbau von insektenresistentem Mais im südoststeirischen Hügelland, das zweite den Anbau von herbizidtolerantem Raps in der Nähe des Neusiedler Sees. In beiden Fällen werden Risikoszenarien dargestellt und Umsetzungsstrategien entwickelt. Darauf aufbauend werden Empfehlungen für den Anwendungsfall gegeben und aufgezeigt, welche Datengrundlagen notwendig sind, um potenzielle Risiken (z.B. für geschützte Arten) abzuschätzen.

[ #natur #freunde #umwelt ]⇒

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INHALT
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS
ZUSAMMENFASSUNG
SUMMARY

1 EINLEITUNG

2 UMWELTWIRKUNGEN VON GENTECHNISCH VERÄNDERTEN ORGANISMEN
2.1 Grundlagen
2.1.1 Gentechnisch veränderte Organismen
2.1.2 Allgemeine Umwelteffekte
2.1.3 Bewertungsproblematik
2.2 Insektenresistenz am Beispiel Bt-Mais
2.2.1 Effekte auf Nichtzielorganismen
2.2.2 Effekte auf ökologische Funktionen
2.2.3 Resistenzentwicklung
2.3 Herbizidtoleranz am Beispiel HT-Raps
2.3.1 Effekte auf Nichtzielorganismen
2.3.2 Genflussproblematik
2.3.3 Persistenz und Invasivität
2.3.4 Veränderung der Managementmaßnahmen und Herbizidresistenz

3 RECHTLICHE GRUNDLAGEN
3.1 Naturschutzrechtliche Grundlagen
3.1.1 Naturschutzgesetze
3.1.2 Schutzgebiete
3.1.3 Prädikate
3.2 Gentechnikrechtliche Grundlagen
3.2.1 Europarecht
3.2.2 Die Gentechnikvorsorgegesetze der Bundesländer

4 ÖSTERREICHISCHE RAPS- UND MAISANBAUGEBIETE
4.1 Räumliche Gegebenheiten
4.1.1 Maisanbaugebiete
4.1.2 Rapsanbaugebiete
4.1.3 Schutzgebiete
4.2 Konfliktpotenzial
4.2.1 Maisanbau vs. Naturschutz
4.2.2 Rapsanbau vs. Naturschutz

5 FALLBEISPIELE
5.1 Allgemeines
5.1.1 Ziele
5.1.2 Auswahl der Fallbeispiele
5.2 Fallbeispiel 1: Anbau von Bt-Mais in einem Teil des südoststeirischen Hügellandes
5.2.1 Gebietsbeschreibung
5.2.2 Anbauszenario
5.2.3 Gefährdungsszenario
5.2.4 Möglichkeiten der Gesetzgebung
5.2.5 Umsetzungsszenario
5.3 Fallbeispiel 2: Anbau von HT-Raps im Bereich Neusiedlersee und Umgebung
5.3.1 Gebietsbeschreibung
5.3.2 Anbauszenario
5.3.3 Gefährdungsszenario
5.3.4 Möglichkeiten der Gesetzgebung
5.3.5 Umsetzungsszenario

6 SCHLUSSFOLGERUNGEN
6.1 Zusammenfassende Analyse
6.2 Zusammenfassende Empfehlungen
6.3 Offene Fragen

7 LITERATURVERZEICHNIS