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Freitag, 8. September 2023

[ #biodiversität ] OASIS 2.0 - Österreichisches Artenschutz-Informationssystem (Version 2.0)


Ist der Distelfalter in Österreich geschützt? Ist er als gefährdete Art in den Roten Listen zu finden? Dürfen Heilkräuter gesammelt werden? Darf man ein Hornissennest entfernen?

Lange waren solche Fragen nur schwer zu beantworten. Der gesetzliche Artenschutz ist Ländersache. Es existieren daher neun verschiedene Landesgesetze. Bei Säugetieren, Fischen und Vögeln sind auch die jeweiligen Fischerei- und Jagdgesetze der Bundesländer zu berücksichtigen. Über den Gefährdungsstatus unserer Arten sind in Österreich bislang über 100 Rote Listen erschienen. Diese beziehen sich auf unterschiedliche Zeiträume und unterschiedliche geographische Einheiten (z.B. Bundesgebiet, Bundesländer). Oft sind diese Bände vergriffen und nur mehr in Bibliotheken zugänglich. Manche Listen wurden lediglich in regionalen Zeitschriften mit geringer Verbreitung veröffentlicht.

Aber Artenschutz geht uns alle an. Seine Grundlagen dürfen nicht nur engen Fachkreisen vorbehalten bleiben. Informationen über den Gefährdungs- und Schutzstatus unserer Tier- und Pflanzenarten sollten leicht zugänglich sein. Daher sammelt das Umweltbundesamt im Auftrag und mit Unterstützung des Lebensministeriums die Schutz- und Gefährdungseinstufungen von österreichischen Arten und macht diese Informationen über das Internet zugänglich.

Welche Gruppen sind gespeichert?

ArtenGefährdungstatus nach den Roten ListenSchutzstatus nach Landesgesetz
Säugetiereeingespielteingespielt
Vögeleingespieltin Arbeit
Reptilieneingespieltin Arbeit
Amphibieneingespieltin Arbeit
Fischeeingespieltin Arbeit
Schmetterlingeeingespieltin Arbeit
Libelleneingespieltin Arbeit
Weichtiereeingespieltin Arbeit
Heuschreckenin Arbeitin Arbeit
Netzflüglerin Arbeitin Arbeit
Käferin Arbeitin Arbeit
Spinnenin Arbeitin Arbeit
Gefäßpflanzenin Arbeitin Arbeit


 [ #natur #freunde #umwelt ]⇒ 

Sonntag, 6. August 2023

[ #bienen ] Wildbienen in Österreichs Wälder

Der Wald - ein Wildbienenparadies? Eine Studie, durchgeführt vom Umweltbundesamt, beschäftigt sich mit der Situation der Wildbienen in Österreichs Wäldern.

„Wälder bieten Wildbienen einen unersetzlichen Lebensraum und lebensnotwendige Nahrungsquellen“, fasst Rudolf Freidhager, Vorstandssprecher der Österreichischen Bundesforste (ÖBf) die wichtigsten Ergebnisse der Studie der ORF-Umweltinitiative MUTTER ERDE und Österreichischen Bundesforste (ÖBf), durchgeführt vom Umweltbundesamt zusammen. „Wildbienen bevorzugen warme und trockene Wälder, Waldränder oder Lichtungen als Nist- und Brutplätze und Nahrungsquellen.“ Hildegard Aichberger, Geschäftsführerin der ORF-Umweltinitiative MUTTER ERDE und Initiatorin des heurigen Themenschwerpunktes „Wildbiene“, fügt hinzu: „Knapp 700 Wildbienenarten leben in Österreich. Mit ihrer Bestäubungsarbeit leisten sie einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt. Mit der Studie wollen wir die Situation und Lebensraumanforderungen der Wildbienen in Österreichs Wäldern erstmals erforschen und damit einen Beitrag zum Erhalt der Wildbienenpopulationen leisten.“

Baumhöhlen als Nistplätze. „Wildbienen nutzen Baumstrünke, Baumhöhlen oder hohe Wurzelstöcke gerne als Nistplätze“, erläutert Freidhager. Die auf der Roten Liste stehende Holzbiene (xylocopa) etwa verwendet alte Käfergänge im Holz für ihre Bruten oder nagt selbst welche. Die Gänge werden in einzelne Zellen unterteilt, und in jeder dieser Zellen wächst eine Bienenlarve heran, die sich vom eingelagerten Pollen und Nektar ernährt. Auch durch natürliche Einflüsse wie Blitzschlag, Waldbrand, Alter oder Insektenbefall absterbende Bäume bieten den Wildbienen wertvolle Brut- und Nistplätze. So kann ein vom Sturm gebrochener Baum über viele Jahre hinweg Brut- und Lebensraum für Wildbienen sein. „Altes, abgestorbenes Holz lassen wir mancherorts gezielt stehen“, so der Waldexperte. Einige Wildbienen brauchen Totholz auch zur Larvenbildung. „Wildbienen lassen sich gerne in Laubhölzern nieder und besiedeln Eichen, Buchen, Eschen, Ulmen oder Obstbäume.“ Auch Waldränder bieten vielfältige Nistmöglichkeiten. Rund 50 % der Wildbienen nisten am Boden, viele auch in Röhrensystemen wie etwa hohlen Baumlöchern. „Diese Strukturen müssen im Lebensraum der Bienen vorhanden sein“, bestätigt Freidhager.

Blühende Bäume als Nahrungsquelle. Ergänzend zu Blumenwiesen, die häufig nur wenige Wochen im Jahr blühen, stellen blühende Bäume und Sträucher im Wald eine wichtige Futterquelle für Wildbienen dar. Sie ernähren sich hauptsächlich von Pflanzensäften, insbesondere dem zuckerhältigen Nektar. „Wildbienen fliegen auf blühende Bäume“, unterstreicht Freidhager die Bedeutung bienenfreundlicher Wälder, „Berg- und Spitzahorn, Vogelkirsche, Elsbeere, Lindenarten oder Weiden sind beliebte Nektarquellen“. Auch Hartriegel, Liguster, Kreuz- und Weißdorn, Rosskastanie und Vogelbeeren werden von Wildbienen aufgesucht. Insbesondere die Weiden sind essentielle Nahrungsquellen, da sie bereits im zeitigen Frühjahr Pollen für die Bienenvölker bereitstellen. Sie zählen zu den wertvollsten Bienen-Futterstoffen überhaupt. „Wir fördern gezielt bienenfreundliche Baumarten in unseren Wäldern“, betont Freidhager die Artenvielfalt.

Der Wald als Wildbienenparadies. „Je natürlicher umso besser“, bringt es Rudolf Freidhager auf den Punkt. „Mit einer naturnahen Waldbewirtschaftung erhalten wir die natürlichen Lebensräume der Wildbienen.“ Das Belassen von Altholzinseln, Höhlenbäumen, alten oder absterbenden Bäumen sichert wertvolle Nist- und Brutplätze. Eine Schlüsselrolle für die Attraktivität als Lebensraum für Wildbienen spielt aber auch das Angebot an Nahrung (Blüten). „Baumarten mit hohem Nektar- bzw. Pollenangebot können gezielt berücksichtigt und gefördert werden. Für die Bienenweiden eignen sich etwa Berg- und Spitzahorn, Vogelkirsche, Elsbeere und Lindenarten. Die Waldränder können durch Weiden, Vogelbeeren, Wildapfel oder Feldahorn ansprechend gestaltet werden“, blickt Freidhager abschließend in eine bienenfreundliche Zukunft.


[ #natur #freunde #umwelt ]⇒

Ein schneller Blick auf den INHALT:

ZUSAMMENFASSUNG 5
SUMMARY 6
1 EINLEITUNG: FOKUS DER STUDIE 7
2 WISSENSWERTES ZUR BIENE8
2.1 Lebensweise8
2.2 Anforderungen an Lebensräume 9
2.3 Gefährdungen 9
2.4 Rote Liste 10
3 WALDÖKOSYSTEME ALS LEBENSRAUM UND
NAHRUNGSQUELLE12
3.1 Nistplätze für Bienen 13
3.2 Nahrungsquellen für Bienen („Trachtpflanzen“) 14
3.3 Bestäubung im Wald15
3.4 Barrierewirkung von Wäldern16
3.5 Waldgesellschaften für Bienen 16
3.6 Waldhonig 18
4 BIENENFREUNDLICHE WALDBEWIRTSCHAFTUNG 20
4.1 Baumartenwahl und Mischung 20
4.2 Holzernte und Durchforstung – Lücken im Wald 21
4.3 Belassen von Altholzinseln und Totholz 22
4.4 Waldränder gestalten 22
4.5 Schutz von gefährdeten Waldökosystemen 23
5 LITERATUR 26

Sonntag, 12. März 2017

[ #boden ] Österreich: Bodeninformationssystem BORIS

Das Bodeninformationssystem BORIS informiert über den Zustand der Böden in Österreich. 

Seit Juni 2015 steht eine neue, überarbeitete Version von BORIS zur Verfügung, die das Umweltbundesamt im Auftrag der Bundesländer und des Bundes in den letzten zwei Jahren entwickelte. BORIS dient nicht nur Expertinnen und Experten als wichtige Informationsquelle sondern ist durch seine einfache Bedienung und maßgeschneiderte Auswertungen auch für die Öffentlichkeit nutzbar.

Über das neue  BORIS – Bodendatenportal  können UserInnen Standorteigenschaften, Bodenbeschaffenheit sowie Messwerte aus über 40 Untersuchungen abfragen. Die Parameter der Datenabfrage können individuell festgelegt werden. Das Ergebnis wird wahlweise als dynamische Landkarte, tabellarisch oder als Report ausgegeben. Karten Komplexe Auswertungen von Schwermetallen in Böden, organischer Substanz und weiteren Bodenparameten sind in Form von Karten aufbereitet, die einen schnellen Überblick über Substanzgehalte in österreichischen Böden liefern.

Das neue, webbasierte Geographische Informationssystem ermöglicht die Verschneidung der Daten mit verschiedenen Fach- und/oder Basiskarten wie der Europabodentypenkarte oder der landwirtschaftlichen Bodenkartierung eBOD. Neu ist auch die Möglichkeit, Bodendaten mit aktuellen Wasserkarten zu verknüpfen, die Gewässereinzugsgebiete oder oberflächennahe Grundwasserkörper abbilden.

Online abrufbar. BORIS beinhaltet mehr als 1,5 Mio. Datensätze von über 10.000 Standorten. Die Datenbasis bilden Bodeninformationen des Bundes und der Länder wie die Bodenzustandsinventuren, die das Umweltbundesamt durch BORIS qualitätsgesichert und vergleichbar zur Verfügung stellt. Dadurch können sie z.B. für wissenschaftliche Fragestellungen und für Umweltverträglichkeitsprüfungen genutzt werden.

Die BORIS – Datenstruktur sowie Daten-Bereitstellungsdienste entsprechen den Vorgaben der EU – INSPIRE – Richtlinie, die darauf abzielt, eine europäische Geodateninfrastruktur  zu schaffen.

 [ #natur #freunde #umwelt ]⇒

Sonntag, 5. März 2017

[ #fische ] Fischfauna in Österreich

Die österreichische Fischfauna umfasst 77 Spezies, davon gelten 18 Arten als ursprünglich nicht heimisch. 

Die österreichische Fischfauna umfasst 77 Spezies, davon gelten 18 Arten als nicht autochthon (ursprünglich nicht heimisch). Die Anzahl derzeit lebenden, autochthonen österreichischen Fischarten beträgt damit 59. Vier Arten (Waxdick, Glattdick, Sternhausen, Hausen: alle aus der Familie der Störe) sind ausgestorben.

Gefährdungssituation. So erfreulich es ist, dass noch ein sehr großer Anteil des ursprünglichen Artenspektrums in Österreich nachzuweisen ist, so dramatisch kann der Grad der Gefährdung gesehen werden: die Fische gehören zu den am stärksten gefährdeten Tiergruppen Österreichs, insgesamt sind 44 Arten der autochthonen Fischfauna in den unterschiedlichen Gefährdungskategorien der Roten Liste angeführt. Die Gefährdung beruht zum überwiegenden Teil auf der anthropogenen (durch den Menschen hervorgerufenen) Veränderung der entsprechenden Lebensräume.

Vorteilhaftes PDF-Book. Der Download als PDF-Datei bringt zudem gegenüber der gebundenen Ausgabe für den Nutzer viele Vorteile. So detwa die bequeme Suchmöglichkeit über die PDF-Suchfunktion, die damit jedes Stichwortverzeichnis schlägt.

Verlagsinformation. Fischfauna in Österreich. Ökologie-Gefährdung-Bioindikation Fischerei-Gesetzgebung
Wien, 1997
Monographien, Band 087
ISBN: 3-85457-380-4
140 S. + Fototeil

[ #natur #freunde #umwelt ]⇒

Lohnt sich ein Download? Ein schneller Blick auf den Inhalt sagt mehr: 

 ZUSAMMENFASSUNG + DANKSAGUNG/SUMMARY  5/6
1 EINLEITUNG  9
2 FISCHARTENSPEKTRUM IN ÖSTERREICH  10
2 1 Ursprünglichkeit und Verbreitung  10
2 1 1 Neunaugen (Petromyzontidae) 10
2 1 2 Störe (Acipenseridae) 11
2 1 3 Aale (Anguillidae)  12
2 1 4 Lachsartige (Salmonidae) 12
2 1 5 Renken (Coregonidae) 14
2 1 6 Äschen (Thymallidae) 14
2 1 7 Hechte (Esociidae)  14
2 1 8 Hundsfische (Umbridae) 14
2 1 9 Karpfenartige (Cyprinidae)  15
2 1 10 Schmerlen (Cobitidae)  18
2 1 11 Bartgrundeln (Balitoridae) 19
2 1 12 Welse (Siluridae)  19
2 1 13 Zwergwelse (Ictaluridae) 19
2 1 14 Dorschfische (Gadidae)  19
2 1 15 Stichlinge (Gasterosteidae) 19
2 1 16 Barsche (Percidae) 20
2 1 17 Sonnenbarsche (Centrarchidae) 20
2 1 18 Buntbarsche (Cichlidae)  20
2 1 19 Lebendgebärende Zahnkarpfen (Poecillidae) 20
2 1 20 Grundeln (Gobiidae)21
2 1 21 Koppen (Cottidae) 21
3 ÖKOLOGISCHE CHARAKTERISTIK DER HEIMISCHEN FISCHFAUNA 27
3 1 Laichsubstrat und spezifisches Laichverhalten 29
3 2 Lebensraumbeziehungen 31
3 2 1 Fließgewässer 31
3 2 2 Seen  42
3 2 3 Fallbeispiele  47
3 2 3 1 Fallbeispiel Lunzer See 47
3 2 3 2 Fallbeispiel Mondsee 47
3 2 3 3 Fallbeispiel Neusiedler See  48
3 2 4 Neue Forschungsrichtungen 51
4 GEFÄHRDUNG DER HEIMISCHEN FISCHFAUNA 54
4 1 Gefährdungsstatus 54
4 2 Gefährdungsursachen  62
4 2 1 Abwasserbelastung 62
4 2 2 Wasserbau 62
4 2 2 1 Regulierung 63
4 2 2 2 Wildbach- und Lawinenverbauung  67
4 2 2 3 Wasserkraftnutzung 67
4 2 3 Geschiebebaggerungen und Gewässerpflegemaßnahmen70
4 2 4 Schiffahrt 70
4 2 5 Freizeitnutzung  74
4 3 Entwicklungsziele 75 
5 ZUR VERWENDUNG VON FISCHEN ALS
BIOINDIKATOREN IN ÖSTERREICH (A Chovanec, T Spindler) 76
5 1 Zum Begriff der Bioindikation  76
5 2 Fische als Bioindikatoren 77
5 3 Fische als Schadstoffindikatoren  77
5 4 Fische als Testorganismen  80
5 5 Fische als Indikatoren von Gewässerstrukturen 82
5 6 Fischfauna als Bewertungskriterium zur
ökologischen Funktionsfähigkeit von Fließgewässern 84
6 FISCHEREI IN ÖSTERREICH 87
6 1 Entwicklung der Fischerei 87
6 1 1 Allgemein 87
6 1 2 Donaufischerei  88
6 1 3 Angelfischerei 90
6 2 Fischerei heute 91
6 2 1 Spektrum der Fischerei 91
6 2 1 1 Der Friedfischer 92
6 2 1 2 Der Raubfischfischer  94
6 2 1 3 Der Fliegenfischer94
6 2 1 4 Der Daubelfischer 95
6 2 2 Fischer in Österreich 96
6 2 3 Einfluß der Fischerei auf die Fischbestände 98
6 2 4 Fischerei und Umweltschutz 101
6 2 5 Zukünftige Tendenzen und Aufgaben in der Angelfischerei 103
7 FISCHEREIRECHT IN ÖSTERREICH 108
7 1 Geschichtliche Entwicklung  108
7 2 Fischereirecht heute  110
7 2 1 Kompetenzen  110
7 2 2 Fischereirecht 110
7 2 2 1 Begriff des Fischereirechtes 110
7 2 2 2 Fischwasser  111
7 2 2 3 Fischereireviere 111
7 2 2 4 Verpachtung 112
7 2 2 5 Fischereikataster, Fischerbuch 112
7 2 2 6 Behörden und Interessensvertretungen 113
7 2 2 7 Bewirtschaftungsbestimmungen 116
7 2 3 Fischereipolizeiliche Bestimmungen 117
7 2 3 1 Fischerkarte  117
7 2 3 2 Schonzeiten und Brittelmaße 117
7 2 3 3 Verbote 120
7 2 4 Beziehungen zu anderen Rechten 120
7 2 4 1 Wasserrecht 120
7 2 4 2 Jagdrecht 122
7 2 4 3 Eigentumsrecht 122
7 2 4 4 Naturschutzrecht 122
7 3 Anmerkungen zu den Fischereigesetzen 123
7 4 Rechtsgrundlagen 125
8 LITERATURVERZEICHNIS 128
 ANHANG – Phototeil 141