Montag, 1. Mai 2017

[ #eLexika ] Spinnen - Online-Bestimmungsschlüssel

Vor allem in den Industrieländern ist die Angst vor Spinnen weit verbreitet. In Westafrika hingegen werden Spinnen als Götter verehrt.

Alle Spinnenarten, von denen es in unseren Breitengraden rund 1000 gibt, leben räuberisch von der Jagd auf andere Insekten. Sie haben damit eine bedeutende Funktion in der Natur als Regulator der Insektenfauna. Eine Ahnung davon, wie wichtig Spinnen im Naturhaushalt sind, bekommt man, wenn man frühmorgens die von Tautropfen schweren, unzähligen Spinnennetze auf einer Wiese betrachtet – ein wunderschöner Anblick für jeden Spinnenfreund.

Spinnen sind eine Gruppe der Spinnentiere, zu denen unter anderem auch Asseln und Krebse gehören. Wie alle anderen Spinnentiere haben Webspinnen acht Beine. Sie sind größtenteils in der Dämmerung oder nachts aktiv. Dann sind sie vor allem auf Beutejagd. Die meisten Webspinnen weben Netze, um ihre Opfer zu fangen. Die Bauart der Netze ist von Art zu Art verschieden.

Webspinnen gibt es nahezu überall, doch die Einstellung ihnen gegenüber variiert. Vorallem in den Industrieländern ist die Angst vor Spinnen, die Arachnophobie, weit verbreitet. In Westafrika werden Spinnen als Götter verehrt. In einigen asiatischen Ländern werden sie als Delikatesse verspeist.

Nützlinge. In unseren Häusern fühlen sich unter anderem die Hauswinkelspinne und die Zitterspinne recht wohl und befreien uns von lästigen Insekten wie Stechmücken und Stubenfliegen. Die Hauswinkelspinne gehört zum klassischen Ekeltier, da sie groß, dunkelbraun und dicht behaart ist. Schaut man sich das Tier genauer an, wird man schnell feststellen, dass diese Spinne fast nur aus Beinen besteht. Der eigentliche Körper ist nur etwa zwei Zentimeter groß. Also eigentlich kein Grund sich zu ängstigen. Wer diesen Mitbewohner trotzdem nicht dulden will, den bittet der NABU NRW, die nützlichen Tiere nicht mit Pantoffeln, Staubsaugern oder Zeitungen zu traktieren, sondern in einem Glas einzufangen und „nach draußen“ zu bringen.

Zitterspinne. Vergleichsweise zart gebaut erscheint die Zitterspinne mit ihren dünnen grazilen Beinen und dem kleinen Körper. Obwohl sie also fast regelmäßig als Untermieter anzutreffen ist, fällt sie nicht sehr auf. Häufig bemerkt man die Zitterspinne erst, wenn man zufällig ihr Netz berührt: Sie beginnt zu zittern! Öfter noch als die Spinne selbst fallen allerdings ihre großflächigen Netze auf, vor allem, wenn sie verlassen und nach einiger Zeit verstaubt sind. Dieser eher "schwächeren" Spinne traut man gar nicht zu, dass sie sich mit großen Gegnern anlegt. Dennoch ist gerade sie es, die in Kellerschächten oder im Keller der Hauswinkelspinne nachstellt. Sie pirscht sich an das Opfer an und bewirft sie mit Fäden. Ist das Opfer in seinen Bewegungen gehemmt, wird es von der Zitterspinne in Rotation versetzt und dabei eingesponnen, bis dann der tödliche Biss angesetzt wird. Es spricht also einiges dafür, zumindest diese Spinne im Haus zu dulden.

Einige andere Spinnen verirren sich eher in unsere Häuser, als das sie diese gezielt aufsuchen. Hierzu zählt beispielsweise die bekannte Kreuzspinne, deren kunstvoll gesponnene Netze man jetzt allerorten auch in Gärten und in Blumenkübeln auf Terrassen und Balkons beobachten kann und die kleine oft an Hauswänden zu beobachtende schwarzweiß-gestreifte Zebraspringspinne. Sie sind nicht ans Leben in Häusern angepasst und sterben spätestens, wenn man im Herbst zu heizen beginnt; dann sinkt die Luftfeuchtigkeit, und die Spinnen vertrocknen.

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