Dienstag, 15. August 2023

[ #biologie ] Historisches zu "Pilze in Vorarlberg"



The New York Botanical Garden (New York, NY) - Mitglied der Biodiversity Heritage Library hat das Werk "Die Pilze (Fungi) von Tirol, Vorarlberg und Liechtenstein (1905)" - Magnus, P. (Paul), 1844-1914 in ihrem Bestand und ist dieses Biodiversity-Dokument von ihr digitalisiert worden. 

Das Werk ist online lesbar und kostenlos zum Herunterladen.
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#natur #freunde #umwelt ]

[ #pflanzenwelt ] Auwälder in Vorarlberg

 


Auwälder zählen zu den artenreichsten Lebensräumen im Mitteleuropa. 

In Vorarlberg nehmen die verbliebenen Auwaldfragmente noch ca. 2500 ha ein. Es gibt hier zwar keine spektakulären großen Augebiete wie in anderen Ländern, und nur an wenigen Stellen gibt es noch Überflutungen in natürlicher Dynamik. Dennoch sind diese Lebensräume sehr wertvoll; artenreich und attraktiv.
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 [ #natur #freunde #umwelt ]⇒ 

Montag, 14. August 2023

[ #nachhaltigkeit ] Nachhaltiger Garten


Nachhaltigkeit wird immer wichtiger: 8 Ansätze für ökologisches Gärtnern. 

Die menschengemachte Klimakrise und die damit verbundenen Wetterextreme und Umweltbelastungen nehmen zu. Ein nachhaltiger Garten schützt unsere Natur, schont Ressourcen, vermeidet Müll und fördert unsere Artenvielfalt. Wir verraten euch, wie man richtig nachhaltig gärtnert und was zu beachten ist.

Was macht einen nachhaltigen Garten aus? Es gibt zwar einige Unterschiede zu einem normalen Garten – wenn man aber ein paar Dinge beachtet, ist nachhaltiges Gärtnern gar nicht schwer. Ein Grundsatz ist zum Beispiel das Weglassen von Chemikalien und Pestiziden. Oder der Einsatz von natürlichen und wiederverwendbaren Materialien. Auch Wasser sparen und die Herstellung von eigenem Kompost gehören zum Anlegen eines nachhaltigen Gartens dazu.

Ein nachhaltiger Garten entsteht nicht von heute auf morgen. Die gute Nachricht ist: Für nachhaltiges Gärtnern braucht man nicht unbedingt einen Garten. Auch auf dem Balkon, der Terrasse oder der Fensterbank gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten, um Lebensräume für Pflanzen und Tiere zu schaffen – und sich sogar noch mit Obst- und Gemüse zu versorgen.

Wenn man nachhaltiges Gärtnern als Prozess versteht, erschafft man sich früher oder später sein eigenes, kleines Ökosystem. Und mit Tipps & Tricks reicht auch der kleinste Raum für einen eigenen "Mini-Garten" aus.

 [ #natur #freunde #umwelt ]  

Ein schneller Blick auf das Inhaltsverzeichnis:

1. Wasser verantwortungsvoll nutzen und sammeln
2. Umweltbewusstsein stärken: der Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmittel und elektronische Gartengeräte
3. Artenschutz fördern – lokale Pflanzen anbauen und heimischen Tieren Unterschlupf bieten
4. Abfälle wiederverwerten und einen Kompost anlegen
5. Natürliche Gestaltung der Gartenumgebung
6. Der Verzicht auf Plastik und Upcycling von genutzten Gegenständen
7. Mischkulturen und Fruchtfolgen beachten
8. Nachhaltig gärtnern und ernten

Donnerstag, 10. August 2023

[ #alpen ] Das Wasser der Alpen im Klimawandel

Die Alpenflüsse versorgen 170 Millionen Menschen mit Wasser. 

Der Klimawandel wird die Verfügbarkeit von Wasser in den Alpen und darüber hinaus massiv einschränken. Weniger Regen, zunehmende Trockenheit im Sommer und deutlich geringere Schneefälle im Winter sind nur einige der prognostizierten Folgen. Entsprechend werden die Ansprüche an die Nutzung der Ressource Wasser steigen, und die Konkurrenz zwischen den verschiedenen Nutzergruppen wird zunehmen.

Nur noch rund 10 Prozent der Fliessgewässer in den Alpen können als ökologisch intakt bezeichnet werden – sind also weder verschmutzt oder verbaut noch in ihrem Abflussgeschehen gestört. Die ökologische Qualität der Gewässer und ihrer Lebensräume muss deshalb verbessert und nicht weiter verschlechtert werden.

Wir dürfen nicht zulassen, dass unter dem Deckmantel des Klimaschutzes oder der Anpassung an den Klimawandel die letzten Flüsse verbaut oder durch übermässige Wasserentnahme belastet werden. Die EU-Wasserrahmenrichtlinie ist – gemeinsam mit weiteren auf den Naturerhalt ausgerichteten Gesetzen wie beispielsweise die Fauna Flora Habitat-Richtlinie oder die Vogelschutzrichtlinie – ein gutes Instrument für einen sorgsamen Umgang mit dem Wasser und für einen Erhalt und eine Verbesserung der Gewässerökosysteme.

CIPRA. Weil die Alpenländer im Umweltschutz zusammenarbeiten wollten, wurde am 5. Mai 1952 in Rottach-Egern am Tegernsee/D die Internationale Alpenschutzkommission CIPRA gegründet. Schon damals forderte die CIPRA einen internationalen Vertrag zur nachhaltigen Entwicklung in den Alpen. 1991 war es soweit: Die Alpenkonvention wurde unterzeichnet. Heute trägt die CIPRA wesentlich dazu bei, dass dieser internationale Vertrag nicht ein Papiertiger geblieben, sondern sein recht abstrakter Gedanke greifbar geworden ist.

Die CIPRA verbindet 60 Jahre nach ihrer Gründung Menschen, Projekte und Organisationen, Naturschutzorganisationen, Alpenvereine, Naturparks oder Initiativen für nachhaltigen Verkehr. über sprachliche, kulturelle, geografische und politische Grenzen hinweg.

Ein Hintergrundbericht.  CIPRA liefert Informationen und Good Practice Beispiele (Kostenloser Download).

 [ #natur #freunde #umwelt ]⇒ 

[ #fische ] Vorarlberger Fisch vor dem Aussterben: Die Nase (Chondrostoma nasus)

Die in Vorarlberg einst häufige Fischart Chondrostoma nasus steht hier vor dem Aussterben. 

Noch vor ein paar Jahrzehnten war die Nase eine der dominierenden Fischarten in unseren Flüssen. Zu den angestammten Lebensräumen gehörte auch der Alpenrhein. Heute ist die Nase eine Rarität und steht in unmittelbarer Gefahr in Vorarlberg auszusterben.
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 [ #natur #freunde #umwelt ]

[ #artenschutz ] Bedrohte Arten: Der Berg- oder Wolltapir

Elissa Berver, Mountain Tapir, CC BY-SA 2.0

Die Vorfahren dieser "lebenen Fossilien"  gab es schon vor 50 Millionen Jahren.

Der Wolltapir lebt in den Anden von Kolumbien, Peru und Ecuador. Weil er eben die hohen, kühlen Bergregionen bewohnt, er "klettert bis in Höhen von 4500 Metern,  hat er als einzige Tapir-Art ein dichtes, wolliges Fell, das ihn vor Kälte und intensiven Sonnenstrahlen (UV-Strahlung) schützt. Sein Fell ist dunkelgrau bis dunkelbraun, nur die Lippen und die Ohrspitzen sind weiß. Daher auch seine Bezeichnung Wolltapir, Bergtapir oder lateinisch: Tapirus pinchaque.

Bergtapir. Der Bergtapir ist nicht nur die einzige Art, welche ein weiches, dichtes Fell besitzt. Er ist auch die kleinste und leider auch die seltenste Tapirart und damit auch am meisten in seiner Existenz bedroht. Es gibt ihn nur in den Bergregionen der Anden. So sehr seine Existenz bedroht ist, so nützlich ist er für die Biodiversität. Die Tiere fördern als Pflanzenfresser die Ausbreitung und Keimfähigkeit zahlreicher Pflanzen deren Samen sie am Ende des Verdauungsprozesses ausscheiden. Auf dem nährstoffreichen Dung des Bergtapirs keimen viele Pflanzen aus seinem speisezettel. Die Jagd ist heute kaum mehr eine Gefährdung und natürliche Feinde sind angesichts seiner Größe eher rar. Sein gefährlichster Gegner ist der Mensch als Zerstörer seines Lebensraumes. So sind zwei der vier Tapirarten, eben der Bergtapir und der Mittelamerikanischen Tapir bedroht (endangered), und die übrigen zwei Arten (Flachlandtapir und Schabrackentapir) als gefährdet (vulnerable) bei der Weltnaturschutzorganiasation ICUN gelistet.


Tapire erscheinen uns aus  Schilderungen, Filmen und dem Zoo als schwerfällige ja stoische Tiere. Sie sind mit einem charakteristischen Rüssel ausgestattet und erinnern uns eher an einen Nasenbären, wir vermuten gar eine Verwandtschaft zum Elefanten. Die Tapire (Tapirus) sind die einzige Gattung innerhalb der gleichnamigen Säugetierfamilie aus der Ordnung der Unpaarhufer (Perissodactyla). Die Genanalysen und die Archäozoologie sagen uns: Die "Kuh" Mittelamerikas ist am ehesten ein Nashorn und stammt von dem legendären Urpferdchen ab.


Urahnen. Das Urpferd lebte auf der nördlichen Halbkugel, war nur rund einen halben Meter groß und hatte an den vorderen Gliedmaßen vier Zehen und an den hinteren drei, die hufartig mit Horn bedeckt waren. Die heutigen Tapire erinnern in ihrem Fußbau an das Urpferd, denn sie haben noch die vier Zehen vorne und drei hinten. Im Verlauf von 50 Millionen Jahren wurden aus dem halbmetergroßen Urpferd zunächst Tapire, Zebras, Esel und Nashörner. Den Urtapiren fehlte noch der typische Rüssel aber seit 25 Millionen Jahren schaut der Tapir eben so aus wie wir ihn heute kennen. Sein kurzer, muskulöser Rüssel - eine Verlängerung von Nase und Oberlippe - sezt dieses sehr flexible Organ vor allem zum Riechen und Tasten ein, natürlich zum Ergreifen und Fassen von Zweigen, Blättern und Früchten. Neben Blättern verzehren sie auch Wasserpflanzen, Knospen, Zweige und Früchte.


Die Nashörner - sie gelten als die "nächsten Verwandten" der Tapire - haben jeweils vorne und hinten drei Zehen. Bei den Pferden sind nur die Mittelzehen als Laufgliedmaßen erhalten geblieben. Die dritte Zehe ist die am stärksten ausgebildete, bzw. bei den Pferden die einzige Zehe, auf denen das Gewicht der Tiere lastet. Die Tiere sind auf ihr Waldleben hin geformt: Der Tapir ist an der Vorderseite "zugespitzt" und an der Hinterseite abgerundet, was das Bewegen in dichten Wäldern erleichtert.

Habitat. Tapire sind dämmerungsaktiv. Tagsüber ziehen sie sich die scheuen Tiere ins Gebüsch und Unterholz zurück. sie können gut schwimmen und gar tauchen. Sie haben zwei durch die Erdgeschichte getrennte Verbreitungsgebiete: Drei Arten leben in Mittel- und Südamerika, wo sie vom südlichen Mexiko bis in das südliche Brasilien und das nördliche Argentinien verbreitet sind. Der Schabrackentapir hingegen lebt in Südostasien, von Myanmar bis zur Malaiischen Halbinsel und auf Sumatra.

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          [ #roteliste ] Schweiz: Liste mit 3606 national prioritären Arten online


          3606 Arten mit nationaler Priorität der Schweiz für die Erhaltung und Förderung, Stand 2010. Die 3606 in die Liste aufgenommenen Arten verdeutlichen die Verantwortung der Schweiz für viele gefährdete Arten, insbesondere für Bewohner des Alpenraums. Die große Zahl berücksichtigter Arten erlaubt es, Naturschutzmaßnahmen flexibel zu planen und umzusetzen.

          Eine Vielzahl von Arten besiedeln unsere Umwelt, gestalten und verändern sie. Jede Art spielt eine spezifische Rolle in ihrem Ökosystem und erbringt allein durch ihre Existenz Dienstleistungen von unschätzbarem Wert; indem ein Pilz zum Beispiel Mineralstoffe im Boden rezykliert oder ein Insekt Obstbäume bestäubt. Dieser Artenreichtum ist unbedingt zu erhalten, denn nach heutigem Wissen ist der Nutzen, den wir daraus ziehen, anderweitig nur zu sehr hohen gesellschaftlichen Kosten zu erzielen und ist in vielen Fällen schlicht unersetzlich.

          Die Liste der National Prioritären Arten umfasst 3606 Arten aus 21 verschiedenen Organismengruppen, darunter Wirbeltiere, Wirbellose, Pflanzen, Pilze und Flechten. Die Prioritätsbestimmung im Hinblick auf Arterhaltung und -förderung wurde von Sachverständigen abhängig vom Gefährdungsgrad der Arten und der internationalen Verantwortung der Schweiz für die einzelnen Spezies vorgenommen. Die Publikation erläutert die angewendete Methodik und stellt den Gefährdungsgrad, die Verantwortung der Schweiz und den Handlungsbedarf für alle 3606 prioritären Arten tabellarisch dar.

          Die Liste fügt sich in eine globale Strategie zum Schutz der Biodiversität und damit zum Erhalt von bedrohten Arten und Ökosystemen ein. Zur Erstellung dieser Liste haben Expertinnen und Experten über 13000 Arten aus 21 Organismengruppen – von den Säugetieren über Fische und Blütenpflanzen bis zu den Pilzen – analysiert.

          Mit der Einstufung der Priorität anhand des Gefährdungsgrads und der internationalen Verantwortung wird es möglich, Maßnahmen gezielt für jene Arten zu ergreifen, bei denen der grösste Handlungsbedarf besteht. Dies erlaubt einen effizienten Einsatz der für den Artenschutz verfügbaren Ressourcen.  Aufbauend auf der Liste National Prioritärer Arten wird ein Konzept Artenförderung Schweiz erarbeitet, das auf nationaler Ebene Ziele für die Artenvielfalt definiert und Strategien für die Umsetzung beschreibt.

          Die als PDF-Download vorliegende Publikation ergänzt die nationalen Roten Listen und die artenspezifischenAktionspläne der Schweiz und erweitert so das Instrumentarium im Bereich der Artenförderung.

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          [ #amphibien ] Der Chytridpilz: Das Massensterben von Amphibien

          Afrikanischer Krallenfrosch - Wikiepedia

          Ein mikroskopisch kleiner Chytridpilz führt weltweit zum Massensterben von Fröschen und gar zum Aussterben von Arten

          Massensterben von Amphibien wurden in Australien und Mittelamerika in den 1980er und 1990er Jahren beobachtet, aber erst 1998 konnte der Krankheitserreger, der Chytridpilz mit dem wissenschaftlichen Namen Batrachochytrium dendrobatidis, identifiziert und beschrieben werden. Infektionen mit Chytridpilzen sind keinesfalls nur ein Phänomen der letzten Jahre, sondern sind schon länger bekannt. Die älteste bekannte Infektion wurde in den 1920er-Jahren in Afrika nachgewiesen. Der Chytridpilz hat sich seither immer weiter ausgebreitet. Wenn immer er in einem Gebiet neu aufgetaucht ist, so sind dort Frösche in grosser Zahl an der Krankheit gestorben.

          Europa. In Europa wurden der Chytridpilz und das Massensterben von Fröschen zuerst im spanischen Gebirge festgestellt. Wo der Pilz in Europa gesucht wurde, da wurde er auch gefunden. In der Schweiz wurde der Pilz in etwa der Hälfte aller Weiher, die beprobt wurden, nachgewiesen. Fast alle einheimischen Amphibienarten waren, wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß, vom Chytridpilz befallen. Und auch einzelne an der Chytridiomykose verendete Amphibien wurden in der Schweiz entdeckt, aber allerdings lange nicht im Ausmass der Massensterben in andern Gegenden.

          Der Chytridpilz wurde inzwischen auch in allen österreichischen Bundesländern nachgewiesen und seine voranschreitende Ausbreitung bedeutet eine zusätzliche Bedrohung für die bereits stark gefährdetetn Amphibienpopulationen in ganz Österreich.

          Auch in Deutschland lässt sich der Chytridpilz bei einheimischen Arten nachweisen. So wurde der Pilz bei in Deutschland heimischen Amphibienarten wie der Geburtshelferkröte, dem Feuersalamander und der Erdkröte gefunden. Geburtshelferkröten im Gebirge leben offenbar gefährlich. Ihr Risiko, an der Amphibienseuche zu erkranken und zu sterben, ist wesentlich höher als bei ihren Artgenossen im Flachland.

          Apothekerfrosch. Der Chytridpilz stammt ursprünglich aus Afrika und siedelt auf der Haut von afrikanischen Krallenfröschen, die gegen die Wirkung dieser Pilze jedoch immun sind. Vom Menschen wurden die für Schwangerschaftstests (Froschtest) verwendeten Krallenfrösche, die daher auch als Apothekerfrosch bezeichnet werden, weltweit verbreitet und möglicherweise mit ihnen der Pilz eingeschleppt. Der Frosch- oder Krötentest war bis in die 1960er-Jahre die Methode der Wahl zur frühen Feststellung einer Schwangerschaft. Da Amphibien in anderen Gebieten keine Immunität gegen den Pilz besitzen, könnte so eine globale Chytridiomykose-Epidemie ausgelöst worden sein. Der Handel mit Amphibien ist auf jeden Fall eine wesentliche Quelle derVerbreitung. In Deutschland ist nach Angaben des Naturschutzbundes die Chytridiomykose bei Terrarientieren inzwischen die häufigste Todesursache.

          Naturschutz. Paradoxer Weise können gerade Naturschützer, Naturfotografen und andere Amphibieninteressierte an der Verbreitung des Chytridpilzes beteiligt sein. Da die Sporen von Chytridpilzen im Wasser bis zu 24 Stunden (andere Quellen sprechen sogar von bis zu 7 Wochen im Wasser und bis zu 12 Wochen in feuchtem Sand!) überlebensfähig sind, kann der Pilz leicht - anhaftend an feuchter Kleidung, wie z. B. Gummistiefeln - von einem Feuchtbiotop zum nächsten weitergetragen werden. Gedacht werden muss z. B. auch an die Problematik der "künstlichen" Zusammenführung von Amphibien auf engstem Raum an Amphibienschutzzäunen. Verhindert man einerseits als Amphibienfreund zwar den schnellen Straßentod der Tiere, riskiert aber andererseits deren Ansteckung.

          Forschung. Forschende der Universität Zürich stellen gemeinsam mit Kollegen aus Europa und den USA im Fachjournal "Frontiers in Zoology" Methoden vor, wie der Chytridpilz bekämpft werden kann. Möglich ist die Bekämpfung mit Bakterien und Fungiziden; aber auch über eine Impfung der Frösche wird nachgedacht.

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          Mittwoch, 9. August 2023

          [ #eLexika ] Spinnen - Online-Bestimmungsschlüssel


          Vor allem in den Industrieländern ist die Angst vor Spinnen weit verbreitet. In Westafrika hingegen werden Spinnen als Götter verehrt.

          Alle Spinnenarten, von denen es in unseren Breitengraden rund 1000 gibt, leben räuberisch von der Jagd auf andere Insekten. Sie haben damit eine bedeutende Funktion in der Natur als Regulator der Insektenfauna. Eine Ahnung davon, wie wichtig Spinnen im Naturhaushalt sind, bekommt man, wenn man frühmorgens die von Tautropfen schweren, unzähligen Spinnennetze auf einer Wiese betrachtet – ein wunderschöner Anblick für jeden Spinnenfreund.

          Spinnen sind eine Gruppe der Spinnentiere, zu denen unter anderem auch Asseln und Krebse gehören. Wie alle anderen Spinnentiere haben Webspinnen acht Beine. Sie sind größtenteils in der Dämmerung oder nachts aktiv. Dann sind sie vor allem auf Beutejagd. Die meisten Webspinnen weben Netze, um ihre Opfer zu fangen. Die Bauart der Netze ist von Art zu Art verschieden.

          Webspinnen gibt es nahezu überall, doch die Einstellung ihnen gegenüber variiert. Vorallem in den Industrieländern ist die Angst vor Spinnen, die Arachnophobie, weit verbreitet. In Westafrika werden Spinnen als Götter verehrt. In einigen asiatischen Ländern werden sie als Delikatesse verspeist.

          Nützlinge. In unseren Häusern fühlen sich unter anderem die Hauswinkelspinne und die Zitterspinne recht wohl und befreien uns von lästigen Insekten wie Stechmücken und Stubenfliegen. Die Hauswinkelspinne gehört zum klassischen Ekeltier, da sie groß, dunkelbraun und dicht behaart ist. Schaut man sich das Tier genauer an, wird man schnell feststellen, dass diese Spinne fast nur aus Beinen besteht. Der eigentliche Körper ist nur etwa zwei Zentimeter groß. Also eigentlich kein Grund sich zu ängstigen. Wer diesen Mitbewohner trotzdem nicht dulden will, den bittet der NABU NRW, die nützlichen Tiere nicht mit Pantoffeln, Staubsaugern oder Zeitungen zu traktieren, sondern in einem Glas einzufangen und „nach draußen“ zu bringen.

          Zitterspinne. Vergleichsweise zart gebaut erscheint die Zitterspinne mit ihren dünnen grazilen Beinen und dem kleinen Körper. Obwohl sie also fast regelmäßig als Untermieter anzutreffen ist, fällt sie nicht sehr auf. Häufig bemerkt man die Zitterspinne erst, wenn man zufällig ihr Netz berührt: Sie beginnt zu zittern! Öfter noch als die Spinne selbst fallen allerdings ihre großflächigen Netze auf, vor allem, wenn sie verlassen und nach einiger Zeit verstaubt sind. Dieser eher "schwächeren" Spinne traut man gar nicht zu, dass sie sich mit großen Gegnern anlegt. Dennoch ist gerade sie es, die in Kellerschächten oder im Keller der Hauswinkelspinne nachstellt. Sie pirscht sich an das Opfer an und bewirft sie mit Fäden. Ist das Opfer in seinen Bewegungen gehemmt, wird es von der Zitterspinne in Rotation versetzt und dabei eingesponnen, bis dann der tödliche Biss angesetzt wird. Es spricht also einiges dafür, zumindest diese Spinne im Haus zu dulden.

          Einige andere Spinnen verirren sich eher in unsere Häuser, als das sie diese gezielt aufsuchen. Hierzu zählt beispielsweise die bekannte Kreuzspinne, deren kunstvoll gesponnene Netze man jetzt allerorten auch in Gärten und in Blumenkübeln auf Terrassen und Balkons beobachten kann und die kleine oft an Hauswänden zu beobachtende schwarzweiß-gestreifte Zebraspringspinne. Sie sind nicht ans Leben in Häusern angepasst und sterben spätestens, wenn man im Herbst zu heizen beginnt; dann sinkt die Luftfeuchtigkeit, und die Spinnen vertrocknen.


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          Dienstag, 8. August 2023

          [ #tiere ] Die Honigbiene



          Weltweit wird die Zahl der Bienenarten auf rund 20.000 geschätzt. Davon sind in Europa etwa 700 Arten heimisch. 

          Online stehen wertvolle interaktive Informationen: "Die Honigbiene - Eine interaktive Lerneinheit" und die "Die Honigbiene" im Lehrerweb.

          Die Honigbienen gehören zur Klasse der Insekten. Man kennt, vor allem in den Tropen, mehrere Millionen Insektenarten. Innerhalb der Insekten stellt man die Honigbienen zu den Hautflüglern (Hymenoptera). Die Westliche Honigbiene (Apis mellifera), auch Europäische Honigbiene genannt, ist eine Vertreterin der Gattung der Honigbienen. Ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet war nur Europa, Afrika und der Nahe Osten. Da sie für die Imkerei große Bedeutung hat, ist sie weltweit verbreitet worden, so beispielsweise bereits im Zuge der Eroberung (Kolonialisierung) anderer Kontinente durch die Europäer.

          Zusammen mit einer Vielzahl von Wildbienen - hierzu gehören z.B. auch die Hummeln - bilden sie die Bienenartigen (Apoidea).

          Zu den eigentlichen Honigbienen (Gattung Apis) gehören nach derzeitigem Stand 9 Arten, von denen acht in Asien leben (z.B. die Riesenhonigbiene Apis dorsata, die Zwerghonigbiene Apis florea oder die östliche Honigbiene Apis cerana). Bei "unserer" Honigbiene Apis mellifera, die inzwischen durch die Imkerei weltweit verbreitet ist, kennen wir wiederum verschiedene Rassen (z.B.Kärntner-Biene oder carnica, Italiener-Biene oder ligustica, Dunkle Biene oder mellifera bzw. nigra) und innerhalb der Rassen verschiedene Zuchtlinien (z.B. Peschetz, Troiseck usw.). In Deutschland wird seit Mitte des Jahrhunderts überwiegend die Carnica-Biene (Apis mellifera carnica) imkerlich gehalten.


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          [ #lehrmittel ] "Bienen und Honig"


          Fertig vorbereitetes Material für Schulen, Kinder- und Jugendarbeit. 

          Wo kommt eigentlich unser Essen her? Für viele Kinder ganz klar: Aus dem Supermarkt. Wo aber unsere Lebensmittel wirklich hergestellt werden, wissen viele Kinder heute gar nicht mehr. Das möchte das InKö-Unterrichtsmaterial gerne ändern helfen.

          Service. Dies ist nur der Hinweis auf einen Beitrag eines hier verlinkten Weblogs, einer Website oder eines Downloads. Mehr erfährt man, wenn man den untenstehenden Links folgt! Nütze auch den Link „[Google Search] ⇒ “. Er liefert allenfalls einen aktuelleren Link im Falle einer Verwaisung und/oder auch zusätzliche oder aktuellere Infos!

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          Montag, 7. August 2023

          [ #Insekten ] Wildbienen - bedrohte Einzelgänger


          Wildbienen sind eine Besonderheit. Im Gegensatz zu den Honigbienen sind sie mehrheitlich Einzelgänger. 

          Zu ihnen gehören Sandbienen, Pelzbienen oder auch die Mauerbiene. Auch unsere Hummeln gehören zu den Wildbienen, sie leben aber wie die Honigbienen auch sozial in Völkern. Mittlerweile gehören von den insgesamt 561 Wildbienenarten mehr als die Hälfte zu den gefährdeten Arten, von denen 65 extrem selten und daher vom Aussterben bedroht sind.

          Um den Wildbienen zu helfen, könnt ihr in eurem Garten Nisthilfen an sonnigen und regensicheren Stellen einrichten.

          Waagerecht aufgehängte Schilfhalme, Bambusstängel oder Holzscheiben mit Bohrungen mit einem Durchmesser von 3 - 10 mm sind zum Nisten vieler Wildbienen sehr gut geeignet. Solche einfachen Nisthilfen sind auch eine wunderbare Gelegenheit, diese wunderschönen Tiere aus nächster Nähe zu beobachten. Angst braucht man vor diesen fleißigen Helfern nicht zu haben. Sie sind sehr viel friedlicher als Honigbienen und stechen nur in allergrößter Not.


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