Dienstag, 13. Februar 2018

[ #klima ] Klimaforschung aus der polaren Perspektive


Die Beobachtungen der Temperaturveränderungen in den Polarregionen zeigen eine etwa doppelt so rasche Erwärmung in der Arktis und auf der Antarktischen Halbinsel im Vergleich zum globalen Mittel. 

Im. Dezember 2010 tagen Vertreter von 194 Staaten bei der UN-Klimakonferenz im mexikanischen Cancún. Den Klimawandel mit seinen weitreichenden und regional sehr unterschiedlichen Folgen für Mensch und Natur aufzuhalten oder zumindest zu verlangsamen, ist eine der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts geworden.

Der Bericht des Weltklimarates (IPCC) von 2007 zeigt zum einen, dass der Klimawandel extrem schnell voranschreitet und zum anderen, dass die Erwärmung der vergangenen 50 Jahre mit großer Wahrscheinlichkeit überwiegend durch den Menschen bedingt ist. Insbesondere die Polargebiete erweisen sich als sehr empfindlich gegenüber bereits geringen Klimaänderungen und spielen deshalb für das globale Klimageschehen eine besonders wichtige Rolle.


Das Alfred-Wegener-Institut für Polar – und Meeresforschung in der Helmholtz-Gemeinschaft hat sich zu einem der weltweit führenden und international anerkannten Zentren für Klimaforschung in beiden Polarregionen und den Meeren entwickelt. Einen Einblick in ihre Arbeit geben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des AWI in der Broschüre „Klimaforschung am Alfred-Wegener-Institut – Die polare Perspektive“.

"Die Beobachtungen der Temperaturveränderungen in den Polarregionen zeigen eine etwa doppelt so rasche Erwärmung in der Arktis und auf der Antarktischen Halbinsel im Vergleich zum globalen Mittel. Diese rasche Erwärmung betrifft nicht nur die Polarregionen, sondern hat weltweite Auswirkungen. Das Schmelzen der Eisschilde in Grönland und in der Westantarktis beschleunigt den Meeresspiegelanstieg und damit Veränderungen an allen Küsten, die Verringerung des Meereises beeinflusst das globale Klima, der Verlust von Permafrostregionen ändert ganze Landschaften und setzt Klimagase frei, und tiefgreifende Veränderungen des polaren Ökosystems sind als Folge zu erwarten", schreibt Prof. Dr. Karin Lochte, Direktorin des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung in der Helmholtz-Gemeinschaft, in ihrem Vorwort.


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Vorwort
Einleitung: Unser Klima aus der Polarperspektive
Verbessertes Verständnis arktischer Klimaänderungen durch Messungen und Modellierung
Physikalische Prozesse in der polaren Atmosphäre
Langzeit-Messreihen zeigen: Ozonschicht über der Antarktis konnte sich noch nicht erholen
Arktischer Eisrückgang verursacht Anomalien in Ozean und Atmosphäre
HAFOS erfasst längerfristige Veränderungen im Ozean
Meeresspiegel im Nordatlantik in nur 15 Jahren um 6 cm gestiegen
Eis im Klimawandel
Erderwärmung gefährdet die Permafrost-Regionen und damit das globale Klimasystem
Marine Klimaarchive – Aus der Vergangenheit lernen, um den Blick in die Zukunft zu schärfen
Paläoklimamodelle: Zurück in die Zukunft
Marines Plankton beeinflusst das globale Klima
Die regionalen Auswirkungen des Klimawandels rücken in den Blickpunkt
Das World Radiation Monitoring Center am AWI: weltweite Datenzentrale der Erdsystemforschung
Klimaberatung: regionalspezifisch, verständlich, solide – das Helmholtz-Klimabüro am AWI
Die stationären und mobilen Infrastrukturen des Alfred-Wegener-Instituts in Arktis und Antarktis

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