Sonntag, 26. Februar 2017

[ #alpen ] Das Wasser der Alpen im Klimawandel

Die Alpenflüsse versorgen 170 Millionen Menschen mit Wasser. 

Der Klimawandel wird die Verfügbarkeit von Wasser in den Alpen und darüber hinaus massiv einschränken. Weniger Regen, zunehmende Trockenheit im Sommer und deutlich geringere Schneefälle im Winter sind nur einige der prognostizierten Folgen. Entsprechend werden die Ansprüche an die Nutzung der Ressource Wasser steigen, und die Konkurrenz zwischen den verschiedenen Nutzergruppen wird zunehmen.

Nur noch rund 10 Prozent der Fliessgewässer in den Alpen können als ökologisch intakt bezeichnet werden – sind also weder verschmutzt oder verbaut noch in ihrem Abflussgeschehen gestört. Die ökologische Qualität der Gewässer und ihrer Lebensräume muss deshalb verbessert und nicht weiter verschlechtert werden.

Wir dürfen nicht zulassen, dass unter dem Deckmantel des Klimaschutzes oder der Anpassung an den Klimawandel die letzten Flüsse verbaut oder durch übermässige Wasserentnahme belastet werden. Die EU-Wasserrahmenrichtlinie ist – gemeinsam mit weiteren auf den Naturerhalt ausgerichteten Gesetzen wie beispielsweise die Fauna Flora Habitat-Richtlinie oder die Vogelschutzrichtlinie – ein gutes Instrument für einen sorgsamen Umgang mit dem Wasser und für einen Erhalt und eine Verbesserung der Gewässerökosysteme.

CIPRA. Weil die Alpenländer im Umweltschutz zusammenarbeiten wollten, wurde am 5. Mai 1952 in Rottach-Egern am Tegernsee/D die Internationale Alpenschutzkommission CIPRA gegründet. Schon damals forderte die CIPRA einen internationalen Vertrag zur nachhaltigen Entwicklung in den Alpen. 1991 war es soweit: Die Alpenkonvention wurde unterzeichnet. Heute trägt die CIPRA wesentlich dazu bei, dass dieser internationale Vertrag nicht ein Papiertiger geblieben, sondern sein recht abstrakter Gedanke greifbar geworden ist.

Die CIPRA verbindet 60 Jahre nach ihrer Gründung Menschen, Projekte und Organisationen, Naturschutzorganisationen, Alpenvereine, Naturparks oder Initiativen für nachhaltigen Verkehr. über sprachliche, kulturelle, geografische und politische Grenzen hinweg.

Ein Hintergrundbericht.  CIPRA liefert Informationen und Good Practice Beispiele (Kostenloser Download).
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