Mittwoch, 19. Juli 2017

[ #chemie ] Glyphosat-Report: Glyphosat und Krebs


Systematischer Regelbruch durch die Behörden.

Tricks. Die Tricks von Monsanto und der Beitrag der Behörden, um Glyphosat vor einem Verbot zu retten: Alle mit der Bewertung befassten Behörden, darunter das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), haben die Krebsbefunde systematisch weg interpretiert. Sieben der zwölf von den Behörden ausgewerteten Langzeitstudien belegen jedoch Krebsbefunde.

EU. Nach EU-Recht genügen zwei voneinander unabhängige Studien mit positiven Krebsbefunden, um eine Substanz als krebserregend einzustufen. Im Fall von Glyphosat weisen mindestens sieben von zwölf Langzeitstudien positive Krebsbefunde auf.

Die beteiligten EU-Behörden haben die Beweislage gezielt geschwächt, etwa indem eine mit schweren Qualitätsmängeln behaftete Studie unangefochten blieb, um das Fehlen von Tumoreffekten zu "beweisen", während eine andere, wichtige Studie mit fadenscheinigen Argumenten von der Bewertung ausgeschlossen wurde. Die Bewertung folgt industrie-politischen, nicht wissenschaftlichen Vorgaben.

Die Vertreter*innen der EU-Mitgliedsstaaten, die über Glyphosat beraten, dürfen dem fehlerhaften Urteil der Behörden nicht folgen. Sie müssen das in der EU geltende Vorsorgeprinzip anwenden und ein Verbot von Glyphosat durchsetzen.

Glyphosat-Report. Der Report wurde von der österreichischen Schwesterorganisation des BUND, Global 2000, mit der Unterstützung verschiedener anderer Organisationen, veröffentlicht. Als ein Autor hat auch der Vorarlberger Dr. Helmut Burtscher-Schaden aus Höchst an der Veröffentlichung mitgewirkt.

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Inhalt des englischsprachigen Reportteils:
Introduction 3
Chapter 1
Carcinogenicity assessment: 4
How to get it right
Chapter 2
Scientific methods to reduce 6
uncertainties
Chapter 3
Reality check: Is glyphosate 9
carcinogenic?
Chapter 4
How the authorities got their 14
glyphosate assessments wrong
Conclusion 23
References 24
About the authors and editors 26

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