Dienstag, 9. April 2019

[ #biodiversität ] Auswirkungen von Glyphosat auf die Biodiversität


Glyphosat ist weltweit der meist verwendete Herbizidwirkstoff und wird sowohl in der konventionellen Landwirtschaft als auch beim Anbau gentechnisch veränderter Kulturpflanzen eingesetzt. 

Der von Monsanto 1974 unter dem Namen Roundup® auf den Markt gebrachte Wirkstoff ist heute Hauptbestandteil vieler verfügbarer Breitbandherbizide. Seit seiner Einführung wird der weltweite Verbrauch auf insgesamt 8,6 Millionen Tonnen geschätzt, welcher in den letzten 20 Jahren als kostengünstige und einfache Alternative zur mechanischen Beikrautregulierung stark gestiegen ist.

Gentechnik und Glyphosat. Einen weiteren deutlichen Anstieg des Einsatzes von Glyphosat brachte die Einführung gentechnisch veränderter, glyphosatresistenter Nutzpflanzen, denn diese können mit dem Herbizid besprüht werden, ohne Schaden zu nehmen, während Beikraut und andere Pflanzen absterben. Gemäß einer Marktanalyse wird Glyphosat auch künftig der weltweit wichtigste Herbizidwirkstoff bleiben.

In Deutschland wurden nach Mitteilung des UBA zwischen 2008 und 2016 im Schnitt ca. 5.000 Tonnen Glyphosat abgesetzt. Landwirtschaftsbetriebe sind dabei die Hauptanwender, nichtberufliche Anwendungen liegen bei unter 100 Tonnen pro Jahr, also bei knapp 2 % der Gesamtmenge.  Glyphosatanwendungen finden in Deutschland mittlerweile auf ca. 27,5 % der landwirtschaftlich bzw. auf ca. 39,4 % der ackerbaulich genutzten Fläche statt. In Deutschland sind keine gentechnisch veränderten Kulturpflanzen zum Anbau zugelassen.

EU. Vor dem Hintergrund der Wiedergenehmigung von Glyphosat in der Europäischen Union und den anstehenden Zulassungsverfahren glyphosathaltiger Pflanzenschutzmittel auf nationaler Ebene gibt es aktuell eine intensive öffentliche und wissenschaftliche Debatte über die Auswirkungen des Wirkstoffes auf die Gesundheit von Mensch, Tier sowie auf die Umwelt.

Die EU-Risikobewertung von Pflanzenschutzmittelwirkstoffen konzentriert sich vor allem auf direkte toxische Umweltwirkungen. Indirekte und komplexe Auswirkungen auf Biodiversität undÖkosysteme sind formell zwar Teil des Prüfverfahrens, werden allerdings in der Praxis bislang nur unzureichend behandelt. Der aktuelle Stand der Wissenschaft weist jedoch darauf
hin, dass vor allem indirekte Wirkungen von Glyphosat bzw. glyphosathaltigen Herbiziden auf Nichtzielarten ein hohes Risiko für die biologische Vielfalt darstellen.

[ #natur #freunde #umwelt ]
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Auswirkungen von Glyphosat auf die Biodiversität
Inhaltsverzeichnis
Einleitung 2
Anleitung zum Gebrauch2
1 Naturwissenschaftliche Dimension 3
2 Psychologisch-emotionale Dimension 6
3 Ethische Dimension 8
4 Utilitaristisch-zweckbestimmte Dimension 10
Weiterführende Informationen 14
Literatur 15

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