Mittwoch, 15. März 2017

[ #chemie ] Broschüre "Stickstoff – Zuviel des Guten"

Überlastung des Stickstoffkreislaufs zum Nutzen von Umwelt und Mensch wirksam reduzieren.

Stickstoff ist in der Umwelt auch ein wichtiger Dünger er wird durch Luftstickstoffbindungen (vor allem durch Knöllchenbakterien in Wurzeln von Leguminosen) auf natürlichem Wege im Humus angereichert. Die deutsche Bezeichnung Stickstoff erinnert daran dass Stickstoff Flammen löscht.

Er ist mit 78 Prozent Hauptbestandteil der Luft und außerdem ein wichtiges Hauptnährelement aller Organismen. Wie bei allen anderen Nährstoffen tragen auch beim Stickstoff Mikroorganismen zur Umwandlung in pflanzenaufnehmbare Formen bei. Daher ist die Bodenstruktur und nicht etwa nur die verfügbare Stickstoffmenge für die Pflanzenverfügbarkeit von Stickstoff wichtig. Zudem fördert Stickstoff bei Bäumen zuerst einmal die Knospen und vernachlässigt damit das Wurzelwachstum.

Vor dem allzuschnellen Griff zum Stickstoffdünger ist allerdings auch im Garten zu warnen. Allzu oft wird er nämlich zum Schadstoff für Pflanzen, Tiere und Menschen. Zur Verminderung dieser schädlichen Emissionen gibt es auch im täglichen Leben eine Reihe von Möglichkeiten.

Die als PDF downloadbare Broschüre „Stickstoff – Zuviel des Guten“ des deutschen Umweltbundesamtes gibt einen Überblick darüber, wie der Stickstoffkreislauf durch menschliche Aktivitäten beeinflusst wird und welche Folgen für Mensch und Umwelt daraus erwachsen können. So gilt der Eintrag von Stickstoffverbindungen als eine der Hauptursachen für den Rückgang der biologischen Vielfalt. Die Überlastung von Küstengewässern und die Entstehung lebensfeindlicher Zonen in den Meeren stellen bekannte globale Probleme dar, die auf zu hohe Stickstoffeinträge zurückzuführen sind.

Auch auf dem Land führt zu viel Stickstoff zu vielfältigen Problemen. Im Vordergrund dieser Broschüre steht die Situation in Deutschland und seinen europäischen Nachbarländern. Es werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie schädliche Stickstofffreisetzungen reduziert werden können, denn die globale Freisetzung reaktiver Stickstoffverbindungen in die Umwelt hat sich auf Grund menschlicher Aktivitäten hat seit Mitte des 19. Jahrhunderts etwa verzehnfacht und steigt immer noch weiter an.

Ist die Aufnahmefähigkeit durch langfristig zu hohe Einträge erschöpft, wird ein großer Teil des in den Boden eingetragenen Stickstoffs als Nitrat (NO³) in tiefer liegende Bodenschichten ausgewaschen, wo es nicht mehr durch Pflanzen aufgenommen und dadurch nicht mehr im Kreislauf des Ökosystems gehalten werden kann. Im Untergrund kann das Nitrat nur sehr begrenzt abgebaut werden. Je nach Wasserrückhaltevermögen des Bodens kommt es dann früher oder später zum Nitrateintrag ins Grundwasser.

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