Samstag, 28. Januar 2017

[ #outdoor-sport ] Rodeln in Vorarlberg

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Fahrt auf dem Hornschlitten, Schweizer Alpen, ca. 1890–1910
Rodeln kommt vom "Rütteln". Daher: Freizeit-und Sicherheits-Tipps zum Rodeln in Vorarlberg.

Schlitten. Die ursprünglich vom Ziehschlitten abgeleiteten Formen haben sich zu spezialisierten Hochleistungsgeräten entwickelt. Neben der eigentlichen Rodel gibt es seit den 1960er den Bob. Dies ist allerdings kein Schlitten im eigentlichen Sinne mehr.

Volkssport. In den letzten Jahren hat das Rodeln einen regelrechten Boom erlebt. Denn es ist ein Spaß, der keine teure Ausrüstung erfordert. Rodeln bietet für jedes Alter eine fantastische Freizeitgestaltung im Winter. Im Unterschied zum Rutschen auf Hügeln werden beim Rodeln auf Alm- oder Wirtschaftswegen einige hundert Höhenmeter in ein- oder mehrstündige Märschen aufgestiegen und dann rasant abgefahren. Rodeln ist schnell, ausgelassen und ein Familiensport. Rodeln ist aber auch ein Hochgeschwindigkeitssport.

Rodeln kann auch schön sein, wenn man nur einige Sicherheitsmaßnahmen beherzigt. Dazu gehört sein Können und die Risiken richtig einzuschätzen. Wer sich nicht sicher ist, sollte auf die rasante Rodelpartie verzichten. Wichtiger Bestandteil ist auch die Kleidung. Feste Schuhe mit einer guten Sohle sind zum Bremsen unerlässlich. Skibekleidung, Helm und Handschuhe sorgen für ein zusätzliches Sicherheitspolster.

Vorsicht. Regelmäßig kommt es trotzdem zu schweren Unfällen. Problematisch ist, dass sich Aufsteigende und Abfahrende auf engstem Raum bewegen. "Junge Wilde“, die zu schnell fahren und nicht selten alkoholisiert sind, stellen die größte Risikogruppe dar.
Und: Nicht jedes im Handel erhältliche "Rodelgerät" ist auch ein Rodel! Rodel ohne Kufen entsprechen nicht dem Produktsicherheitsgesetz!
Gerade bei eisigen Bodenverhältnissen sind alle fahrbaren Untersätze meist schlecht zu lenken – egal ob klassische Holzschlitten, Rodel oder Plastikbobs. Aber aufblasbare Rodeln, Tellerrodeln und Plastikbobs mit glatter Auflagefläche sind besonders gefährlich. Deren große Auflagefläche lässt nur ein geringes Eintauchen in den Schnee zu, sie werden folglich sehr schnell. Bremst man einseitig, dreht sich das Gefährt unkontrolliert, Steuern ist fast nicht mehr möglich. Die Fahrt geht rasant weiter: Blick und Beine nach hinten, Hinterkopf und Rücken voran, was Schädel- und Wirbelsäulenverletzungen nach sich ziehen kann. Diese Modelle sind derart gefährlich, dass sie aus dem Umlauf genommen werden müssen. Sie sehen aus wie Kinderspielzeug, obwohl nicht einmal sportlich durchtrainierte Erwachsene damit zurechtkommen. Meist fehlt die Warnung, dass man damit nur auf sanften, breiten Hängen rutschen kann.

Bitte beachten Sie die Sicherheits-Tipps auf den verschiedenen Links.

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